Schwäbische Wurstspätzle mit Wurst im Teig

29. März 2015

Wann immer ich zuhause bin und mir ein Gericht wünschen darf, dann gibt es Wurstspätzle. Das ist für mich ein Klassiker aus Kindertagen, den ich immer essen könnte – ein absolutes Lieblingsessen. Außerhalb Schwabens kennen wohl wenige diese Variante vom schwäbischen Nudelklassiker. Dabei kommen gerauchte Wurst und Petersilie in den Teig, wodurch die Spätzle nicht nur mega lecker und von der Beilage zum Hauptgericht werden. Dazu braucht es dann nur noch einige (viele) geschmelzte Zwiebeln obenauf und einen grünen Salat nebendran und ich bin glücklich. Denn auch wenn ich den Dialekt leider nicht beherrsche: Ich mag meine schwäbischen Wurzeln. Und im Schwabenland lässt es sich bekanntermaßen richtig gut schlemmen, auch wenn ich Wurstspätzle noch auf keiner Speisekarte entdeckt habe. Vielleicht ist das wirklich ein familiärer Geheimtipp? Meine Mama hat mir jedenfalls das Rezept dafür verraten und ich darf es weitergeben. Denn die Welt braucht eindeutig mehr Wurstspätzle.

Rezept für einfache schwäbische Wurstspätzle von ÜberSee-Mädchen Foodblog vom Bodensee

Profis schaben die Spätzle natürlich selbst, meiner Mama geht das zum Beispiel ganz einfach von der Hand. Ich bin da leider noch nicht so erprobt, auch wenn ich natürlich ein Spätzlebrett mit Spätzleschaber* in meiner Küche habe. Hin und wieder schabe ich meine Spätzle auch selbst, ob diese Wurstspätzle oder auch die normale Version. Spätzle gibt es schließlich zu vielen Gelegenheiten, etwa klassisch Linsen mit Spätzle oder auch Bohnen mit Spätzle. Es gibt auch Spätzlehobel*, die das Zubereiten ein wenig einfacher machen, doch ich mache meine Spätzle meist mit einer Spätzlepresse.

Schwäbische Wurstspätzle machen Spätzle mit Wurst und Petersilie im Teig zum Hauptgericht

Unser Familienrezept für Wurstspätzle, ob geschabt oder gepresst

Anfangs habe ich mir die Aluguss-Version* meiner Mama geliehen. Das ging allerdings nur einmal gut, denn dann habe ich sie in die Spülmaschine gesteckt und damit versaut. Seitdem muss eine Edelstahl-Spätzlepresse* herhalten, damit gelingen die Wurstspätzle auch. Wichtig ist nur, dass die Wurst ein wenig kleiner geschnitten wird. Sonst passt sie nämlich nicht durch die Löcher.

Nach etwa 40 Minuten habt ihr ein geniales Hauptgericht für drei bis vier Personen. Die Spätzle sind schön saftig und durch die Kombination von Teig, Wurst und Petersilie richtig lecker. Die Zwiebeln geben einen schönen Extra-Geschmack, selbst für eigentliche Zwiebelverachter, und etwas Crunch, wenn ihr sie länger in der Pfanne lasst. Dazu noch ein knackiger, grüner Salat… Soulfood im klassischen Sinne, das auch Nicht-Schwaben schmecken dürfte. Ja, schmecken müsste! Wer kann schon die Wurstspätzle meiner Mutter verschmähen?

Schwäbische Wurstspätzle wie bei Mama

Wurstspätzle sind schwäbisches Soulfood: Schnell gemacht, sehr günstig und unschlagbar lecker. Dazu braucht es nur noch geschmelzte Zwiebeln und einen frischen Salat. Spätzle mal anders mit Wurst im Teig nach einem Familienrezept!


  • Vorbereitungszeit:
    20 Minuten
  • Kochzeit:
    20 Minuten
  • Gesamtzeit:
    40 Minuten

Zutaten

4 Portionen
300 gMehl
4Eier
etwas Mineralwasser
1Prise Salz
200 ggerauchte Wurst
1Bund Petersilie
4Zwiebeln
etwas Butter

Zubereitung

  1. Mehl mit Eiern, etwas Salz und etwa vier Esslöffeln Mineralwasser zu einem glatten, schweren Teig verarbeiten. Angaben nach Gefühl sind normalerweise überhaupt nicht mein Fall, doch bei dem Mineralwasser ist es genau so: Der Teig darf nicht zu flüssig sein, daher am besten sparsam dazugeben.
  2. Wasser aufsetzen, denn die Spätzle müssen später in kochendes Salzwasser gedrückt werden.
  3. Die gerauchte Wurst in kleine Würfel schneiden. Die Petersilie klein schneiden und mit der Wurst zum Spätzleteig geben. 
  4. Auch die Zwiebeln würfeln, die kommen aber direkt in die Pfanne und werden mit Butter angedünstet. Immer wieder umrühren, bis sie schön braun werden.
  5. Den Teig in die Spätzlepresse* füllen und nach und nach in das kochende Salzwasser drücken. Aber nicht übertreiben, wir haben zwei Portionen durchgedrückt und die Spätzle dann gar ziehen lassen. Wurstspätzle dann abschöpfen und warm halten – am besten in einem extra Topf mit Deckel.
  6. Wurstspätzle mit den geschmelzten Zwiebeln anrichten. Eine Sauce braucht es nicht, weil die Spätzle mit ihrer Füllung schon schön saftig sind.

Notizen

Zu viele Spätzle im Wasser ergeben einen undefinierbaren Preis, deshalb lieber Stück für Stück pressen. Je höher du die die Spätzlepresse hältst, desto länger werden die Spätzle. Ohne Abstand ins Wasser gepresst, werden es eher Knöpfle. Zum Warmhalten am besten nicht offen in den Ofen stellen, weil sonst die Flüssigkeit verdampft und die Wurstspätzle trocken werden.


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Rezept für einfache schwäbische Wurstspätzle von ÜberSee-Mädchen Foodblog vom Bodensee
Über mich

Hallo, ich bin Isabelle, 30 Jahre alt und lebe am schönen Bodensee. Auf meinem Blog ÜberSee-Mädchen.de zeige ich vor allem einfache Rezepte für leckeres Essen. Meine Kochkarriere begann mit der Sehnsucht nach Heimatküche wie Grießklöschensuppe oder schwäbischen Wurstspätzle. Seitdem habe ich viele Stunden in der Küche verbracht und allerlei Köstlichkeiten ausprobiert. Sieh dich ein wenig um und lass es dir schmecken.

7 Kommentare

  1. Wieder sehr schöne Links! :-) Wegen der oft zweifelhaften Berichterstattungen der Medien zu dem Absturz, dürfte dich vielleicht das hier interessieren, auch die Links unter dem Video sind sehr interessant!
    Lg Ronja

    1. Hallo Lea, das ist ja gerade das gute an den Wurstspätzle, dass man fast nichts dafür braucht :) Aber klar, ohne Wurst oder Petersilie ist doof. Mehl, Eier und Zwiebeln habe ich wenigstens immer da :D Lieben Gruß

  2. Hey! Wurstspätzle, na das hört sich ja auch interessant an! Ich war letztens erst eine Woche in Südtirol, in einem Wellnesshotel Meran da hab ich mich natürlich mit Käsespätzle voll gegessen ^^…aber vielleicht probier ich das Rezept hier auch mal aus :)…Danke für die Anregung! LG, Lena

  3. Ahhhh ich bin sogar zwei mal dabei! :D Daaaankeschön! Ich liebe deine Wochenrückblicke ja so sehr :)
    Und was ich unbedingt noch loswerden muss, aber ich immer zu faul bin es am iPad oder am Handy zu schreiben: dein Foodstyling ist sooo schön! Ich kenn deine Fotos ja schon seit du angefangen hast zu bloggen und deine Entwicklung ist echt großartig! Bin total begeistert! :)

    Ganz liebe Grüße,
    Julia :)

    1. Danke Julia, vielen vielen Dank. Ich gebe mir alle Mühe mit den Bildern und seit ich meine Bachelorarbeit über Foodphotographie geschrieben habe, fallen mir natürlich einige Dinge mehr ins Auge als zuvor. Ganz lieben Gruß <3

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