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Ruhrpott erleben: 10 Tipps und Ziele im Ruhrgebiet

Das mit den Travel-Guides muss ich noch ein wenig üben, denn meist vergeht viel zu viel Zeit zwischen der eigentlichen Reise und einem Blogbeitrag dazu. Dabei durfte ich in den vergangenen Wochen und Monaten einige tolle Städte sehen! Zuletzt den Ruhrpott als eine Metropolregion, an der eine Stadt in die nächste übergeht. Der Ruhrpott ist vermutlich nicht das klassische Reiseziel, aber sicher eine Reise wert. Mich hat ein Familienfest dorthin geführt und ich war sehr angetan von den Menschen, der Mischung von Industrie(überbleibseln) und Naturgrün. Zehn Dinge sind mir im Ruhrpott besonders aufgefallen, zehn Dinge kann ich euch empfehlen. Und meine Reise ist erst vier Wochen her, das wird noch mit den Travel-Guides! Bisher habe ich Amsterdam, Montepulciano und Rom, Dublin, Berlin, Budapest und Venedig festgehalten.

Ruhrpott erleben - 10 Tipps für Urlaub in der Ruhrregion Metropole rund um Duisburg, Dortmund und Co Travel-Guide von ÜberSee-Mädchen Foodblog Bodensee Überlingen

1. Industriecharme schnuppern: Landschaftspark Duisburg-Nord

Wer sich im Vorfeld einer Reise in den Ruhrpott bei Pinterest und allgemein im Internet umsieht, erhält besonders einen Tipp: Einen Besuch im Landschaftspark Duisburg-Nord. Wir haben gleich unseren ersten Tag dort verbracht und es war die ideale Einstimmung auf das Ruhrgebiet: Viel Rost, viel alter Stahl, aber auch viel Grün. Und es gibt einen phänomenalen Ausblick aus etwa 70 Metern Höhe. Der Landschaftspark Duisburg-Nord ist eine riesige Parklandschaft rund um ein stillgelegtes Hüttenwerk, das Besuchern kostenlos für eine Erkundungstour offen steht. In der Umgebung gibt es außerdem ein Kletterangebot des Deutschen Alpenvereins, man kann tauchen und aktuell wird dort die welthöchste Sandburg gebaut.

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Doch bereits der Kern des Landschaftsparks lässt staunen. Anfangs kostet es ein wenig Überwindung, die durchsichtigen Gittertreppen zu erklimmen und immer höher zu steigen. Vorbei geht es an vielen alten Schläuchen und Öfen, die ein oder andere Hinweistafel erklärt grobe Zusammenhänge. Ein riesiger Lost Place, inzwischen geschmückt mit einigen Grafittis, Liebesschlössern und Co.

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2. Die Metropolregion erfahren

Einmal kurz nach Bochum, Oberhausen, Dortmund oder Wuppertal – im Ruhrpott liegen so viele Orte, von denen man schon einmal gehört hat, direkt nebeneinander. Kein Wunder, dass es mit rund 5,1 Millionen Einwohnern der größte Ballungsraum Deutschlands ist.

3. Ins Museum gehen

Bei Museen im Ruhrpott reizen mich nicht die Monets dieser Welt, sondern Einblicke in die einzigartige Geschichte der Region, die stark mit der Industrie verknüpft ist. Als Kind stand ich einmal an einem riesigen Loch im Ruhrpott, das durch Braunkohle-Abbau entstanden ist, und es hat mich tief beeindruckt. Fragt mich nicht, wann und vor allem wo das war, doch ich war klein und das Abbaugebiet sehr groß. Bei unserer aktuellen Reise habe ich besonders die Spuren der Stahlproduktion gesehen, sowohl im Landschaftspark Duisburg-Nord als auch in Hattingen.

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In Hattingen haben wir gewohnt und haben uns das Industriemuseum Henrichshütte angesehen. 12.000 Menschen haben hier einmal gearbeitet. Heute ist das Werk geschlossen, das einstige Betriebsgelände teilweise renaturiert. Eine Stadt hat sich gewandelt und das Museum zeigt diese Entwicklung, die sich im gesamten Ruhrpott vollzogen hat. Während Duisburg-Nord tatsächlich ein großer Park ist und Besucher sich dort selbst überlassen sind, gibt es in Hattingen ebenso alte Öfen und Labore, allerdings sind die mit ein paar mehr Informationstafeln versehen. Außerdem erhält man in Hattingen auch Einblicke etwa in das Labor oder Umkleiden der einstigen Mitarbeiter, dafür kostet es wenige Euro Eintritt.

4. Wunder der Natur ansehen und den Ausblick genießen

Bis Ende November gibt es im Gasometer Oberhausen noch „Wunder der Natur“ zu sehen und ich habe selten so beeindruckende Bilder betrachtet. Auf die wenigen ausgestopften oder konservierten Tiere kann ich verzichten, doch diese Bilder! Photographen auf der ganzen Welt haben sich zusammen getan, um das Leben von Tieren und Pflanzen zu dokumentieren – von der Biene, die mit Blütenstaub behangen ist, bis zu Schimpansen in beinahe herzlicher Umarmung. Auch die Geburt wird gezeigt: Ein Video zeigt die Entwicklungsphase eines menschlichen Embryos und einige Bilder zeigen etwa, wie ein Fohlen im Mutterleib aussieht. Beinahe alle Motive würde ich mir als Postkarte aufhängen (schade, dass es kaum welche zu kaufen gab!), ein Besuch ist mehr als lohnenswert. Die Ausstellung erstreckt sich kreisförmig über zwei Etagen, in der dritten Etage veranschaulicht eine riesige Weltkugel die Entwicklung unseres Planeten.

Ruhrpott erleben - 10 Tipps für Urlaub in der Ruhrregion Metropole rund um Duisburg, Dortmund und Co Travel-Guide von ÜberSee-Mädchen Foodblog Bodensee ÜberlingenUnd einmal in den Aufzug gestiegen, bietet sich vom obersten Bereich des Gasometers ein toller Ausblick in die Umgebung. Hinweisschilder zeigen dabei, welche prägenden Firmen, Anlagen etc. sich in welcher Himmelsrichtung befinden. Der Landschaftspark Duisburg-Nord ist beispielsweise auch ein Punkt auf diesen Schildern.

5. Shoppen: Der Ruhrpott ist ein Einkaufsparadies

Wer hätte gedacht, dass es sich im Ruhrpott so gut einkaufen lässt? Wir hatten zwar eine Einkaufstour geplant, waren dann aber an drei Tagen in Einkaufszentren unterwegs und ganz platt von dem großen Angebot. Wir waren im Centro Oberhausen und im Ruhrpark Bochum. Dort sind natürlich viele Ketten vertreten, es gibt aber auch einige Glanzpunkte. Ich habe beispielsweise noch nie einen Maison du Monde-Laden gesehen und hätte dort sehr, sehr viel Geld lassen können (Bochum) und im Centro gibt es fast alles einschließlich einiger guter Schuhläden. Meine olivgrünen Sneaker, die ich auf meinem Einkaufszettel hatte, habe ich leider immer noch nicht gefunden – gibt es für Frauen überhaupt hübsche olivfarbene Schuhe?

6. In die Randgebiete fahren

Der Ruhrpott ist nicht nur Metropolregion, sondern auch überraschend grün und teils sogar ländlich. Das zeigt sich mit einer Ausfahrt in die Randgebiete. Unser Aufenthaltsort Hattingen beispielsweise hat viele Ortsteile, von denen manche bereits ziemlich außerhalb inmitten von Pferdekoppeln liegen. Bei dortigen Restaurants lässt es sich meist besonders gut essen und die Preise sind sehr human.

7. Currywurst essen

Apropos Essen: Kein Ruhrpott-Besuch ohne Currywurst, das habe ich rasch gelernt. Ich bereue ein wenig, in der sogenannten Pommes-Kurve in Hattingen keine Currywurst gegessen zu haben, denn die sah großartig aus und die Portion war mehr als üppig. Doch egal wo man hingeht, häufig gibt es Currywurst. Auch allgemein hat der Ruhrpott kulinarisch viel zu bieten, wir waren ausnahmslos gut essen. Im Vergleich zu den Preisen am Bodensee kommt man im Ruhrpott meist ein wenig günstiger weg.

8. Mit den Menschen reden

Ich habe selten erlebt, dass Menschen so gesprächig sind. Es heißt, dass du im Ruhrpott nicht alleine in eine Kneipe gehen und dort dann alleine bleiben kannst, weil die Menschen dort so gesellig sind. Und das kann ich mir gut vorstellen!

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9. Einen Abstecher nach Hattingen machen

Vielleicht ist es schon ein wenig rübergekommen: Hattingen ist echt schön. Überraschend schön. Das zeigt sich besonders in der mittelalterlichen Innenstadt, die auf den ersten Blick nichts mit einer alten Hüttenstadt gemein hat. Hier ist es nicht dreckig und grau, hier ist es mittelalterlich mit vielen belebten Außenbereichen und Blumen an den Fenstern.

10. Weitere Ideen: Musical, Tiger&Turtle, Innenstädte, Zoo, Fußball

Eine Woche hat bei Weitem nicht gereicht, um den gesamten Ruhrpott kennen zu lernen. Und so habe ich noch einige Dinge auf meiner Liste für die nächste Reise.

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Wer mag, kann in Oberhausen wechselnde Stücke im Musical betrachten, wirklich traditionell ist aber das Musical „Starlight Express“ in Bochum. Ich habe es einmal als Kind gesehen und fand es toll, ist sicher auch heute einen Besuch wert. Auf jeden Fall sehen möchte ich beim nächsten Mal „Tiger and Turtle“. Das ist eine Großskulptur in Duisburg, die aussieht wie ein Treppen-Looping. Innenstädte sind bei dieser Reise ein wenig kurz gekommen, Essen gilt ja beispielsweise als grüne Hauptstadt und auch Bochum oder Dortmund sollen sehenswert sein.

Was wir gesehen haben, sind der Zoo in Gelsenkirchen und das Dortmund-Stadion. Zoos sind ja zurecht umstritten, in diesem sind die Bereiche nach Kontinenten (Asien, Afrika, Antarktis) gegliedert und die Lebensräume der Tiere sind ein wenig größer und vielleicht realitätsnaher als sonst. Und Fußball darf natürlich nicht fehlen bei einem Besuch im Ruhrpott, denn der Sport hat dort eine große Tradition. Hätte ich mir vermutlich nicht angesehen, wenn mein Liebster kein Fan wäre, doch die Geschichte ist schon faszinierend. Habt ihr gewusst, dass man fast ein Leben lang auf eine Dauerkarte warten muss? Und dass es Psychospielchen wie eine 13. Stufe für die Gastmannschaft gibt?

Einige Reiseideen mehr für den Ruhrpott habe ich übrigens bei meinem Pinterest-Board Wanderlust gesammelt.

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