Panna cotta Tarte mit Himbeeren | genial lecker

27. Juni 2021

Zuletzt aktualisiert am 20.06.2022

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Warum habe ich diese Panna cotta Tarte mit Himbeeren nicht schon früher gebacken?! Sie ist so einfach gemacht, so lecker cremig und dank der Himbeer-Schicht auch noch fruchtig. Die perfekte Symbiose von Dessert und Gebäck. Dabei sind die Zutaten überschaubar, die Zubereitungsschritte auch. Kein Wunder, dass ich das Rezept in den vergangenen Jahren immer wieder ähnlich in Zeitschriften oder auf anderen Blogs gesehen habe. Den Anstoß, mich selbst daran zu probieren, gab ein fast vergessenes Fläschchen mit Sahne im Kühlschrank. Die gibt es in unserem kleinen Supermarkt seit einigen Monaten in der Glasflasche statt im Tetrapak oder Plastikbecher – allerdings mit 400ml statt 200. Nachhaltigkeit hat ihren Preis und verleitet mich dazu, öfter Sahne zu nutzen. Perfekt für so eine geniale Panna cotta Tarte!

Panna cotta Tarte mit Himbeeren einfaches Rezept von ÜberSee-Mädchen Foodblog vom Bodensee

Besonders hübsch und lecker wird die Tarte dank der Himbeerschicht. Ich habe viele Rezepte mit einer fruchtigen Sauce gesehen, ob mit Erdbeeren, Himbeeren oder anderem Obst. Dabei püriert man vor dem Servieren einige Früchte, bis sie schön cremig sind. Dazu dann noch etwas Zucker oder etwas Vanille. Doch wie genial ist es, wenn man die Fruchtsauce gleich mit dem Kuchen kombiniert? Die Fruchtsauce kommt bei mir direkt auf die Tarte und wird einfach zu einer weiteren Schicht. Darauf noch ein paar hübsche frische Himbeeren, fertig ist eine Tarte mit Panna cotta und Himbeeren.

Panna cotta ist als Dessert ja schon ein Traum, aber als Tarte definitiv (auch) ein Genuss. Sehr empfehlenswert und gut vorzubereiten.

Gut vorzubereiten: Tarte trifft Panna cotta und Himbeeren

Panna cotta Tarte hat einen Vorteil und Nachteil zugleich: Man kann sie nicht direkt genießen. Denn bis die flüssige Sahnecreme zu einer leckeren Creme wird, braucht es etwas Zeit. Ich habe die Panna cotta Tarte einfach am Vorabend vorbereitet: Abends Mürbeteig kneten, vorbacken und mit der Sahnecreme füllen. Dann über Nacht abkühlen lassen. Am nächsten Morgen sind dann die Beeren dran. Püriert mit etwas Zucker und vermischt mit Gelatine kommen sie auf die Panna cotta und dürfen nochmal ein paar Stunden abkühlen. Dann hat man am Nachmittag eine richtig leckere, erfrischende Tarte – und keinen Stress mehr.

Was es für das Festwerden auch braucht, ist Gelatine. Ich hege eine gewisse Hassliebe zu Gelatine, denn in der Verarbeitung finde ich sie genial. Meine beliebte Joghurt-Torte ohne Backen wird damit zum Beispiel richtig schön standfest, aber nicht zu hart – nachdem ich die richtige Menge rausgefunden habe. Doch an den tierischen Ursprung von Gelatine denke ich ungern. Deshalb nehme ich auch da Bio*. Wer seine Panna cotta Tarte vegetarisch zubereiten möchte, dem kann ich Agar-Agar empfehlen. Das habe ich schon für die Mandarinencreme genutzt und fand es auch gut zu handhaben.

Rezept für einfache Panna Cotta Tarte mit Himbeeren

Zum Einsatz kam bei diesem Rezept die letzte meiner drei neuen Tarte-Formen, von denen ich hier erzählt habe. Nachdem meine einzige und beste Tarteform von der Spülmaschine gekillt wurde, habe ich mir gleich drei neue Formen zugelegt. Diese lange Form war genau genommen die erste, die ich dann jedoch zuletzt ausprobiert habe. Sie hat der Rhabarbertarte mit Vanillecreme (wegen Saison) und der mediterranen Blätterteigtarte (weil geniales Abendessen) den Vorzug gegeben. Man könnte auch sagen, sie hat auf den richtigen Moment gewartet. Auf eine Panna cotta Tarte mit Himbeeren. Die schmeckt zwar in jeder anderen Tarteform auch, wirkt in der langen rechteckigen Form* aber besonders hübsch.

Das Rezept entspricht der langen Tarteform mit 40 mal 17 Zentimetern. Ich habe es mit dieser Seite meines Goldstücks aber umgerechnet: Du kannst dafür auch eine Tarteform mit 28 Zentimetern Durchmesser nutzen, dann wird es minimal höher. Oder du nutzt eine Tarteform mit 30 Zentimetern, dann geht die Menge genau auf.

Panna cotta Tarte mit Himbeeren

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Dessert in Kuchenform: Panna cotta Tarte ist schon köstlich (dank Vanille!), mit Himbeer-Schicht wird sie aber noch besser. Einfaches Rezept, das gut vorzubereiten ist.

einfach
  • Vorbereitungszeit:
    10 Minuten
  • Ruhezeit:
    8 Stunden
  • Kochzeit:
    20 Minuten
  • Backzeit:
    30 Minuten
  • Gesamtzeit:
    9 Stunden

Zutaten

28 cm Springform
Mürbeteig
300 g Mehl
150 g Butter
60 g Zucker
1 Ei
Panna cotta Sahnecreme
500 ml Sahne
50 g Zucker
1 Vanilleschote*
4 Blatt Gelatine*
Himbeer-Schicht
400 g Himbeeren (frisch oder TK, einige zur Deko)
4 Blatt Gelatine*
1 EL Zucker (nach Geschmack mehr)

Utensilien

Zubereitung

  1. Für den Mürbeteig die Butter grob würfeln und mit Mehl, Zucker und Ei zu einem gleichmäßigen Teig verkneten. Rechteckig (bzw. entsprechend der Tarteform) ausrollen, in die gefettete Form* geben und für eine Stunde kalt stellen.
  2. Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.
  3. Mürbeteig mit Backpapier und Blindbackkugeln* (oder Hülsenfrüchten) belegen und für 20 Minuten backen. Backpapier und Blindbackkugeln entfernen und für weitere 5-10 Minuten backen, bis der Teig leicht gebräunt ist.
  4. Vanilleschote halbieren, das Mark auskratzen und mit der Sahne und Zucker in einen kleinen Topf geben. Die Schote ebenfalls dazu geben, die gibt noch ordentlich Geschmack ab. Sahne erwärmen und für etwa zehn Minuten köcheln lassen. Dann die Schote entfernen
  5. Währenddessen Gelatine vorbereiten: Blätter für ca. 5 Minuten in kaltem Wasser einweichen. Nach wenigen Minuten ausdrücken und in die Sahne geben, bis sie sich aufgelöst hat.
  6. Vanillecreme auf den gebackenen Mürbeteig verteilen und über Nacht in den Kühlschrank stellen.
  7. Am nächsten Morgen die Gelatine vorbereiten: Für ca. 5 Minuten in kaltem Wasser einweichen.
  8. Dann die Himbeeren mit Zucker in einen kleinen Topf aufkochen, bis eine schön gleichmäßige Masse entsteht. Diese durch ein feines Sieb* streichen – dabei bleibt vieeeel von der Frucht hängen, aber du beißt später nicht ständig auf Kerne. Die Flüssigkeit zurück in den Topf geben und nochmal erwärmen.
  9. Gelatine ausdrücken und in die warme Himbeer-Masse geben, bis sie sich aufgelöst hat. Dann auf der fest gewordenen Vanillecreme verteilen und nochmal kalt stellen.
  10. Vor dem Servieren mit einigen frischen Himbeeren verzieren und genießen.

Wie findest du das Rezept?

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Tipp: Wenn du dir das Backen an einem heißen Sommertag sparen möchtest, kannst du den Mürbeteig einfach durch einen Kekskrümel-Teig ersetzen. Dafür 400g zerkrümelte Kekse mit 150g flüssiger Butter vermischen und festdrücken. Darauf dann die Sahnecreme verteilen und kalt stellen. Um das Kochen der Sahne führt aber kein Weg vorbei – schließlich heißt Panna cotta nicht mehr als „gekochte Sahne“. Beim Erwärmen verbinden sich auch die Aromen richtig lecker.

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Über mich

Hallo, ich bin Isabelle, 31 Jahre alt und lebe am schönen Bodensee. Auf meinem Blog ÜberSee-Mädchen.de zeige ich vor allem einfache Rezepte für leckeres Essen. Meine Kochkarriere begann mit der Sehnsucht nach Heimatküche wie Grießklöschensuppe oder schwäbischen Wurstspätzle. Seitdem habe ich viele Stunden in der Küche verbracht und allerlei Köstlichkeiten ausprobiert. Sieh dich ein wenig um und lass es dir schmecken.

5 Kommentare

  1. Hallo, deine Tarte sieht wunderbar & köstlich aus! Werde ich demnächst auch mal machen :) Darf ich fragen, wie lange die Himbeerschicht in etwa kühlen muss und wie lange die Tarte bis zum Verzehr im Kühlschrank aufbewahrt werden kann? Würde gerne meinem Vater eine kleine Freude bereiten :)
    Liebste Grüße, Anna

    1. Hallo Anna, da wird sich dein Vater sicher freuen :) Ich habe die Himbeerschicht circa vier Stunden gekühlt. Die Tarte kann problemlos über mehrere Stunden, wenn nicht sogar ein, zwei Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden. Wir essen meist zu zweit und brauchen daher manchmal bisschen länger für so einen Kuchen – die Tarte war auch nach zwei Tagen noch richtig lecker. Falls du frische Himbeeren zur Deko nutzt, würde ich diese erst direkt vor dem Servieren darauf verteilen. Sag mir gerne, wie euch das Rezept geschmeckt hat! Viele Grüße vom Bodensee Isabelle

  2. Hallo liebe Isabelle, ich hab die Tarte jetzt mal probeweise gemacht, um zu sehen, ob auch alles klappt.
    Nun hätte ich noch ein paar Fragen :-)
    Den Keksboden habe ich vor dem Befüllen nicht gekühlt, ist das in Ordnung so? Und die Panna Cotta sollte vor dem Befüllen erst noch abkühlen oder? Genauso die Himbeermasse?
    Mit dem Rausheben hatte ich so meine Probleme. Auf einer Seite hat mir die etwas schräg gekippte Form leider den schönen welligen Rand abgebrochen :D Und der Unterboden geht auch nicht von der Tarte ab, der ist da wie festgewachsen. Wie ist das denn bei dir? Fragen über Fragen… :D

    1. Hi Anna, ich helfe dir gerne so gut wie möglich :) ALso bei mir war das ein Mürbeteigboden, den ich gebacken habe und der vor dem Befüllen mit der Panna cotta etwas abgekühlt ist. Die Panna-cotta-Masse habe ich nicht abkühlen lassen. Die Himbeermasse auch nicht. Beides wird ja im Kühlschrank kalt… Damit das Rausheben klappt, nutze ich eine Tarteform mit Hebeboden – das ist manchmal bisschen knifflig, weil man dann versehentlich den Boden hochdrückt, aber der schöne Rand bleibt erhalten. Unterboden war bei mir kein Thema – hast du die Form gefettet und bemehlt? Sonst kannst du auch Backpapier drunterlegen? Viele Grüße vom Bodensee

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