Winterlicher Rotkohl-Auflauf mit Kartoffelknödeln

22. Dezember 2014

Was ist winterlicher als Rotkohl und Knödel und dann auch noch in Kombination? Eben, kaum etwas. Ich liebe Rotkohl, ob als Beilage oder als Star eines Gerichts wie bei diesem Auflauf. Auflauf ist auch so etwas Winterliches, denn gerade bei kalten Temperaturen verheißen sie Gemütlichkeit und Wärme. Ein Wohlfühl-Essen, das dann doch viel zu selten auf den Teller kommt. Bis jetzt, denn nachdem Ina mich zu ihrem Blogevent Auflauf & Co eingeladen hat (mehr Infos [hier]), bin ich auf viele vielversprechende Rezepte gestoßen. Ob süß oder herzhaft, zu jeder Zutat gibt es scheinbar einen leckeren Auflauf. Die nächsten sind also schon geplant. Doch erstmal zeige ich meinen liebsten Auflauf im Winter: Rotkohl-Auflauf mit Kartoffelknödeln, knusprigen Wurstscheiben und Knusper-Bröseln.

Rotkohl-Auflauf mit Knödeln Rezept mit Knusper von ÜberSee-Mädchen Foodblog vom Bodensee

Das Rezept ist eine doppelte Premiere: Ich habe das erste Mal selbst frischen Rotkohl zubereitet und bin dafür erstmals extra zu meiner Mum gefahren. Denn ein Auflauf muss in den Ofen und meiner war kaputt. Der Aufwand hat sich aber gelohnt, denn diesen Rotkohl-Auflauf mit Knödeln & Wurst gibt es jetzt öfter.

Natürlich kann man die Kartoffelknödel auch selbst machen, gerade wenn man den Auflauf beispielsweise zu Weihnachten auftischen möchte und er etwas Besonderes sein soll. Für mich war der frische Rotkohl an diesem Tag die Haupt-Herausforderung, beim nächsten Mal kommen dann selbstgemachte Kartoffelknödel. Ein Rezept für Kartoffelknödel habe ich zwischenzeitlich auch parat. Die gekauften waren aber auch lecker und ließen sich mindestens so gut zu Mini-Knödeln formen wie selbstgemachte.

Rotkohl & Knödel mal anders: Rezept für Rotkohl-Auflauf

Entgegen meiner sonstigen Rezepte ist dieses nicht in einer halben Stunde zubereitet, viel aufwändiger ist es allerdings nicht. Denn ist der Rotkohl erst kleingeschnitten und mit den in Butterschmalz glasig gedünsteten Zwiebelwürfeln in einem Topf, dann ist die meiste Arbeit getan.

Das Rezept lässt sich übrigens ganz leicht vegetarisch zubereiten: Einfach die Wurst weglassen.

Für die Zeit und Mühe belohnt euch dieser winterliche Rotkohl-Auflauf, der vier Personen satt und, noch viel wichtiger, ein wenig glücklich macht. Mein Beitrag zu Inas Auflauf-Aktion und zugleich meine erste Teilnahme an einem solchen Blogevent – ich mag die Idee sehr. Und der nächste Auflauf kommt bestimmt, ich bin definitiv angefixt von diesem Wohlfühl-Essen.

Rotkohl-Auflauf mit Knödeln & Knusper

Winterlicher als Rotkohl & Knödel? Geht kaum. Das ÜberSee-Mädchen bringt sie vor Weihnachten zusammen: Rotkohl-Auflauf mit Kartoffelknödeln. Ein einfaches Rezept mit wenigen Handgriffen.

einfach

  • Vorbereitungszeit:
    20 Minuten
  • Kochzeit:
    45 Minuten
  • Backzeit:
    10 Minuten
  • Gesamtzeit:
    1 Stunden 15 Minuten

Zutaten

4 Portionen
0.5Kopf Rotkohl
250 mlApfelsaft
125 mlRotwein
1Zwiebel
1Packung frischer Kartoffelknödel-Teig (keine Tüte, ca. 600g)
100 gMettwurst
etwas Butter und Butterschmalz
1Toastbrot
1handvoll Walnüsse
1Lorbeerblatt
3Stiele Blatt-Petersilie
2 EL Balsamico-Essig
1 TLPiment
1 TLBrühpulver und etwas Salz, Pfeffer, Muskat

Zubereitung

  1. Rotkohl vierteln und klein schneiden. Zwiebel schälen und würfeln.
  2. Butterschmalz in einem größeren Topf erwärmen, Zwiebelwürfel darin andünsten. Nach wenigen Minuten mit Wein und Apfelsaft ablöschen.
  3. Salzen, pfeffern und etwas zerstoßenen Piment sowie das Lorbeerblatt hinzugeben. Für 45 Minuten köcheln lassen, damit der Rotkohl etwas weich wird.
  4. Toastbrot zerkrümeln und mit gehackten Walnüssen in einer Pfanne mit etwas Butter anschwenken. Petersilie waschen, klein schneiden und dazu geben, fertig sind die Knusper-Brösel.
  5. Ofen auf 175 Grad Umluft vorzuheizen.
  6. Knödelteig zu kleinen Kartoffelknödel formen und in einem größeren Topf mit siedendem Wasser für sieben Minuten gar ziehen lassen.
  7. Wurst in Streifen schneiden.
  8. Nach 45 Minuten ist der Rotkohl geschmeidig-weich. Mit Muskat, Brühpulver und Balsamico-Essig verfeinern.
  9. Rotkohl nun in die Auflaufform füllen und Wurst sowie Mini-Knödel daraufgeben. Mit den Knusper-Bröseln obenauf muss der Auflauf für zehn Minuten in den Backofen. Anschließend genießen.

Notizen

Vegetarier können die Wurst einfach weglassen, schmeckt dann ähnlich gut.


Wie findest du das Rezept?

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Das Ursprungs-Rezept für Rotkohl-Knödel-Wurst-Auflauf mit Knusper-Bröseln habe ich von [hier]. Wir haben dem Rotkohl-Auflauf allerdings deutlich mehr Geschmack gegönnt, nur mit Salz, Pfeffer und Piment wäre er etwas fad.

Über mich

Hallo, ich bin Isabelle, 30 Jahre alt und lebe am schönen Bodensee. Auf meinem Blog ÜberSee-Mädchen.de zeige ich vor allem einfache Rezepte für leckeres Essen. Meine Kochkarriere begann mit der Sehnsucht nach Heimatküche wie Grießklöschensuppe oder schwäbischen Wurstspätzle. Seitdem habe ich viele Stunden in der Küche verbracht und allerlei Köstlichkeiten ausprobiert. Sieh dich ein wenig um und lass es dir schmecken.

14 Kommentare

  1. Wow, der sieht aber sehr lecker aus. Leider ist die Weihnachtszeit jetzt schon vorüber, ich bin mir aber sicher, dass ich in Zukunft noch weitere tolle und vor allem leckere Inspirationen auf Deinem schönen Blog finde.
    Hier schaue ich bestimmt öfter vorbei.
    Ganz lieben Gruß Ina

  2. Hmmm… das sieht richtig richtig lecker aus! Und es klingt schon ziemlich aufwändiger als das, was ich normal bei mir koche und es dann Auflauf nenne. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass das bei besonderen Anlässen wie Weihnachten gut ankommt, alleine schon die Farbkombination Lilablau, gelb und rot. Lecker für das Auge!

    Liebst,
    Mira

  3. Also von einem Rotkohl-Auflauf habe ich noch nie was gehört, werde ihn aber sicher mal ausprobieren da ich ein Rotkohl Fan bin ;)

    LG
    Ela von Schattenglanz

  4. Selbst gemachter Rotkohl ist grandios! Ich habe dieses Jahr zum ersten Mal Rotkohl so richtig selbst gemacht, meiner durfte 24h in einer Gewürz-Rotwein-Portwein-Marinade baden und wurde erst dann gekocht. Und ich habe gaaaanz viel Lob bekommen, der war aber auch um Welten besser als der Rotkohl aus dem Glas!

    Nur mit den Klößen hadere ich noch. Das habe ich vor Jahren einmal probiert und bin grandios gescheitert. Die lösten sich im Wasser einfach auf. Seit dem gibt es nur noch Fertigklöße. Aber man Ego ist gekränkt! Irgendwann werde ich die auch noch besiegen :-)

    1. Das klingt aber auch unheimlich lecker, wow! Mein Rotkohl war beim ersten Versuch auch etwas zu grob geschnitten, das wird beim nächsten Mal verbessert. Meine Klöße sind ja auch nicht selbstgemacht, das möchte ich aber noch probieren. Dass gerade Kartoffelknödel aber nicht ganz einfach sind, ist ja leider bekannt -.- Meine Mama macht beispielsweise nur Semmelknödel, die passen dazu aber nicht sooo gut. Lieben Gruß und wenn du das perfekte Knödel-Rezept hast, immer her damit ;)

  5. Meine Oma macht auch immer Rotkohl, aber ich muss gestehen, dass ich ihn noch nie probiert habe :D
    Muss ich mal ändern, vor allem weil das hier bei dir so lecker aussieht :)

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