Schwäbischer Kartoffelsalat mit Brühe

10. Februar 2021

Es hat ein wenig länger gedauert, bis ich den schwäbischen Kartoffelsalat mit Brühe genau so hinbekommen habe, wie schon vor vielen Jahren meine Großmutter ihn gekocht hat. Sie war Urschwäbin, einige meiner Rezepte sind von ihr oder meiner Mutter inspiriert. Und so war klar, welche Art von Kartoffelsalat es bei uns stets gab: Schwäbischer Kartoffelsalat natürlich. Ohne Mayo und Essiggurken, aber mit viel Brühe – schmatzen muss er. Natürlich ist es ziemlich einfach, einen Kartoffelsalat zu machen. Doch es gibt dann doch ein paar Kniffe, damit er genauso gut schmeckt wie früher zuhause. Diese Tricks habe ich mir nach und nach bei meiner Familie abgeguckt, so dass ich heute mein liebstes Rezept für schwäbischen Kartoffelsalat zeigen kann. So schmeckt er uns am besten.

Schwäbischer Kartoffelsalat mit Brühe ohne Mayo nach Familienrezept von ÜberSee-Mädchen Foodblog vom Bodensee

Worauf es bei schwäbischem Kartoffelsalat ankommt:

  • Die Kartoffeln: Wichtig ist, dass es sich um festkochende Kartoffeln handelt. Ich setze auf die Sorte Sieglinde, die gibt es auf dem Markt oder im gut sortierten Supermarkt.
  • Die Brühe: Je intensiver die Brühe, desto geschmackvoller wird später auch der Kartoffelsalat. Ich nutze entweder Fond oder, wenn ich ehrlich bin, ein gutes Brühpulver. Dann löse ich etwas mehr Pulver in heißem Wasser auf als sonst, damit das Wasser mehr Geschmack bekommt. Aber Vorsicht: Die Brühe sollte schon noch schmecken, sonst ist es zu salzig.
  • Die Zwiebel: Ob Schalotte, rote Zwiebel oder weiße Gemüsezwiebel, Hauptsache schwäbischer Kartoffelsalat bekommt ein paar feine (!) Zwiebelwürfel. Die dürfen in etwas warmer Brühe ziehen, sodass sie etwas milder werden.
  • Das Öl: Das sonst so beliebte Olivenöl bleibt bei diesem Kartoffelsalat mal außen vor, wie schon meine Oma nutze ich Rapsöl. Das darf gerne etwas kernig und damit geschmackvoller sein, deshalb kaltgepresst. Hier sind Unterschiede erklärt.
  • Die Konsistenz: Schwäbischer Kartoffelsalat muss schmatzen, also beim Umrühren ein schmatzendes Geräusch von sich geben. Die Brühe wird dafür nach und nach zugegeben, sodass die Kartoffelscheiben etwas von der Flüssigkeit aufnehmen können. Tipp: Wenn der Salat nach einigen Stunden nicht mehr ganz so geschmeidig ist, gibst du einfach etwas Brühe dazu und er schmatzt wieder.
  • Die Geschmacksfrage: Senf oder nicht Senf? Das ist reine Geschmackssache, manche nutzen einen Esslöffel davon und manche lassen ihn weg. Ich mache meinen schwäbischen Kartoffelsalat gerne mit Senf. Variieren kann man auch bei weiteren Zutaten: Ich habe etwas Schnittlauch zugefügt, wer mag kann auch feine Salatgurken-Scheiben dazu geben.

So gelingt schwäbischer Kartoffelsalat wie bei Oma

Schwäbischer Kartoffelsalat mit Brühe

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So hat schon meine Oma schwäbischen Kartoffelsalat gemacht: Mit viel Brühe, Zwiebel, Senf und Rapsöl. Ein bewährtes leckeres Familienrezept mit wenigen guten Zutaten.

einfach

  • Vorbereitungszeit:
    20 Minuten
  • Kochzeit:
    25 Minuten
  • Gesamtzeit:
    45 Minuten

Zutaten

6 Portionen
1 kgSalatkartoffeln
400 mlBrühe
4 ELWeißweinessig
4 ElRapsöl
0.5Zwiebel
1 ELSenf
etwas Salz und Pfeffer
einige Halme Schnittlauch

Zubereitung

  1. Kartoffeln waschen und für 20 bis 30 Minuten in kochendem Wasser garen. Etwas abkühlen lassen, dann noch warm schälen.
  2. Eine halbe Zwiebel in kleine Würfel schneiden. In die Salatschüssel geben, dort mit etwa 3 EL warmer Brühe, 1 EL Senf und 4 EL Essig verrühren.
  3. Die Kartoffeln in feine Scheiben schneiden. Einige Kartoffeln zu dem Zwiebelsud geben, dann mit etwas Brühe vermischen, sodass jede Kartoffel etwas Brühe abbekommt. Restliche Kartoffeln dazu geben, mit weiterer Brühe vermischen.
  4. Das Rapsöl dazu geben, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Schmatzt der Salat noch nicht? Dann gib noch etwas Brühe und Essig dazu.
  5. Schnittlauch in feine Röllchen schneiden und vermischen. Fertig ist der schwäbische Kartoffelsalat mit Brühe.

Notizen

Der schwäbische Kartoffelsalat sollte nicht zu flüssig werden, daher nur nach und nach Brühe zugeben! Es kann sein, dass du weniger brauchst (zwischen 250 und 400 ml für 1 kg Kartoffeln).


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Du magst Kartoffelsalat? Ich habe schon mehrere Varianten ausprobiert, wie wäre es portugiesisch mit Mandel-Petersilien-Pesto und Bohnen? Oder orientalisch mit Harissa und Oliven? Beides auch sehr lecker. Oh und diese Variante mit Senfcreme und Dill ist auch köstlich.

Weitere Rezepte von früher und meiner Familie

Du möchtest noch mehr die schwäbische Küche genießen? Das kann ich gut verstehen. Wie wäre es mit Wurstspätzle? Die sind mein absolutes Lieblingsessen aus Kindertagen, deshalb wünsche ich sie mir, wenn immer ich meine Mama besuchen komme. Außerdem koche ich mir regelmäßig Linsen mit Spätzle, Bohnen mit Spätzle oder Kässpätzle – ja, Spätzle spielen eine große Rolle bei uns. Doch es gibt auch Zwiebelrostbraten und schwäbischen Nudelauflauf. Und süß wird es mit Kirschplotzer (auch wenn der badisch ist) oder schwäbischem Apfelkuchen. Alle Rezepte aus meiner Heimat findest du hier.

Über mich

Hallo, ich bin Isabelle, 30 Jahre alt und lebe am schönen Bodensee. Auf meinem Blog ÜberSee-Mädchen.de zeige ich vor allem einfache Rezepte für leckeres Essen. Meine Kochkarriere begann mit der Sehnsucht nach Heimatküche wie Grießklöschensuppe oder schwäbischen Wurstspätzle. Seitdem habe ich viele Stunden in der Küche verbracht und allerlei Köstlichkeiten ausprobiert. Sieh dich ein wenig um und lass es dir schmecken.

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