Finnischer Blaubeerkuchen mit saurer Sahne

1. August 2021

Dieser Blaubeerkuchen vereint alles, was ein richtig guter Kuchen braucht: Leckeren Mürbeteig, erfrischende Creme aus saurer Sahne und darin/darauf fruchtige Blaubeeren. Einfach gemacht ist der Blaubeerkuchen auch noch mit Zutaten, die man meist zuhause hat und auch gut im Vorrat haben kann. Denn der finnische Blaubeer-Kuchen schmeckt mit frischen oder tiefgekühlten Blaubeeren. Neulich hat mich im Supermarkt eine große Packung mit Blaubeeren angelacht, die ich nicht so schnell verbacken konnte. Also habe ich die Reste tiefgekühlt und nun für dieses Kuchenrezept genutzt. Außerhalb der Saison sind tiefgekühlte Beeren auch eine tolle Möglichkeit, sie weiterhin zu genießen – und sie sorgen für eine schöne Farbe wie bei dieser schweizerischen Rahmtarte. Das heutige Rezept stammt aber aus dem hohen Norden.

In Finnland hört der einfache cremige Blaubeerkuchen nämlich auf den Namen Mustikkapiirakka. Blaubeerkuchen mit saurer Sahne trifft es für unseren Sprachgebrauch aber auch, oder? Und passt perfekt zu unserer Aufgetischt-Runde, wo heute einige leckere Blaubeer-Rezepte zusammen kommen.

Blaubeerkuchen finnisch mit saurer Sahne Rezept von ÜberSee-Mädchen Foodblog vom Bodensee

Was ich heute zeige, war quasi mein Muttertagsgeschenk. Es ist schon seit Jahren eine Tradition, dass ich etwas backe und mitbringe. Das klappt mal besser und mal weniger gut. Vergangenes Jahr habe ich beispielsweise die Joghurttorte ohne Backen mit Rhabarber ausprobiert – und bin beim ersten Versuch gnadenlos gescheitert. Denn die Gelatine-Menge war noch nicht passend, statt Torte gab es Joghurtcreme zum Löffeln. Meine Mum hat es mit Humor genommen. Geschmeckt hat es ja. Zwischenzeitlich findet sich das Rezept optimiert auf dem Blog und hat sich zu einem der beliebtesten Rezepte entwickelt. Auch eines meiner ersten Backwerke überhaupt ist zu Muttertag entstanden, den Key Lime Pie habe ich damals mit meinem Bruder gebacken. Ach, da werden Erinnerungen wach. Leckere Erinnerungen.

Familien-erprobt: Diesen Blaubeerkuchen darf es öfter geben

Und ich liebe es, wenn meine Familie nach dem Verkosten bestätigt: Das ist ein richtig leckerer Kuchen, den darf es wieder geben. Das ist auch bei diesem Blaubeerkuchen der Fall. Die Gefahr, dass es an der Gelatine scheitert, besteht bei diesem finnischen Rezept übrigens nicht – denn es ist überhaupt keine Gelatine drin. Die Creme aus saurer Sahne, Zucker und Blaubeeren bekommt allein dank Eiern eine tolle Konsistenz. Und wenn du keine Blaubeeren da hast, kannst du auch jede andere Beere nutzen. Mit Himbeeren ist das sicher ebenso fein…

Rezept für finnischen Blaubeerkuchen mit saurer Sahne

„Willst du deiner Familie wirklich nur so einen kleinen Kuchen“ mitbringen, fragte das Goldstück kurz bevor ich mich ins Auto setzte. Guter Punkt, denn ich backe meist nur in dieser Springform mit 20 Zentimetern Durchmesser*. Das ist für mich die perfekte Größe für unseren Zwei-Personen-Haushalt, damit wir nicht ewig an einem Kuchen essen. Das sagt überhaupt nichts über den Geschmack eines Kuchens aus. Wenn ein Rezept hier veröffentlicht wird, hat es uns immer geschmeckt. Aber ich mag ja regelmäßig was Neues ausprobieren…

Für meine Familie war die kleine Kuchenform aber überhaupt kein Thema und war genau richtig. Schließlich haben wir danach noch gegrillt – das ist auch so eine Tradition zum Muttertag, wenn das Wetter stimmt. Und für den süßen Zahn hatte ich noch zwei Hefeschnecken mit Marzipan eingepackt.

Das Rezept für diesen Blaubeerkuchen stammt übrigens aus dem Koch- und Backbuch Nordic*, das ich mal günstig als Mängelexemplar gekauft habe. Bislang habe ich von der skandinavischen Küche besonders Fisch und Gebackenes probiert. Mit diesem Kochbuch möchte ich ein wenig mehr davon kennenlernen. Und damit bin ich sicher noch eine Weile beschäftigt, denn das Buch hat über 700 Seiten und so viel tolle Inspiration! Ein Glück hat es ein Zutaten-Register, worüber ich auf Seite 636 diesen Blaubeerkuchen entdeckt habe. Ein sehr leckerer Start in diese nordische Küche.

Finnischer Blaubeerkuchen mit saurer Sahne

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Ein einfacher Kuchen aus Mürbeteig, einer Creme aus saurer Sahne und Früchten: Dieses Rezept für finnischen Blaubeerkuchen ist einfach gut.

einfach

Zutaten

20 cm Springform
Teig
180 gMehl
170 gzimmerwarme Butter
110 gZucker
1.5Eier
1.5 TLBackpulver
Blaubeer-Creme
200 gBlaubeeren
280 gsaure Sahne
70 gZucker
1.5Eier

Utensilien


Zubereitung

  1. Backofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.
  2. Für den Teig die Butter mit Zucker und einer Prise Salz cremig rühren. Eier einzeln unterrühren, bis sie sich gut mit der Masse verbunden haben.
  3. Mehl und Backpulver miteinander vermischen und in die Butter-Zucker-Masse sieben. Kurz verrühren, bis ein gleichmäßiger Teig entsteht.
  4. Springform etwas einfetten und bemehlen, dann den Teig hineingeben und in Form drücken. Das geht tatsächlich ziemlich gut, wenn man es in der Form direkt macht ohne Ausrollen etc. Einen relativ hohen Rand bilden – die Masse gewinnt beim Backen an Volumen.
  5. Saure Sahne mit Eiern und Zucker glatt rühren und auf den Teigboden füllen.
  6. Beeren waschen und in der Creme verteilen, gerne oben etwas andrücken.
  7. Blaubeerkuchen für 40 Minuten backen, bis der Guss fest und leicht gebräunt ist. Dann kurz auskühlen lassen und aus der Form lösen.

Notizen

Du solltest tiefgekühlte Beeren gut abtropfen lassen, damit sie die Creme nicht verwässern.


Wie findest du das Rezept?

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Weil das Blaubeerkuchen-Rezept ursprünglich für 24 Zentimeter gerechnet ist, wirken manche Zutaten etwas krumm. Das mit den halben Eiern klappt problemlos, wenn du ein Ei aufschlägst und verquirlst. Dann einfach die Hälfte davon für den Boden und die andere für die Creme verwenden.

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Aufgetischt: 1 Zutat und 4 Rezepte mit Blaubeeren

Blaubeeren und Heidelbeeren sind was köstliches Saisonales – für mich gerne gekocht oder gebacken, aber ich bin da vielleicht etwas eigen. Deshalb gibt es heute gleich vier leckere Ideen mit den Früchtchen. Das ist ja das Konzept unserer Aufgetischt-Runde: Vier Blogger rücken am ersten Sonntag eines Monats eine saisonale Zutat ins Rampenlicht. Eigentlich sind wir zu fünft, doch Ines macht momentan eine Pause. So wie ich quasi, denn ich komme direkt aus dem Urlaub zu diesem Kaffeetisch. Und da wird folgendes serviert: Ein Blaubeer-Dessert bei Juli von Naschen mit der Erdbeerqueen und Blaubeer-Panna-Cotta bei Elena von Heute gibt es. Panna cotta liebe ich ja spätestens seit dieser Tarte in jeder Variation! Last but not least gibt es eine Blaubeer-Blume bei Caro & Tobi von Foodwerk, die klasse aussieht.

Über mich

Hallo, ich bin Isabelle, 30 Jahre alt und lebe am schönen Bodensee. Auf meinem Blog ÜberSee-Mädchen.de zeige ich vor allem einfache Rezepte für leckeres Essen. Meine Kochkarriere begann mit der Sehnsucht nach Heimatküche wie Grießklöschensuppe oder schwäbischen Wurstspätzle. Seitdem habe ich viele Stunden in der Küche verbracht und allerlei Köstlichkeiten ausprobiert. Sieh dich ein wenig um und lass es dir schmecken.

2 Kommentare

  1. Hi Isabelle, das klingt einfach nur köstlich. Wie schön, dass du deiner Familie immer so Leckereien mitbringst. Da würde ich mich auch sehr freuen :D
    Liebe Grüße
    Juli

    1. Danke dir, liebe Juli :) Ich freue mich immer über Abnehmer – beim nächsten Abstecher in den Süden kommst du einfach vorbei! LG Isabelle

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