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Tante Mathildas Kirschkuchen | Aufgetischt

Einmal Tante Mathildas Kirschkuchen kosten. Das wollte ich schon immer. So oft saß ich gedanklich mit den drei Detektiven, bekannt als Die Drei Fragezeichen, am Tisch, wenn sie diesen Kirschkuchen verschlungen haben – ob vor oder nach dem Lösen eines Falls. Kennst du die ??? alias Justus Jonas, Peter Shaw und Bob Andrews? Mich begleiten die Geschichten der drei Jungs bereits seit Kindertagen – in der Grundschule las ich in den Sommerferien ein Buch pro Tag, später wurden die Hörspiele zum festen Bestandteils meines Zubettgehens. Bei inzwischen über 200 Fällen gibt es immer ein neues Detail zu hören, das man in der Zwischenzeit schon wieder vergessen hat. Was das mit dem heutigen Beitrag zu tun hat? Der erste Detektiv Justus Jonas wohnt bei seiner Tante Mathilda und die versorgt die drei Jungs nicht nur mit Aufgaben, sondern auch mit Kirschkuchen. Das Originalrezept gab es mal in einem ???-Adventskalender, ich habe es nun endlich nachgebacken.

Tante Mathildas Kirschkuchen wie bei den drei Fragezeichen Rezept von ÜberSee-Mädchen Foodblog vom Bodensee

Damit gelingt (hoffentlich) ein ganz besonderer Auftakt einer neuen Bloggerreihe, an der ich sehr gerne mitmache: Aufgetischt – 1 Zutat, 5 Rezepte. Mit Elena, Juli, Caro und Ines versorge ich euch künftig jeden Monat mit ganz viel leckerer Inspiration. Heute soll es zum Auftakt um Kirschen gehen – und es liegt nahe, die in einen Kuchen zu packen oder? Bislang gab es hier auf dem Blog nur Kirschplotzer, das ist ein badischer Kirschkuchen mit Brot und Vanillesauce, rote Grütze und Schoko-Kirsch-Pavlova mit den roten Früchtchen. Wobei ich dafür auch mal, saisonbedingt, auch auf Schattenmorellen aus dem Glas zurückgegriffen habe. Doch jetzt gibt es pünktlich zum Juli die ersten Sauerkirschen und wider Erwarten waren die ersten Exemplare vom Bodensee schon richtig schön fruchtig. Ich habe beim Hofladen sogar noch gesehen, wie sie vom Baum gepflückt wurden.

Aufgetischt – 1 Zutat, 5 Rezepte

Tante Mathildas Kirschkuchen und Kirschen sind ein Auftakt für die Reihe, die auch mit Gemüse und einigen „normalen“ Zutaten wie Polenta weiter gehen soll – wir kochen und backen uns einfach durch. Mir geht es nämlich oft so, dass ich ein Lebensmittel zuhause habe und dann speziell dafür nach einer Verwendung suche. Am bekanntesten ist dieses Phänomen sicher im Sommer, wenn jeder mit eigenem Gemüse im Garten massenweise Zucchini hat und nach Verwendungsmöglichkeiten sucht. Mir geht es auch im Alltag oft so, wenn ich kiloweise Äpfel, zu viele Karotten etc. zuhause habe. Dann schaue ich entweder in meinem Rezeptarchiv, dafür habe ich alle Rezepte auch nach Zutaten geordnet. Dabei hilft die Suchfunktion oder das entsprechende Schlagwort. Oder ich gehe ins Internet, durchforste Pinterest oder andere Blogs.

Das muss ich heute nicht, wenn es um Kirschen geht. Denn bei den anderen Mädels finde ich sicher auch ein leckeres Rezept. Und das künftig monatlich zu einer anderen Zutat, ist das nicht fein? Ich freue mich schon sehr.

Wir tischen künftig auf: Das sind die Bloggerinnen

  • Elena hat mit „Heute gibt es“ einen italienischen Foodblog, bei ihr habe ich mir beispielsweise die Carbonara abgeschaut. Die italienische Küche ist mit meine liebste – im Leben würde ohne Pizza, Pasta und Tiramisu doch was fehlen, oder? Deshalb schaue ich für Inspiration regelmäßig bei Elena vorbei. Beim Foodbloggercamp oder auch bei der ein oder anderen Foodie-Messe habe ich sie schon persönlich getroffen und mag ihre lebensfrohe Art. Elena ist vor einigen Monaten Mama geworden und hat daher eine kleine Blogpause eingelegt. Doch nun versorgt sie uns wieder regelmäßig mit Leckereien aus Italien. Diese Panna-Cotta-Tarte steht zum Beispiel noch auf der Liste der Dinge, die ich bald ausprobieren möchte.
  • Juli ist nur bekannt als die Erdbeerqueen, ihren Blog „Naschen mit der Erdbeerqueen“ lese ich schon lange. Dabei geht es natürlich auch, aber nicht nur um Erdbeeren! Außerdem kocht Juli auch, zuletzt zum Beispiel Flammkuchen mit Lachs und Spargel. Den habe ich mir neulich auch ähnlich gemacht, Flammkuchen ist immer ein Genuss. Aber zurück zu Juli: Sie wirkt unheimlich sympathisch – wie genial ist bitte ihr Profilbild? Deshalb freue ich mich sehr, dass sie dabei ist. Und wenn ich mal in Münster vorbeikomme, bringe ich ein Stück Erdbeerkuchen mit. Vielleicht gibt es für mich ja einen Schluck Holunderlimo? Ich wollte so einen Sirup schon so lange selbst machen…
  • Caro kenne ich fast nur mit ihrem Mann Tobi und ihrer Tochter Liv – der Blog „Foodwerk“ ist eine Schweizer Familienproduktion. Dabei sind die drei unglaublich kreativ: Sie kochen und backen sich durch die verschiedenste Länderküche, zeigen schweizerische Rezepte zum Apero ebenso wie ihre bekannte (und wohl beste) Burgersauce. Apero ist typisch in der Schweiz, ich verstehe das als Häppchen vor dem eigentlichen Essen oder beim geselligen Zusammenkommen – das klingt nach so einer schönen Tradition. Caro und Tobi sind beide gelernte Köche, daher haben sie auch den ein oder anderen Kniff parat.
  • Ines hat schon immer vielversprechende Rezepte auf ihrem Blog „Münchnerküche„, aber in den vergangenen Monaten auch immer hübschere Bilder parat! Ich mag ihren reduzierten, klaren Stil. Und ihre Rezepte sind fast, als könnte Ines meine Gedanken lesen – ich wollte schon immer Mohnschnecken wie beim Bäcker selbst machen, Ines tut es. Auch meine Vorliebe für Aufstriche und Dips teilt Ines, hier sind drei neue Rezeptideen. Der Blogname verschweigt dabei ein Detail: Ines‘ Küche steht zwar in München, doch sie hat auch (wie ich) schwäbische Wurzeln. Deshalb gibt es zum Beispiel auch Fasnetsküchle auf ihrem Blog.

Zutaten für Kirschkuchen wie bei den Drei Fragezeichen

500g Sauerkirschen, 200g Mehl, 125g Zucker, 125g Butter, drei Eier, 4 EL Milch, 2 TL Backpulver, 1 TL Vanilleextrakt, eine Prise Salz und etwas Puderzucker zum Bestäuben.

Außerhalb der Saison schmeckt der Kuchen auch mit 350g Schattenmorellen (Abtropfgewicht).

Es ist ein sehr einfacher, leckerer und saftiger Rührkuchen. Ich habe ihn mit Weizenmehl und Rohrohrzucker in einer 20cm-Springform wie dieser* gebacken. (Werbung: Affiliate-Link) Der Kirschkuchen kann sicher auch in einer kleinen Auflaufform als Blechkuchen gebacken werden.

So gelingt Tante Mathildas Kirschkuchen

Erstmal die Butter schmelzen und etwas abkühlen lassen. Ofen auf 175 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

Dann die Kirschen waschen und entsteinen. Das geht einfacher als gedacht und ohne extra Gerät: Einfach eine Kirsche entstielen, in die Hand nehmen und mit einem Stäbchen, wie man es im Asia-Restaurant bekommt, durchstechen. So fallen die Kerne in die Spüle oder in einen Müllbehälter, die entkernte Kirsche hältst du in der Hand. So werden aus rund 500g frischen Kirschen knapp 350g Kirschen – vielleicht verschwindet ja auch die ein oder andere im Mund, es darf genascht werden.

Die Butter nach und nach mit Zucker sowie den Eiern vermischen. So entsteht eine fluffige, cremige Masse. Mehl mit Backpulver vermischen, ebenfalls nach und nach einrühren. Vanilleextrakt und eine Prise Salz dazu geben. Mit ein wenig Milch wird der Teig geschmeidig – zwei bis vier Esslöffel davon dazu geben, der Teig soll cremig aber nicht zu flüssig sein. Fertig ist der Kuchenteig für Tante Mathildas Kirschkuchen.

Springform fetten und den Teig hineinfüllen. Glatt streichen und dann die Kirschen hineindrücken. Für 30 bis 35 Minuten backen. In einer Springform wird der Kuchen recht hoch, daher unbedingt die Stäbchenprobe machen – wenn noch Teig an einer Rouladennadel klebt, braucht der Kirschkuchen noch ein paar Minuten. Ich habe mit meinem kleinen Tischbackofen gebacken und hatte den Kuchen fast 45 Minuten im Ofen. Dann abkühlen lassen und vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben.

Mehr Lust auf Kirschen? Diese Rezepte gibt es bei Aufgetischt

Elena zeigt italienische Kirsch-Crostata, Juli macht erfrischendes Kirscheis, Caro kombiniert die Kirschen mit Quark und Schokostreuseln und Ines beschließt die Runde mit Blondies mit Kirschen – das helle Äquivalent von Brownies wollte ich schon lange probieren. Klingt gut, oder? Dann schaut mal bei den anderen vorbei!

Tante Mathildas Kirschkuchen

Von ÜberSee-Mädchen Serves: 8-12
Vorbereitungszeit: 20 Minuten Kochzeit: 30-35 Minuten Total Time: 55 Minuten

Kuchen essen wie die berühmten Detektive der Drei Fragezeichen? Kein Problem mit diesem einfachen Rezept für Tante Mathildas Kirschkuchen.

Zutaten

  • 500g Sauerkirschen (350g ohne Stein)
  • 200g Mehl
  • 125g Zucker
  • 125g Butter
  • 3 Eier
  • 4 EL Milch
  • 2 TL Backpulver
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 1 Prise Salz
  • etwas Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung

1

125g Butter schmelzen und etwas abkühlen lassen.

2

Ofen auf 175 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

3

Kirschen waschen und entsteinen.

4

Die Butter nach und nach mit 125g Zucker sowie den drei Eiern vermischen.

5

20g Mehl mit 2 TL Backpulver vermischen, nach und nach mit dem Teig verrühren.

6

Vanilleextrakt und eine Prise Salz dazu geben.

7

Zwei bis vier Esslöffel Milch dazu geben, der Teig soll cremig aber nicht zu flüssig sein.

8

Springform fetten und den Teig hineinfüllen. Glatt streichen und dann die Kirschen hineindrücken.

9

Für 30 bis 35 Minuten backen.

10

Abkühlen lassen und vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben.

Notes

In einer Springform wird der Kuchen recht hoch, daher unbedingt die Stäbchenprobe machen - wenn noch Teig an einer Rouladennadel klebt, braucht der Kirschkuchen noch ein paar Minuten.

Tante Mathildas Kirschkuchen wie bei den drei Fragezeichen Rezept von ÜberSee-Mädchen Foodblog vom Bodensee
Tante Mathildas Kirschkuchen wie bei den drei Fragezeichen Rezept von ÜberSee-Mädchen Foodblog vom Bodensee

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3 Kommentare

  • Antworten
    Ines
    19. Juli 2020 um 21:16

    Ahhhhh, ich liebe die ???, TKKG und die Fünf Freunde auch heute noch. Leider hab ich sie schon viel zu lange nicht mehr gehört. Muss meine Kassetten unbedingt mal wieder ausgraben. Und deinen Kuchen backe ich dabei am Besten direkt dazu.
    Liebe Grüße,
    Ines

    • Antworten
      ÜberSee-Mädchen
      21. Juli 2020 um 22:28

      Tu das, liebe Ines <3 Gerade die alten Folgen (gerne auf Kassetten) höre ich am liebsten. Liebe Grüße

  • Antworten
    Elena (von "heute gibt es...")
    2. August 2020 um 16:09

    Liebe Isabelle,
    ich habe mich ja bereits geoutet, dass ich die ??? zwar vom Namen her kenne, aber noch nie gelesen habe. Trotzdem hätte ich nichts gegen ein Stückchen Kirschkuchen. Der sieht nämlich köstlich aus!

    Ganz liebe Grüße
    Elena

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