Blutorangentarte mit Karamellkruste

26. Februar 2022
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Diese Tarte ist einfach der Wahnsinn, denn sie trumpft nicht nur mit einer lecker-samtigen Orangencreme, sondern auch mit einer Karamellkruste. Die haben wir uns bei einer Crème brûlée abgeguckt, denn schon da macht sie die Creme besonders. Und jetzt stell dir das leichte Knacken der Karamellkruste vor, wenn du eine Gabel von dieser Blutorangentarte nimmst. Mhm… Allerdings musst du dafür schnell sein, denn die Karamellkruste ist nur kurz so schön knackig. Am besten karamellisierst du den Zucker daher direkt vor dem Servieren – vor den Augen deiner staunenden Gäste. Die Blutorangentarte hat eine unschlagbare Kombination aus Frucht, Creme und Knusper zu bieten. Blutorangen machen die Tarte besonders lecker und sorgen für die tolle Farbe.

Blutorangentarte mit Karamellkruste Rezept von ÜberSee-Mädchen Foodblog vom Bodensee

Ich liebe den Saft dieser dunklen Orangen zum Frühstück, habe ihn aber auch schon für Muffins genutzt. Ähnlich ist es bei dieser Tarte: Eigentlich brauchst du nur Saft, kannst die Tarte also auch außerhalb der Saison machen. Blutorangen sind besonders von Dezember bis März erhältlich. Doch den Saft gibt es ohne saisonale Pause im Kühlregal. Du kannst die Blutorangentarte mit Karamellkruste natürlich auch als Orangentarte backen, das schmeckt ähnlich gut. Alles, was es braucht, sind ein einfacher Mürbeteig und eine fruchtige Creme. Und die Karamellkruste natürlich. Das Ergebnis ist super lecker, wie gleich mehrere Testesser bestätigten: „Solche Kuchen könntest du öfter machen“, meint das Goldstück. „Köstlich und oberlecker“, meint meine Kollegin. Deine Familie, Freunde und/oder Gäste werden sicher auch angetan sein.

Rezept für Blutorangentarte mit Karamellkruste

Eines muss man bei der Blutorangentarte wissen: Sie ist nicht gerade kalorienarm. Denn in der Creme wird ordentlich Butter versenkt und sorgt dafür, dass sie noch cremiger wird. So richtig geschmeidig und glänzend. Dabei hat die Mischung aus Orangensaft, Zucker und Eiern schon eine tolle Konsistenz, die an Lemon Curd oder Himbeer Curd erinnert. Die Zubereitung ist auch ähnlich. Und dann kommt die Butter dazu. Ich habe das Rezept aus einem, nein DEN, Patisserie-Buch* abgewandelt und nutze dafür schon weniger Butter als im Rezept angegeben. Außerdem finde ich den Mürbeteig, den ich bei der Apfeltarte verwendet habe, sehr lecker und einfach zu verarbeiten, deshalb nutze ich lieber das bewährte Rezept.

Für die Karamellkruste empfehle ich einen Flambierbrenner. So ein Ding ist überraschend einfach zu bedienen, da kann wenig schief gehen: Sobald die einzelnen Zuckerkristalle sich zu einer Kruste verbinden und bräunen, passt es. So ein kleiner Bunsenbrenner ist zum Beispiel bei einem Set für Crème brûlée dabei. Was ich noch nicht ausprobiert habe, was aber funktionieren könnte: Die Karamellkruste gelingt vermutlich auch im Backofen, wenn du die Tarte direkt unter den heißen Grill schiebst.

Tipp: Falls du der Tarte noch mehr Orangengeschmack verpassen magst, kannst du auch die Zesten von zwei unbehandelten Orangen in die Creme geben.

Blutorangentarte mit Karamellkruste

Mürber Teig, fruchtige Orangen-Creme und knackige Karamellkruste: Diese Blutorangentarte ist eine Wucht. Einfaches Rezept mit Wow-Effekt.

mittel
  • Vorbereitungszeit:
    25 Minuten
  • Ruhezeit:
    1 Stunden
  • Kochzeit:
    15 Minuten
  • Backzeit:
    20 Minuten
  • Gesamtzeit:
    2 Stunden

Zutaten

24 cm Springform
Mürbeteig
150 g Mehl
100 g weiche Butter
40 g Zucker
1 Eigelb
1 TL Vanilleextrakt (selbstgemacht oder gekauft*)
Blutorangencreme
230 ml Blutorangensaft (entspricht dem Saft von fünf Orangen)
150 g kalte Butter
75 g Zucker
3 Eier
2 Eigelb
25 g Stärke
50 g Rohrzucker zum Karamellisieren
1 Blutorange zum Dekorieren mit Orangenscheiben

Utensilien

Zubereitung

  1. Butter mit Zucker, Vanille und Eigelb verrühren. Mehl und eine Prise Salz hinzufügen und zu einem geschmeidigen, etwas klebrigen Teig verkneten. Abgedeckt für eine Stunde kalt stellen.
  2. Währenddessen die Orangencreme zubereiten. Dafür den Orangensaft aufkochen. Die restliche kalte Butter in Würfel schneiden. Zucker mit Eiern, Eigelben und Stärke verrühren. Sobald der Orangensaft zu köcheln beginnt, den Topf vom Herd nehmen und die Eier-Zucker-Masse unter ständigem Rühren dazu geben. Bei mittlerer Wärmezufuhr kochen, bis die Creme eindickt. Das dauert ungefähr drei Minuten. Für weitere zehn Sekunden köcheln lassen. Dann die Butterwürfel unterrühren, bis die Creme schön geschmeidig ist. In eine Schüssel füllen und im Kühlschrank abkühlen lassen.
  3. Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  4. Die Tarteform vorbereiten, dafür fetten und mit Backpapier auslegen. Den Teig rund ausrollen und in die Tarteform geben. Am Rand fest andrücken und überstehenden Teig abschneiden.
  5. Den Teig für 15 bis 20 Minuten backen – gerne mit Backpapier und Blindbackkugeln belegt.
  6. Creme aus dem Kühlschrank nehmen und mit einem Schneebesen gut durchrühren. Auf dem vorgebackenen Tarteboden verteilen und glatt streichen.
  7. Blutorangentarte für fünf Minuten ins Gefrierfach stellen. Dann können wir danach besser karamellisieren.
  8. Zucker auf der kalten Tarte verteilen und mit einem Flambierbrenner karamellisieren. Tarte mit Orangenscheiben dekorieren und servieren.

Notizen

Wenn du die Tarte später servieren möchtest, stellst du sie nach dem Backen einfach abgedeckt in den Kühlschrank und karamellisierst die Blutorangentarte direkt vor dem Servieren.

Wie findest du das Rezept?

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Nun hast du leckere Blutorangentarte mit Karamellkruste – und einige Eiweiß übrig. Damit könntest du Pavlova oder Friands backen, das ist auch sehr lecker. Auch diese Schoko-Muffins verwenden einiges Eiweiß. Es lässt sich aber auch gut einfrieren, falls du nicht direkt wieder backen möchtest.

Über mich

Hallo, ich bin Isabelle, 31 Jahre alt und lebe am schönen Bodensee. Auf meinem Blog ÜberSee-Mädchen.de zeige ich vor allem einfache Rezepte für leckeres Essen. Meine Kochkarriere begann mit der Sehnsucht nach Heimatküche wie Grießklöschensuppe oder schwäbischen Wurstspätzle. Seitdem habe ich viele Stunden in der Küche verbracht und allerlei Köstlichkeiten ausprobiert. Sieh dich ein wenig um und lass es dir schmecken.

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