Food/ Frühstück/ Vegetarisch

Rote-Bete-Aufstrich mit Feta & Walnüssen

Das neue Jahr beginnt bunt. Das gilt zwar nicht, wenn ich so aus meinem Fenster sehe, denn da taut derzeit das letzte bisschen Schnee auf und zeigt nur einen Hauch von Grün. Am Wochenende war es richtig schön verschneit, doch inzwischen ist der Schnee längst weggetaut und die jüngsten Flocken überlebten nur wenige Stunden, wenn überhaupt. Bunt wird es umso mehr in meiner Küche, denn es gibt rote Bete. Schon wieder? Ja, aber in ganz neuer Form. Denn wenn wir die Knollen im Ofen gegart haben, sind ja einige auf Vorrat da – für nur eine oder zwei Knollen lohnt sich das Prozedere kaum. Also haben wir nach dem Rote-Bete-Salat noch etwas übrig und nutzen die Knolle einmal mehr mit ihrem besten Freund, dem Schafskäse. Das ergibt leckeren Rote-Bete-Aufstrich mit Feta und Walnüssen.

Rote Bete Aufstrich mit Feta Schafskäse roter Bete in schwarzer Schale zu Brötchen ÜberSee-Mädchen der Foodblog vom Bodensee Überlingen

Für extra Geschmack sorgt außerdem ein wenig Harissa – ich mag die afrikanische Würzpaste sehr, denn sie sorgt für eine angenehme Schärfe. Dennoch verwende ich Harissa irgendwie viel zu selten. Wie war das mit den guten Vorsätzen fürs neue Jahr? Ich möchte auch einige Dinge öfter benutzen, dazu zählen neben Harissa zum Beispiel auch Kapern und Sardellen. Die liebe ich nämlich, nutze sie bisher aber besonders für diese pikante Pasta nach Jamie Oliver.

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Allgemein

Danke sagen – ein paar Worte zum Jahreswechsel

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Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne. Diesen Satz von Hermann Hesse kennt wohl jeder, auch ich verbinde damit die Faszination eines Neubeginns, die Begeisterungsfähigkeit. Heute habe ich mich ein wenig mit diesem Zitat beschäftigt und herausgefunden, dass diese Formulierung einem Gedicht entstammt. Und da steht noch viel mehr (Quelle), zum Beispiel dass Neubeginn auch den Abschied von bestehenden und das Knüpfen von neuen Bindungen bedeutet. Und das passt so sehr zu meinem Jahr 2018, dass es fast schmerzt.

Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

Hermann Hesse

Eigentlich hätte dieser Beitrag zwischen den Jahren erscheinen sollen. In einer Zeit also, in der wir viel häufiger Danke sagen als sonst. Danke für das tolle Geschenk, danke für das leckere Essen, danke für deine Zeit. Dabei sollten wir viel häufiger danken und deshalb ist es nicht verkehrt, dass ich vor lauter Feiern und Arbeiten erst jetzt zu diesem Beitrag komme. Wie wäre es mit einem Danke dafür, der Kollege dies oder jenes gezeigt hat? Oder einem Danke dafür, dass die beste Freundin einfach immer ein offenes Ohr hat – egal, wie viel Stress sie selbst hat. Statt eines klassischen Jahresrückblicks möchte ich zusammenfassen, wofür ich 2018 dankbar war und worauf ich hätte verzichten können. Und weil ich besonders dankbar für zwei Blogevents bin, an denen ich teilnehmen durfte, erzähle ich noch ein wenig vom Burda Bake Day in München und Food Blog Meet in Stuttgart.

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Fisch/ Food/ Hauptgericht/ Vorspeise

Ceviche mit Thunfisch von Deutsche See & Salsa Criolla

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Ceviche bedeutet Urlaubserinnerungen. Das Gericht mit nur kurz mariniertem Fisch ist als Vorspeise und Hauptgericht wohl in ganz Südamerika beliebt, auch in den USA ist es längst angekommen. Dort habe ich erstmals Ceviche gesehen, gegessen und gleich geliebt. Es war teil eines Seafood-Towers und nachdem wir den Hummer nicht so sehr und die Austern überhaupt nicht mochten, blieb nur die Ceviche. Und die war umso besser und hat fast alles wett gemacht. Kein Seafood-Tower mehr für uns, dafür umso mehr Ceviche. Denn die schmeckt herrlich frisch und … klar. Klingt komisch, wenn es um Essen geht, doch wenige gute Zutaten machen dieses Rezept so schlicht und doch so gut. Es braucht nur ein wenig rohen Thunfisch, viel Limettensaft und eine Salsa Criolla mit Paprika und Zwiebeln. Macht sich bestens auch als Vorspeise für die Weihnachtsfeiertage. Oder als Abendessen in den Tagen danach, wenn es wieder leichter werden soll.

Ceviche mit Thunfisch Deutsche See und Salsa Criolla Plätzchen Rezept von ÜberSee-Mädchen Foodblog vom Bodensee Überlingen

Das einzige Problem an der Geschichte: Richtig guter Fisch ist schwer zu bekommen, gerade wenn er roh verarbeitet werden soll. Und das sage ich, obwohl ich am Bodensee lebe – hier gibt es Fisch, leider aber immer weniger. Ich habe im Sommer eine Grillgeschichte für die Zeitung geschrieben und war dafür bei einem Fischer. Als ich ihn fragte, welchen Fisch er am liebsten auf den Grill legt, war seine Antwort deutlich: Gar keinen, denn es gibt nicht mehr so viel. Schade eigentlich, denn ich mag Fisch sehr. Und ich mag Produkte aus der Region, die nicht hunderte Kilometer unterwegs waren. Doch bevor Felchen extra aus Kanada importiert werden, damit sie dann als Bodensee-Felchen verkauft werden können, kommt mir auch Thunfisch aus fremden Gewässern auf den Tisch. Besonders wenn es so etwas besonders Leckeres wie Thunfisch-Ceviche geben soll.

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Food/ Kekse/ Kuchen und mehr/ Plätzchen

Lieblingsplätzchen 2018: Karamell-Nuss-Stangen

In jedem Jahr habe ich einen eindeutigen Favoriten auf dem Plätzchenteller. Das schmälert kein bisschen den Geschmack der anderen, doch eines der Plätzchen ist meistens ganz besonders. Besonders schokoladig, besonders nussig, besonders ungewöhnlich. In diesem Jahr habe ich fünf Plätzchensorten gebacken, darunter den absoluten Klassiker Vanillekipferl. Doch ich probiere auch immer wieder etwas Neues und habe so mein Lieblingsplätzchen für dieses Jahr gefunden: Karamell-Nuss-Stangen. Denn die sind so schnell gemacht und vereinen knackige Nüsse mit cremigem Karamell.

Drei Karamell-Nuss-Stangen auf einem kleinen Kuchengitter Plätzchenrezept einfach schnell

Zeitmanagement im Advent – eine Herausforderung

Zeit ist ein wichtiger Faktor in der Vorweihnachtszeit. Auf einmal ist der erste Advent und einen Wimpernschlag später steht Weihnachten vor der Tür. Ich bin froh, dass ich dieses Jahr zum Plätzchenbacken gekommen bin. Dabei habe ich mich anfangs ziemlich schlecht gefühlt und unter Druck setzen lassen, weil ab Ende Oktober die ersten Plätzchen in meinem Feed bei Facebook oder Instagram aufploppten. Wer backt denn so früh Plätzchen? Sind die noch gut bis Weihnachten? Oder muss man dann zweimal backen, weil zwischenzeitlich alle aufgegessen sind? Diese Fragen kann und muss ich nicht beantworten, denn ich backe Plätzchen meist Ende November und dann bei Gelegenheit. Just in time.

Und so habe ich zwischen Sonntagsdiensten und Schokoladenfestival einen Termin mit meiner Lieblingskollegin vereinbart, die Weihnachtsplaylist gestartet und gebacken. Doch nach drei Sorten fehlte der Nerv für eine vierte, also machte ich die Karamell-Nuss-Stangen schnell am nächsten Tag. Schnell ist dabei wörtlich zu verstehen: Karamell kochen, restliche Zutaten rein, auf ein Blech streichen und fertig. Genau das richtige Plätzchenrezept, wenn die Zeit fürs Plätzchenbacken eigentlich fehlt. Und weil mir die Zeit fürs Veröffentlichen der anderen Plätzchenrezepte fehlt, ist die Plätzchensaison für dieses Jahr mit zwei Sorten beendet. Es steht schließlich noch so viel mehr auf der To-Do-Liste – eine leckere Vorspeise zum Beispiel. Da habe ich die Tage noch etwas vorbereitet… In diesem Sinne: Guten Endspurt bis Weihnachten.

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