Semmelknödel aus Toastbrot einfach selbst machen

20. April 2021

Semmelknödel sind eine tolle Resteverwertung, wenn Brot übrig ist. Aber was, wenn man gar keine Reste übrig und dennoch Lust auf Knödel hat? Dann kann man auch einfach Toastbrot nehmen! So macht meine Mum schon seit Jahren, vielleicht Jahrzehnten ihre Semmelknödel und ich mag sie sehr. Ob als Hauptgericht mit einer Rahmsauce und Pilzen (ein Allzeit-Lieblingsessen!) oder als Beilage etwa zu Sauerbraten: Knödel gehen immer! Und Semmelknödel sind etwas einfacher und etwas schneller gemacht als die Kartoffelvariante, für die man erst noch Kartoffeln kochen muss. Bei Semmelknödeln aus Toastbrot schneidet man das Brot einfach klein, lässt es etwas ziehen, formt Knödel daraus und lässt sie in warmem Wasser garen. Fertig ist die typische schwäbische Beilage zu Braten und Co. Oder ein vegetarisches Abendessen, das man super einfach abwandeln kann.

Semmelknödel aus Toastbrot selbstgemacht Rezept von ÜberSee-Mädchen Foodblog vom Bodensee

Das Rezept ist seit Jahrzehnten von unserer urschwäbischen Nachbarin erprobt. Sie macht das in einer unrealistisch großen Menge für die ganze Großfamilie. Dafür verwendet sie meist altes Brot, doch es funktioniert genauso gut mit Toastbrot. Jedenfalls hat meine Mum ihr mal das Rezept abgeguckt und macht Knödel seitdem nur noch so. Ich verstehe gut, warum: Mit den geschmelzten Zwiebeln und der Petersilie sind die Knödel herrlich würzig. Und dank des Toastbrots sind sie super einfach zubereitet, ohne dass man extra altbackenes Brot sammeln muss.

Rezept für Semmelknödel aus Toastbrot

Dass eine Semmel ein Brötchen ist, ist klar oder? So nennt man Brötchen im süddeutschen Raum, wo Semmelknödel zuhause sind. Wobei ich niemals zum Bäcker gehen würde, um Semmel zu bestellen, das verorte ich dann doch eher in Bayern. Bis auf die Brötchen (oder in unserem Fall das Toastbrot) braucht es kaum weitere Zutaten, daher ist das auch ein perfektes Gericht aus dem Vorratsschrank. Auf Petersilie würde ich nicht verzichten, aber die geht auch tiefgekühlt – so macht es meine Mum immer.

Wie und zu was isst man Semmelknödel?

Kann man Knödel vorbereiten?

Du kannst sie schon etwas früher aus dem Wasser holen und dann kurz vor dem Servieren noch in heißem Wasser warm werden lassen.

Kann man Semmelknödel einfrieren?

Ja! Dafür die rohen aber schon geformten Knödel auf einem Teller oder Blech in den Gefrierschrank geben und umfüllen, sobald sie angefroren sind.

Wie koche ich Knödel am besten?

Wichtig ist, dass die Knödel im leicht köchelnden Wasser gar werden – nicht in kochendem Wasser. Denn dann könnten die Knödel auseinander fallen.

Wie esse ich Knödel typisch schwäbisch?

Bei uns heißt es, dass man Knödel nicht schneidet, sondern nur mit einer Gabel zerteilt. Am besten zerteilt man sie und gibt dann die Sauce darüber, damit die Knödel sie schön aufsaugen können. Schwaben nutzen ja eh viel Sauce, aber bei Knödeln ist das besonders wichtig. Damit schmecken Semmelknödel nämlich am besten!

Zu was esse ich Semmelknödel?

Semmelknödel passen am besten an Saucengerichte wie Pilzgulasch (dann ist es ein vegetarisches Hauptgericht) oder als Beilage zu Rindfleischgulasch oder Zwiebelrostbraten. Ich mag Semmelknödel, gerade wenn ein paar übrig geblieben sind, aber auch in Scheiben geschnitten und angebraten. Ähnlich wie bei Maultaschen kann man die Knödel dann mit etwas Gemüse und Ei anbraten. Schon hat man eine yummy Knödelpfanne.

Wie viele Knödel rechnet man pro Person?

Ich rechne 2 bis 2,5 Knödel pro Person – je nachdem, was es noch dazu gibt.

Doch nun erstmal das Grundlagenrezept für super einfache Semmelknödel aus Toastbrot.

Semmelknödel aus Toastbrot

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Einfaches Rezept für Semmelknödel, wenn mal kein altes Brot da ist: Mit Toastbrot werden die Knödel super lecker! Schwäbisches Originalrezept, das natürlich auch mit Semmeln funktioniert.

einfach

  • Vorbereitungszeit:
    20 Minuten
  • Ruhezeit:
    10 Minuten
  • Kochzeit:
    20 Minuten
  • Gesamtzeit:
    50 Minuten

Zutaten

10 Stück
500 gToastbrot
250 mlMilch
3Eier
3 ELMehl
1 ELGrieß
1Zwiebel
1Bund Petersilie
etwas Salz, Pfeffer, Muskat

Zubereitung

  1. Ein Drittel des Toastbrots antoasten.
  2. Milch in einem Topf erwärmen.
  3. Eine Zwiebel pellen, klein schneiden und in einer kleinen Pfanne mit etwas Öl oder Butter andünsten, bis sie etwas Farbe bekommt.
  4. Das ungetoastete Brot (also zwei Drittel des Toastbrots) in Würfel schneiden und in eine Schüssel geben. Warme Milch dazu geben, sodass das Brot einweicht. Etwa zehn Minuten stehen lassen.
  5. Das getoastete Brot in Würfel schneiden.
  6. Einen großen Topf mit heißem Wasser aufsetzen. Sobald das Wasser kocht, großzügig salzen.
  7. Sobald die Brotmasse etwas abgekühlt ist, die Zwiebelwürfel mit Mehl, Grieß, Eier und Petersilie untermischen. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. Mit feuchten Händen vermengen.
  8. Zum Schluss die gerösteten Brotwürfel zugeben.
  9. Etwa zehn Knödel formen und auf einen Teller oder ein Brett zur Seite legen.
  10. Semmelknödel für 20 Minuten in simmerndem Salzwasser gar kochen. Anschließend mit einer Schöpfkelle* aus dem Wasser heben und servieren.

Notizen

Wenn der Knödelteig zu klebrig sein sollte, kannst du noch etwas Semmelbrösel zugeben.


Wie findest du das Rezept?

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Du hast Lust auf Knödel?

Die runden Dinger sollte es viel öfter geben – und zwar süß und salzig! Ich habe schon Kartoffelknödel oder Spinatknödel probiert und kleine Knödel in den Rotkohl-Auflauf gepackt. Süß werden Knödel mit Quark im Teig wie bei diesen süßen Knödeln mit Erdbeeren.

Über mich

Hallo, ich bin Isabelle, 30 Jahre alt und lebe am schönen Bodensee. Auf meinem Blog ÜberSee-Mädchen.de zeige ich vor allem einfache Rezepte für leckeres Essen. Meine Kochkarriere begann mit der Sehnsucht nach Heimatküche wie Grießklöschensuppe oder schwäbischen Wurstspätzle. Seitdem habe ich viele Stunden in der Küche verbracht und allerlei Köstlichkeiten ausprobiert. Sieh dich ein wenig um und lass es dir schmecken.

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