Food/ Hauptgericht

Herrlich herzhaft: Quiche mit Kraut und saurer Sahne

Hat euch der Wind auch so um die Ohren geweht in den vergangenen Tagen? Hier war es ganz schön ungemütlich und umso gemütlicher habe ich es mir zuhause gemacht. Teils gezwungenermaßen, denn wegen Bäumen im Gleisbett fuhr erstmal kein Zug. Im Winter liebe ich ja so richtig herzhafte Gerichte, die es auch kulinarisch gemütlich machen. Krautkuchen ist so ein Gericht, denn es verbindet weich gekochten Kohl mit cremiger Schmandmasse und mürbem Teig. Dabei scheiden sich die Geister, ob es ein schwäbischer Krautkuchen ist, ein Kohlauflauf oder doch eine Quiche.

Kohlauflauf als Quiche Krautkuchen mit Weißkohl Speck - ein Stück vor der Springform. Rezept von ÜberSee-Mädchen Foodblog vom Bodensee Konstanz

Kohl ist so ein typisches Gemüse, wie es auf meinem Speiseplan bisher viel zu kurz gekommen ist. Fast wollte ich schreiben, dass es ein Wintergemüse ist – aber Weißkohl wird im Mai und Juni oder von September bis November geerntet, hast du das gewusst? So oder so gibt es bisher genau kein einziges Rezept mit Weißkohl. Rotkohl mag ich und mache ihn zum Beispiel zu Auflauf, aber seinen helleren Bruder? Den habe ich bisher höchstens in die Spring-Roll-Bowl nach dem Rezept des Kochkarussels gepackt – und hatte dann viel Kohl übrig, um zum Beispiel Kohlsalat zu machen. Jetzt habe ich ein weiteres, leckeres Rezept für Weißkohl: Krautkuchen. Oder Quiche mit Kraut, Speck und saurer Sahne.

Krautkuchen ist einfach, günstig und lecker

Fakt ist: Dieses einfache Hauptgericht mit Weißkohl schmeckt großartig, die Kombination von Kohl, Speck und Creme hat sich zurecht bewährt. Alles, was es dafür braucht, sind wenige günstige Zutaten und ein wenig Zeit. Denn wenn der Teig erstmal bereit und der Kohl geschnitten ist, übernimmt der Ofen die restliche Arbeit. Und dann steht ein herrlich herzhafter Krautkuchen auf dem Tisch, der an eine Quiche erinnert. Das geht übrigens auch vegetarisch, dafür einfach den Speck weglassen und den Kohl in Öl anbraten.

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Food/ Hauptgericht/ Kochbuch/ Vegetarisch

Falafel ohne Frittieren mit Joghurtdip

Kichererbsen haben sich in den vergangenen Monaten klammheimlich in mein Leben geschlichen und einen festen Platz ergattert. Als Hummus habe ich sie ja schon gezeigt, doch auch in Form eines Küchleins machen sie sich prächtig: Wer könnte Falafeln schon widerstehen? So samtig, so würzig, so gut! Und Falafel passen bestens zu meinem Neujahrsvorsatz, etwas weniger Fleisch zu essen. Denn gerade beim Mittagessen ist es viel zu oft Macht der Gewohnheit, beim Menü die nicht-vegetarische Variante zu bestellen – oft gibt es auch gar keine vegetarische. Falafel sind dann der ideale vegetarische Snack, der mit ein wenig Salat zum leckeren Hauptgericht wird. Und weil die Kichererbsen nicht lange eingeweicht sind, sondern direkt aus der Dose verwendet werden können, lassen sich die Falafel auch schnell selbst machen.

Falafel selbstgemacht ohne Frittieren und Einweichen mit Joghurtdip Rezept von ÜberSee-Mädchen der Foodblog vom Bodensee

Bis vor wenigen Monaten habe ich Falafel mit einer Fertig-Mischung gemacht, doch die braucht es gar nicht. So eine Dose Kichererbsen lässt sich bestens auf Vorrat lagern – ob für den nächsten Hummus, das nächste Curry oder eben Falafel. Dazu noch ein paar Gewürze, Schafskäse und ein leckerer Joghurt. Klingt sehr machbar, oder? Außerdem müssen die Falafel nicht frittiert werden und sind dadurch nicht so fettig wie sonst. Dafür sind sie knusprig – einer Semmelbrösel-Hülle sei Dank. Heute geht es daher erstmal mit den selbstgemachten Kichererbsen-Talern, besser bekannt als Falafel, weiter.

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Food/ Kuchen und mehr/ Rührkuchen

Gefüllte Mini-Gugl á la Berliner

Berliner sind Berliner und Pfannkuchen sind Pfannkuchen? Von wegen! Denn ich kenne jetzt jemanden, der zu dem, was ich Berliner nenne, Pfannkuchen sagt. Und was für mich ein Pfannkuchen ist, ist für ihn ein Berliner. Was hier im Süden so klar ist, ist einige hundert Kilometer weiter offensichtlich ganz anders. Dabei meinen wir eigentlich das gleiche: Leckere, süße Dinge. Die einen nur etwas fluffiger als die anderen. Kaum Verständigungsschwierigkeiten gibt es bei diesen Mini-Gugl, die sind wie ein gefüllter Berliner. Da kann man sich einfach aussuchen, wie man sie nennen mag: Gefüllte Berliner als Mini-Gugl, Mini-Berliner, Mini-Gugl die schmecken wie Berliner… Was gleich bleibt: Diese kleinen süßen Dinger schmecken richtig gut und sind auch einigermaßen figurfreundlich, weil sie nicht frittiert werden. Außerdem sind sie schnell und einfach gemacht, machen dafür aber viel Eindruck. Ich muss es wissen, denn ich habe sie meinen Kollegen zum Einstand mitgebracht.

Gefüllte Mini-Gugl, die aussehen und schmecken wie Berliner ohne Frittieren. Rezept vom ÜberSee-Mädchen der Foodblog vom Bodensee

Der aufmerksame Leser ahnt: Mein Einstand ist schon ein paar Monate her. Doch seitdem schwirren mir diese gefüllten Mini-Gugl im Kopf herum, das Rezept von Sarah war einfach zu gut. Deshalb hole ich es gerne hier auf meinen Blog und begrüße damit sowohl das neue Jahr als auch die Fasnacht. Wer wissen möchte, was es hier mit der Fasnacht (auch als fünfte Jahreszeit, Fasnet oder Fastnacht bekannt) auf sich hat, dem habe ich hier schon einmal einen Einblick gegeben.

Und zur Fasnacht gibt es traditionell Berliner in allen möglichen Variationen: Klassisch mit Puderzucker und Marmelade, so wie bei diesem Rezept für gefüllte Mini-Gugl, oder mit EIerlikör, Schokolade… Der Fantasie sind da kaum Grenzen gesetzt. Doch für den ersten selbstgemachten Berliner im Mini-Format soll es der Klassiker sein.

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Allgemein

Das war 2019 – warum es hier ruhig war & sich das ändert

2019 war das ereignisreichste Jahr meines Lebens. Und weil es im Offline-Leben so viel zu überdenken, entscheiden, neu ausrichten und erleben gab, fehlte die Zeit für den Blog. So einfach könnte das sein. Doch so schwierig – und wegweisend! – war es für mich. Dieser Blog begann als eine Art Tagebuch. Als Möglichkeit, meine Bilder zu zeigen, Rezepte und Reisen festzuhalten. Diese Möglichkeit möchte und werde ich wieder öfter nutzen, und mein kleines virtuelles Tagebuch füllen. Mit vielen leckeren Rezepten, denn davon habe ich in den vergangenen Wochen und Monaten viele neue probiert. Mit inspirierenden Reiseerinnerungen, die eine neue Facette dieser Welt zeigen können. Und mit so viel mehr. Deshalb beginnen wir heute mit einem Jahresrückblick.

Was dabei wirklich faszinierend ist: Meine Worte an gleicher Stelle vor genau einem Jahr wirken teilweise wie eine Prophezeiung. Als hätte ich da schon geahnt, dass 2019 große Dinge geschehen werden. Wenn auch auf ganz andere Weise als gedacht. Und während 2018 in vielen Momenten zum Abhaken war, werde ich von 2019 noch sehr lang zehren.

Quickies: Musik und Momente

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