Mega Kastanienkuchen mit Schoko. Mit Maronen kann man backen!

13. Oktober 2022

Zuletzt aktualisiert am 21.10.2022

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Maronen immer nur gekocht oder gebacken zu essen, ist langweilig. Schließlich kann man richtig leckeren Kastanienkuchen damit backen! Ohne die Initiative meiner Freundin Kerstin wäre ich erstmal nicht auf die Idee gekommen, mit Kastanien zu backen. Denn auch wenn Maronen im Herbst und Winter immer wieder beispielsweise bei Weihnachtsmärkten dazu einladen, den würzigen Kern unter der harten Schale zu entdecken, habe ich meist dankend abgelehnt. Irgendwie konnte ich Esskastanien wenig abgewinnen. Dabei bieten sie einen nussigen Geschmack und eine fast cremige Konsistenz. Doch dann probierte ich ein Stück Kastanienkuchen mit dicker Schokoladenglasur und war verzückt. Das schmeckt ja richtig gut!

Kastanienkuchen mit Schokoguss Rezept von ÜberSee-Mädchen Foodblog vom Bodensee

Zum Backen verwenden wir natürlich nicht die Kastanien, die man im Herbst zuhauf von den Bäumen im Park pflückt. Denn das sind in der Regel Rosskastanien – die schmecken dem ein oder anderen Tier und sollen ein super Öko-Waschmittel sein. Rosskastanien sorgen aber auch für Bauchschmerzen, deshalb greifen wir zu Maronen. Die werden auch Edelkastanien oder Esskastanien genannt. Diese Form der Kastanie ist weniger rund, außerdem hat die Schale viel mehr kleine Stacheln. Infos zu den Unterschieden findest du hier. Esskastanien kann man theoretisch selbst sammeln. Praktisch bekommt man sie aber auch roh oder als fertige Kastaniencreme im Supermarkt.

Kastanienkuchen backen: Maronen sind teuer, aber lecker

Während eines Wochenendes in Paris habe ich nicht nur meiner Freundin Kerstin, sondern auch mir eine Dose mit Kastanienpüree mitgenommen. Online ist die auch erhältlich*, aber sehr teuer. Beim Einkauf sollte man darauf achten, dass die Dose mit Kastaniencreme mehr Maronen als Zucker enthält – das ist bei diesem Produkt* beispielsweise nicht so.

Für meinen Kastanienkuchen haben mir noch 250 Gramm gefehlt, daher habe ich zusätzlich frische Esskastanien verwendet. Die gibt es im örtlichen Supermarkt – für 10 Euro pro Kilogramm. Esskastanien sind kein günstiges Vergnügen, aber ein leckeres.

So backst du mit Esskastanien: Erstmal kochen / backen

Frische Esskastanien oder Maronen müssen vor der Verwendung noch gekocht oder gebacken werden. Dafür einfach die Schale kreuzförmig einritzen – gerne beherzt, bis du an die Frucht herankommst. Der Einschnitt sollte circa 1,5 bis 2 Zentimeter lang sein. Dann entweder für 20 Minuten in leicht gesalzenem Wasser oder genauso lang bei 180 °C im Backofen garen. Danach hat sich die Schale etwas geöffnet. Anschließend abkühlen lassen und die Schale entfernen.

Einfaches Rezept für Kastanienkuchen mit Schokoguss

So ein leckerer Maronenkuchen mit viel Schokoguss ist ziemlich einfach gebacken: Erst Mürbeteig kneten und abkühlen lassen, dann die Kastanienmasse zusammen rühren. Wenn du dabei auf Kastanienpüree setzt, spart man sich sogar die Vorarbeit. Bei der Füllung sorgt geschlagenes Eiweiß dafür, dass sie schön fluffig wird. Am Ende bleiben dadurch außerdem weder Eiweiß noch Eiweiß übrig – so mag ich das am liebsten. Abschließend darf beides miteinander in eine Backform: Mürbeteig und die Kastanienmasse.

Das Rezept ist entweder für eine Springform mit einem Durchmesser von 26 Zentimetern gerechnet oder für eine Brownieform* mit 23 Zentimetern. In der Springform ist der Kuchen dann etwas weniger hoch.

Nach dem Backen darf noch ordentlich Schokolade drauf, denn die Kombination von Kastanien und dunkler Schokolade ist unschlagbar.

Kastanienkuchen mit viel Schoko und Mürbeteig

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Esskastanien und Maronen machen sich bestens in Kastanienkuchen. Genial leckeres Rezept mit Mürbeteig, saftiger Füllung aus Kastanienpüree und Schokoguss.

einfach
  • Vorbereitungszeit:
    30 Minuten
  • Ruhezeit:
    1 Stunden
  • Kochzeit:
    20 Minuten
  • Backzeit:
    1 Stunden 10 Minuten
  • Gesamtzeit:
    3 Stunden

Zutaten

23 x 23 cm Backform (eckig)
Mürbeteig
250 g Mehl
150 g Butter
100 g Puderzucker
2 Eigelb
Kastanienfüllung
750 g Esskastanie (frisch oder als Creme*, ich hatte 250 g frische und 500 g Creme)
200 g Butter
100 g Zucker
3 Eigelb
5 Eiweiß
2 TL Vanilleextrakt (selbstgemacht oder gekauft*)
1 TL Zimt
150 g dunkle Schokolade

Utensilien

Zubereitung

  1. Kastanien einritzen und für 20 Minuten in leicht gesalzenem Wasser kochen oder im 180 °C warmen Backofen backen. Dann abkühlen lassen und ohne Schale pürieren. Falls du Kastaniencreme verwendest, diese mit den frischen pürierten Kastanien vermischen.
  2. Für den Mürbeteig Mehl mit Butter, Puderzucker und Eigelben verkneten und für eine Stunde kalt stellen.
  3. Butter mit Zucker cremig rühren. Dann Eigelbe mit Vanille, Zimt und Kastanienmasse unterrühren. Eiweiße steif schlagen und vorsichtig unter die Kastanienmischung rühren.
  4. Backofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  5. Teig nochmal kurz kneten, dann rund ausrollen. Mürbeteig in die Backform geben (ohne Rand) und mit der Füllung bedecken.
  6. Für ca. eine Stunde backen, bei mir war die Masse nach 70 Minuten noch etwas beweglich und damit genau richtig. Der Kuchen wird nicht so hart wie beispielsweise ein Rührkuchen.
  7. Abkühlen lassen, dann mit Schokoguss garnieren. Dafür die Schokolade im Wasserbad* schmelzen und gleichmäßig über dem Kastanienkuchen verteilen. Kurz abkühlen lassen oder direkt genießen, siehe Notizen.

Notizen

Wenn du nur frische Kastanien verwendest, empfehle ich 200 Gramm Zucker. Ich habe die Menge reduziert, weil die Kastaniencreme schon gezuckert ist.
Tipp: Der Schokoguss wird im Kühlschrank schnell hart und ist dann schwer zu durchdringen. Am besten gibst du den Schokoguss wenige Stunden vor dem Servieren über den Kastanienkuchen und stellst ihn dann nicht mehr oder nur kurz kühl. Oder du schneidest den Kuchen noch mit warmem Schokoguss in Stücke, damit du ihn später besser servieren kannst.

Wie findest du das Rezept?

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Über mich

Hallo, ich bin Isabelle, 31 Jahre alt und lebe am schönen Bodensee. Auf meinem Blog ÜberSee-Mädchen.de zeige ich vor allem einfache Rezepte für leckeres Essen. Meine Kochkarriere begann mit der Sehnsucht nach Heimatküche wie Grießklöschensuppe oder schwäbischen Wurstspätzle. Seitdem habe ich viele Stunden in der Küche verbracht und allerlei Köstlichkeiten ausprobiert. Sieh dich ein wenig um und lass es dir schmecken.

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