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Food: Scones mit Lemon Curd

Speisen wie Gott in Frankreich? Ja gerne, doch was ist mit England? Dank eines neuen Kochbuchs bin ich auf den Geschmack englischer Küche gekommen – und bin begeistert! Doch zählen die Rezepte überhaupt als englisch, nur weil sie im englischen Königshaus auf den Tisch kamen? Für den Kontext: Heute geht es um die kulinarischen Memoiren von Carolyn Robbs, das Kochbuch „Königlich & Köstlich„. Und das ist nicht ausschließlich englisch, da Robbs auch internationale Köstlichkeiten festgehalten hat. Dennoch geht es irgendwie wohl kaum englischer, schließlich aß schon die Queen die Scones, den Lemon Curd und womöglich auch die Kombination. Ich übertreibe übrigens nicht, wenn ich von Köstlichkeiten schreibe, denn einige Rezepte sind sehr vielversprechend.

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Doch erst einmal zu Scones mit Lemon Curd. Scones sind mir online schon häufig begegnet (erst letztens [hier] in einer herzhaften Version) und offline waren sie besonders in Irland nicht wegzudenken. Und so lecker! Fluffig, ein wenig süß und mit Butter und Marmelade genau richtig. Das sind sie definitiv auch im Winter, besonders mit erfrischendem, fruchtig-saurem Lemon Curd.

Lemon Curd war mir absolut neu – schade eigentlich, denn es ist großartig. Weich, fruchtig-sauer und doch süß. Ich kann es mir gut zu sämtlichem Gebäck vorstellen, in Biskuitrolle, mit Cupcakes oder … mit Scones. Der Gedanke lag nahe, zumal beide Rezepte im Kochbuch enthalten sind. Und dazu noch nicht besonders aufwendig – nach etwa 30 bis 45 Minuten stehen Scones und Lemon Curd gemeinsam auf dem Frühstückstisch.

 

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Damit Scones und Lemon Curd etwa zeitgleich auf dem Frühstücks- oder auch Kaffeetisch stehen, habe ich erst den Ofen für die Scones auf 220 Grad vorgeheizt und dann mit dem Lemon Curd begonnen. Denn das muss ein wenig einkochen, damit es dickflüssig wird.

Die Zutaten für das Lemon Curd

Zwei Eier, 200g Zucker, 140g Butter sowie Schale und der Saft von zwei Bio-Zitronen. Ihr braucht außerdem ein sterilisiertes Einmachglas mit Deckel, ich habe ein Weck-Glas verwendet und vor dem Füllen mit etwas Salz und heißem Wasser ausgekocht.

Die Eier verquirlen und die restlichen Zutaten dazugeben, nochmal gut verrühren. Die Mischung in einen Topf geben und über dem Wasserbad erhitzen – es gibt spezielle Wasserbadtöpfe, es reicht aber auch ein kleiner Topf, den ihr über einem größeren Topf mit sprudelndem Wasser fixieren könnt. Nur zu heiß darf das Wasser nicht sein, sonst gerinnt das Ei. Das Lemon Curd entsteht jetzt fast allein: 15 bis 20 Minuten einkochen lassen und dabei ab&zu umrühren, bis die Masse dicklich wird. Anschließend in das sterilisierte Glas abfüllen. In der Zwischenzeit könnt ihr die Scones backen.

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Die Zutaten für die Scones

225g Mehl, 30g Rohrzucker, 50g Butter, 125 Milliliter Buttermilch, zwei Esslöffel Milch, 1,5 TL Backpulver, etwas Salz, etwas Vanille und die Schale einer Orangenschale. Außerdem ein halbes Ei.

Gleich zu Beginn: Das mit dem halben Ei ist natürlich schwierig, ich habe die ursprüngliche Menge der Zutaten halbiert und einen Teil des verquierlten Eis für das Rührei verwendet. Ihr könnt die Menge entweder einfach wieder verdoppeln oder das halbe Ei wie ich für etwas anderes nehmen.

Jetzt aber zum Rezept für etwa zehn Scones. Mehl, Salz, Zucker und Backpulver vermischen und die Butter stückenweise einarbeiten, bis die Masse krümelig wird. In einer anderen Schüssel die Buttermilch, Milch, das Ei und die Vanille mischen. Ich habe eine Vanilleschote verwendet, Vanilleextrakt geht aber auch. Nun in die Mitte der trockenen Zutaten eine Mulde formen und die flüssigen Mischugn nach und nach einarbeiten. Der Teig sollte nicht zu klebrig oder zu trocken sein, ich habe noch etwas mehr Mehl dazu gegeben.

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Den Teig zu einer Kugel formen und nur wenig kneten, damit er keine Risse bekommt – ich gebe zu, daran bin ich im ersten Versuch gescheitert und geschmeckt hat es trotzdem. Den Teig etwa zwei Zentimeter dick ausrollen und Kreise ausschneiden, entweder mit einem Messer, einer Plätzchenform oder dem Rand eines Glases. Die Teigkreise für zehn bis zwölf Minuten im Ofen backen, bis sie goldgelb aufgegangen sind und nach Scones aussehen. Seht am besten regelmäßig nach ihnen.

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Und schon habt ihr Scones mit Lemon Curd! Das Tolle an dem Kochbuch „Königlich & Köstlich„: die Autorin Carolyn Robb gibt Tipps, wie die Rezepte abgewandelt werden können. Die Scones werden mit 30g Cheddar und Schnittlauch statt Vanille, Orange und Zucker beispielsweise herzhaft und das Lemon Curd wird mit derselben Menge Schlagsahne zur Füllung für Törtchen oder mit Orangen zum Orange Curd. Ich werde mein restliches Lemon Curd vermutlich beim Plätzchenbacken aufbrauchen, zu lange möchte ich es wegen dem Ei sicherheitshalber nicht im Kühlschrank aufbewahren.

Kennt ihr Lemon Curd? Yay oder nay?

Mein Dank gilt dem Callwey Verlag für das Rezensionsexemplar, 
das mir kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt wurde.

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14 Kommentare

  • Antworten
    Markus
    4. Dezember 2014 um 10:46

    Die Dinger zu backen ist nocht so meins, aber die zu Essen?! WOW, es gibt wenig genialeres als Scones mit lemoncurd!! Jetzt muss ich meine Frau überreden Scones bald mal wieder zu zaubern ;-)
    VG
    Markus

  • Antworten
    Flo Eyeliner
    14. Dezember 2014 um 10:44

    Das sieht echt lecker aus!

  • Antworten
    Isabell
    14. Dezember 2014 um 12:48

    Das sieht ja wunderbar aus, genau wie deine fantastischen Fotos! :)

  • Antworten
    Birgitt
    15. Februar 2017 um 11:04

    Du schreibst bei den Scones in der Zubereitung was von Backpulver. Das ist aber leider in der Zutatenliste nicht angegeben! Wieviel Backpulver braucht man?

    • Antworten
      Isabelle Arndt
      16. Februar 2017 um 09:24

      Hallo Birgit, oh stimmt, ich habe es gleich ergänzt: Du brauchst 1,5 TL Backpulver, damit die Scones gelingen :) Viel Freude beim Nachbacken und viele Grüße, Isabelle

  • Antworten
    Lemoncurd-Creme mit Nektarinen - ÜberSee-Mädchen
    7. September 2017 um 21:17

    This Article was mentioned on uebersee-maedchen.de

  • Antworten
    Diana
    21. September 2017 um 09:07

    Lemon curd – yey! Ich habe ein paar Rezepte ausprobiert bis ich mein Favorit gefunden habe. Ist halt sehr Ei-lastig aber das war das Einzige das bei mir geklappt hat. Deins gefällt mir weil es weniger Eier enthält.
    LG, Diana

    • Antworten
      Isabelle
      25. September 2017 um 20:52

      Oh das freut mich, ich mag es auch sehr. Und wenn es auch im englischen Königshaus so gegessen wird, dürfte es nicht so verkehrt sein ;) Liebe Grüße!

  • Antworten
    Eierlikör ganz einfach selbstgemacht | ÜberSee-Mädchen
    5. August 2018 um 11:15

    Diese/r Article wurde auf uebersee-maedchen.de erwähnt

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