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Danke sagen – ein paar Worte zum Jahreswechsel

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Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne. Diesen Satz von Hermann Hesse kennt wohl jeder, auch ich verbinde damit die Faszination eines Neubeginns, die Begeisterungsfähigkeit. Heute habe ich mich ein wenig mit diesem Zitat beschäftigt und herausgefunden, dass diese Formulierung einem Gedicht entstammt. Und da steht noch viel mehr (Quelle), zum Beispiel dass Neubeginn auch den Abschied von bestehenden und das Knüpfen von neuen Bindungen bedeutet. Und das passt so sehr zu meinem Jahr 2018, dass es fast schmerzt.

Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

Hermann Hesse

Eigentlich hätte dieser Beitrag zwischen den Jahren erscheinen sollen. In einer Zeit also, in der wir viel häufiger Danke sagen als sonst. Danke für das tolle Geschenk, danke für das leckere Essen, danke für deine Zeit. Dabei sollten wir viel häufiger danken und deshalb ist es nicht verkehrt, dass ich vor lauter Feiern und Arbeiten erst jetzt zu diesem Beitrag komme. Wie wäre es mit einem Danke dafür, der Kollege dies oder jenes gezeigt hat? Oder einem Danke dafür, dass die beste Freundin einfach immer ein offenes Ohr hat – egal, wie viel Stress sie selbst hat. Statt eines klassischen Jahresrückblicks möchte ich zusammenfassen, wofür ich 2018 dankbar war und worauf ich hätte verzichten können. Und weil ich besonders dankbar für zwei Blogevents bin, an denen ich teilnehmen durfte, erzähle ich noch ein wenig vom Burda Bake Day in München und Food Blog Meet in Stuttgart.


Wofür ich 2018 dankbar war

Das vergangene Jahr war eines der durchwachsensten, an das ich mich erinnern kann. Es gab so viele gute Momente, zum Beispiel diese:

  • Ein Lieblingsmensch: Fünf Wochen Mädchenredaktion mit der Lieblingskollegin. Sie war mein Lichtblick in diesem Jahr und ein Grund, weshalb ich gerne zur Arbeit bin. Dank ihr gab es auch entspannte Abende mit Aperol und Seeblick, ein überraschend gutes Konzert, tolle Plätzchen und so viel leckeres Mittagessen. Danke!
  • Ein Perspektivwechsel: Ich durfte die Welt von einem Heißluftballon aus von oben sehen – eine ganz neue Perspektive und ein sehr schöner Nachmittag. Danke mein Liebster für diese Gelegenheit.
  • Ein Liebesbeweis: I said yes.
  • Ein ungewöhnliches Portrait: Bei einem Termin hat ein Gesprächspartner mich nach einem historischen Verfahren fotografiert. Also so, wie es schon vor über 100 Jahren geschah. Seit wenigen Tagen ziert das so entstandene Nasskollodium-Bild mit Silberschimmer nun mein Schlafzimmer und erinnert mich täglich daran, die schönen Momente meiner Arbeit zu schätzen.
  • Eine erste Radtour: Ich bin seit Jahren kaum kein Fahrrad mehr gefahren, habe mir aber im Frühjahr eines gekauft und bin damit auf Anhieb fast 50 Kilometer gefahren. Die nächsten Touren waren weniger ambitioniert, aber mindestens ebenso schön. Wir haben es eben schon schön hier am Bodensee, wie auch mein Heimatguide zeigt.
  • Eine unerwartete Reise: Ein absoluter Höhepunkt des Jahres war meine erste Pressereise. Die kam nicht etwa durch den Blog zustande, sondern über meine Arbeit. Es war eine anstrengende Woche in Thailand und Laos, aber eben auch so so schön! Von den Erfahrungen und den Bildern, die diese festhalten, werde ich noch lange zehren.
  • Ein bisschen gute Musik: Dieses Jahr durfte ich Eminem, Sido, J. Cole, Ty Dolla Sign, Bausa und noch einige andere live erleben. Ich hätte nie gedacht, dass ich Festivals so lieben lerne. Ich hoffe auf eine Wiederholung in diesem Jahr – bestes Team mit meinem Bruderherz. Kontra K auf dem Hohentwiel in Singen zu sehen, war die vorläufige Krönung eines tollen Sommers. Stellt euch das vor: Eine Bühne vor historischer Burgkulisse auf einem Berg, der in das goldene Licht des Sonnenuntergangs getaucht ist. Und der Künstler macht auch noch ziemlich gute Musik mit klugen Texten. Erfolg ist kein Glück.
  • Ein wenig mehr Zufriedenheit: 2018 war ein gutes Jahr, wenn es um Blogbeiträge geht. Finde ich zumindest. Meine liebsten Rezepte waren sowohl Klassiker als auch besondere Dinge. Zu den Klassikern zähle ich Pasta mit Tomatensauce, die perfekten Cookies, Vanilleextrakt oder Mousse au Chocolat. Zu den besonderen Dingen gehören der Rote-Bete-Salat, der Kartoffelsalat mit Senfcreme, Pflaumendatschi vom Blech oder Saltimbocca-Spargel-Spieße mit köstlicher Polenta. Auch den Wien-Guide kann ich empfehlen, ich denke mich mit den Bildern gerne zurück in die österreichische Hauptstadt.
  • Ein wenig mehr Resonanz: Absoluter Top-Klick unter meinen Rezepten war 2018 das Hühnerfrikassee, gefolgt von Jamies Blätterteigtörtchen, Cookiedough-Kuchen und Zwiebelrostbraten.
  • Eine Rückkehr: Berlin zieht mich immer wieder an. Im August war ich mit der Familie da und habe teils die üblichen Sehenswürdigkeiten erneut entdeckt. Hier habe ich meine Erinnerungen festgehalten.

Danke den Machern von Blogevents wie Burda Bake Day & Food Blog Meet

Wenn es ums Bloggen geht, denke ich besonders gerne an den Oktober zurück. Denn ich habe meinen Geburtstag beim Burda Bake Day in München gefeiert und wenig später viele nette Menschen bei Food Blog Meet in Stuttgart kennengelernt.

Der Burda Bake Day in München

Samstagmorgens 6 Uhr in Deutschland: Das ÜberSee-Mädchen macht sich auf den Weg nach München, um einen ungewöhnlichen Geburtstag zu feiern. Statt Freunde und Familie zu einem Kuchen einzuladen, möchte ich mit anderen Bloggern einen Kuchen backen. Oder Schaumkuss-Cupcakes á la Die Jungs kochen und backen. Torsten und Sasche waren quasi die Gastgeber dieses Tags in den heiligen Hallen von Burda in München. Wo sonst die Rezepte für Zeitschriften entstehen, durften wir den Schneebesen schwingen. Wenn das nicht die Küchenmaschine von Kenwood übernommen hat. Außerdem habe ich gleich zweimal etwas über Foodphotographie gelernt und meinen ersten Biskuitteig ever gebacken.

Neben Kenwood gab es einige weitere tolle Sponsoren, ohne die solch ein Tag nicht möglich gewesen wäre. Mein Dank gilt: Hobbybäcker, DeLonghi, Einfach Backen, Pfanner, Stockfood, First in Food und Sweet Dreams.

Kennengelernt habe ich die Menschen hinter den Blogs Münchnerküche, Madame Dessert, Kathy loves, Mein Naschglück, Cocina Sera, Teigliebe und Stephanie Nathalie. Auch wenn wir uns teils nur kurz unterhalten haben, war es mir ein Vergnügen und ich schätze eure Blogs sehr. Wenn du Zeit hast, schau doch mal bei ihnen vorbei – ansprechende Rezepte sind garantiert.

Das komplette Programm (wenn auch für Berlin, München war aber ähnlich) und einige weitere Bilder findet ihr auch hier. Vielleicht gibt es 2019 eine weitere Gelegenheit, gemeinsam zu kochen oder zu backen und sich auszutauschen?

Food Blog Meet in Stuttgart

Seit Monaten lese ich auf einigen Blogs von der Veranstaltungsreihe und als im Frühjahr/Sommer klar war, dass sie nach Stuttgart kommt, habe ich noch am gleichen Tag meine Bewerbung abgeschickt. Doch während andere sich bei Instagram schon über eine Einladung freuten, stand meine noch aus. Bis sie wenig später doch eintraf.

Die Entdeckungen des Tages waren dann meine erste Mirror Glaze, die zweiten selbstgemachten Pralinen und super leckeres Fleisch. Schon kurz nach der offiziellen Begrüßung zeigte uns Marc seine geeisten Spektulatius-Törtchen mit Bratapfel Füllung und eben jener Mirror Glaze. So hübsch schmiegte sich die rote Flüssigkeit um das Törtchen. Dazu noch eine Fondant-Schneeflocke und fertig ist ein süßes Kunststück, das man kaum zu essen wagt. Einen ähnlichen Effekt hatten die selbstgemachten Pralinen, die wir in der Küche des Mövenpick Hotels machen durften. Unter fachkundiger Anleitung füllten wir die Schokohohlkörper mit Ganache, versiegelten und verschönerten sie. Spätestens jetzt möchte ich Pralinen auch mal zuhause machen…

Weniger süß wurde es mit den anderen Partnern wie Eatventure. Ich habe David und sein sagenhaft leckeres Fleisch auf der Slow-Food-Messe in Stuttgart schon einmal kennen- und lieben gelernt. Beim Blogevent wurde eine asiatische Suppe (Shabu-Shabu) mit ganz dünnem Rindfleisch angerichtet. Das Fleisch wird erst in der Suppe gar – perfekt. Außerdem habe ich an diesem Nachmittag erfahren, dass Mineralwasser unterschiedlich schmecken kann, und dass Raps ein tolles regionales Lebensmittel ist. Bisher habe ich meist mit Olivenöl gekocht und dieses auch schon für einen Kuchen benutzt, doch künftig werde ich mehr auf Rapsöl setzen. Vielleicht, um die Fleischbällchen mit der Hackfleisch-Gewürzmischung von Spicebar anzubraten? Am Stand der Gewürzspezialisten hat Patrick jedem Blogger eine individuelle Mischung kreiert und meine riecht umwerfend. Mit den Experten für scharfe Dinge (Microplane) habe ich leider zu wenig Zeit verbracht, aber mich später umso mehr über zwei Reiben in der Goodie-Bag gefreut. Nun möchte ich keine andere mehr nutzen.

Mein Dank gilt den Organisatoren: Sascha und Torsten von Die Jungs kochen und backen sowie Theres und Benni von Gernekochen. Außerdem den Sponsoren von Spicebar, DiamantZucker, Rapsöl entdecken (dahinter steckt die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen), Villeroy und Boch, Mircoplane, Kenwood, Eatventure, Metro und der Informationszentrale Deutsches Mineralwasser.

Kennengelernt habe ich die Menschen hinter den Blogs IsarKitchen und Ninamarie. Wieder gesehen habe ich einige mehr wie
Joyful Food, Feinschmeckerle und Minime.

Worauf ich 2018 hätte verzichten können

Es gab aber eben auch so viele schlechte Momente, die ich am liebsten aus meinem Leben und dem Kalender streichen möchte. Normalerweise bin ich die erste, die solche Erfahrungen als wichtige Lektion annimmt und versucht, etwas Gutes daraus zu machen. Doch manchmal fällt es schwer.

  • Die DSGVO: Die Datenschutzgrundverordnung ist wohl das Unwort des Jahres. Fünf Buchstaben, die so viel Arbeit und vor allem Unsicherheit bedeutet haben und teils noch bedeuten. Versteh mich nicht falsch, Datenschutz ist wichtig. Doch eindeutige Handlungsempfehlungen hätten sehr geholfen. Ein Glück, dass einige sich mit den Paragrafen auseinandergesetzt und sie übersetzt haben – Danke dafür.
  • Eine besondere Herausforderung: Es ist leicht gesagt, dass man die Nerven behalten soll. Mir ist das im vergangenen Jahr nicht immer gelungen und es gab einen Auslöser, der mich viel zu häufig und viel zu viele Nerven gekostet hat. Vermutlich bin ich daran gewachsen, also selbst dafür könnte ich mich bedanken.
  • Ein herber Verlust: Ich habe einen geliebten Menschen verloren, den ich theoretisch zwar mit einem Anruf erreichen könnte und der dennoch unendlich weit entfernt ist. Ab diesem Moment war das Jahr 2018 für mich quasi gestorben und nur noch zum Abhaken.

Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, richtig? Für mich bedeutet 2019 erneut einen Neuanfang und ich bin gespannt, welchen Zauber er mit sich bringt.

Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.

Hermann Hesse

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2 Kommentare

  • Antworten
    Fabian
    7. Januar 2019 um 10:22

    Liebe Isabelle,

    Ich wünsche Dir alles Liebe für 2019 und deinen geplanten Neustart! Danke für zahlreiche Ideen und Inspirationen im Jahr 2018. Ich freue mich auf zahlreiche neue Beiträge in den kommenden Monaten.

    Liebe Grüße,
    Fabian

    • Antworten
      ÜberSee-Mädchen
      8. Januar 2019 um 22:29

      Danke lieber Fabian, ich wünsche dir auch ein tolles Jahr 2019. Viele Grüße vom Bodensee, Isabelle

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