Butter Café de Paris macht nicht nur Steak noch besser

2. September 2026
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Dieser Beitrag enthält nicht nur ein Rezept für Butter Café de Paris, sondern auch unbezahlte Werbung: Das vorgestellte Buch ist ein Rezensionsexemplar des at-Verlags.

Es soll ja Menschen geben, die niemals Butter zuhause haben. Weil sie nur Müsli frühstücken, weil sie sich vegan ernähren oder weil der Kühlschrank generell gähnend leer ist. Bei mir ist das anders und Butter gehört zu den Grundzutaten, die wirklich immer im Haus sind. Deshalb ist es auch gar kein Problem, 200 Gramm davon in eine Café-de-Paris-Butter zu verwandeln – und OMG ist das gut! Ob klassisch zum Steak, zu Fisch oder als Grundlage etwa für Rührei, diese Butter kann zaubern und macht alles besser. Kein Wunder, denn darin stecken viele richtig leckere Zutaten. Jetzt habe ich nicht nur immer Butter, sondern öfter auch Butter Café de Paris im Kühlschrank – und verrate dir, wie du sie ganz einfach selbst vorbereiten kannst. Macht sich auch bestens beim nächsten Brunch oder der nächsten Grillparty.

Café de Paris Butter zu Steak Rezept von ÜberSee-Mädchen Foodblog vom Bodensee

Zu verdanken haben wir das Rezept Lukas Grossmann und dem Kochbuch „Fett schmeckt„*. Das ist eine Ansage und vielleicht auch eine Ehrenrettung für Butter, Öl, Speck, dicke Milch, fette Fische oder auch Nüsse & Saaten. Denn all diese Lebensmittel schmecken uns nicht zufällig so gut, sondern weil auch weil in ihnen Fett steckt. Und das ist bekanntermaßen ein Geschmacksträger. Kein Wunder, dass klassische Köche Unmengen davon in einem Kartoffelpüree versenken. Doch die Rezepte in dem Kochbuch, das eine angenehme Abwechslung ist in Zeiten des Protein-Hypes, sind nicht einfach nur fettig. Sondern sie zeigen, wie Genuss und Geschmack Hand in Hand gehen. Ein wenig Gönnung ist auch dabei.

Was es mit Butter Café de Paris auf sich hat

Butter ist (zumindest für viele Menschen in Deutschland) alltäglich und sogar zunehmend gefragt: Jeder Deutsche isst pro Jahr im Schnitt 5,6 Kilogramm, das ist ein Päckchen á 250 Gramm mehr als im Vorjahr (Quelle). Womöglich hat der Preis dazu beigetragen, denn nach wahren Höhenflügen in den vergangenen Jahren sind die Butterpreise wieder etwas gesunken. Dann fällt die Entscheidung noch leichter, eine leckere Würzbutter draus zu machen. Die sind momentan ganz schön beliebt (wie dieser Instagram-Account zeigt), und Butter Café de Paris ist mein absoluter Favorit. Es ist das perfekte Rezept, um sich etwas besonders Leckeres zu gönnen.

Der Name hat eine besondere Bedeutung, denn es ist eine Referenz auf das Restaurant „Café de Paris“ in Genf. Dort wurde die originale Würzbutter serviert, wie das Restaurant selbst festhält. Erfunden wurde sie 1930 vom damaligen Inhaber des „Restaurant du Coq d’Or“ und ins „Café de Paris“ kam das Rezept über die Tochter des Erfinders, die in eben jenes Restaurant einheiratete. Verfeinert mit zahlreichen Kräutern und Gewürzen sei die Würzbutter, zu gegrilltem Rindfleisch serviert, schnell ein durchschlagender Erfolg gewesen. Kein Wunder, wenn es ähnlich gut schmeckt wie das Rezept, das Lukas Grossmann festgehalten hat.

Fett schmeckt! Nicht nur als würzige Butter

Ich halte es mit der Ernährung ja ähnlich wie mit der Politik: ohne Extreme. Deshalb schaue ich es mir erstmal an, wenn eine bestimmte Ernährungsform übermäßig gehyped wird. So geschehen mit Proteinen (momentan) und Ballaststoffen (künftig, was wetten wir?). Zu einer ausgewogenen Ernährung gehört aber mehr, und dazu gehören auch Fette. Deshalb kommt das Buch „Fett schmeckt“* genau richtig.

Ein Buch, das gegen jeden Gesundheitstrend, einfach mal GÖNN DIR schreit!
Denn sein wir doch mal ehrlich – ein bisschen Butter hier, ein wenig Olivenöl da, mal schööön die Räucherforelle aufs Brot und Erdnussbutter ja sowieso – wir alle lieben FETT! Und wir brauchen Fett ja auch.
Fürs (Über-) Leben und für den wirklich guten Geschmack!

Blick ins Kochbuch: „Fett schmeckt„* von Lukas Grossmann

  • Optik: Der at-Verlag ist ähnlich wie der DK-Verlag eine sichere Bank, wenn es um ansprechende Kochbücher geht. Der Aufbau ist soweit klassisch: Unterteilt ist das Buch gemäß der Zutaten, also kategorisiert nach Butter, Öl, Speck & Co., dicker Milch, fetter Fische und Nüssen & Saaten. Davor gibt es ein paar Worte zu Fett und Kombinationen, danach ein Rezeptverzeichnis – leider ohne, dass nach Zutaten sortiert wird. Auch ein Lesebändchen fehlt. Doch kommen wir zum Wesentlichen: Pro Rezept gibt es ein Bild und die sind wirklich eine Augenweide, die Lust auf mehr machen.
  • Inhalt: Ähnlich ist es bei den Rezepten, denn die sind wirklich eine Wucht. Da schwimmt nichts in Fett und ist unnötig schwer verdaulich, sondern Lukas Grossmann zeigt uns, wie clever man das verschiedenste Fett nutzen kann, um Geschmack zu erzeugen und das Maximum an Geschmack rauszukitzeln. Bestes Beispiel ist das French-Toast-Tiramisu, das ich probiert habe. Es macht es sich klassisches French Toast auf einem Espressokaramell bequem und wird mit Mascarpone-Creme getoppt. Das schreit nicht nach Fett, aber nach Geschmack. Und es gelingt auf Anhieb, da das Rezept gut beschrieben ist, samt Zubereitungszeit. Die Liste der Rezepte, die ich ausprobieren möchte, ist lang. Kostprobe gefällig? Nussgranola, crispy Lachs mit Mandarinen und geröstetem Reis, Ricotta-Gnocchi mit Rosmarin-Knoblauch-Öl, Endivie mit Sahne-Milch-Dressing, Fregola quattro formaggi, Labneh mit konfierten Tomaten, crispy Schweinebauch, Honig-Butterkuchen… Ich freue mich auf Herbst und Winter, wenn mehr Zeit ist, sich solche Gerichte schmecken zu lassen.
  • Fazit:Fett schmeckt„* ist eine wirklich leckere Besonderheit im Kochbuchregal und dabei ganz anders, als man meinen könnte. Es geht um Genuss und Geschmack, nicht um Völlerei, und Lukas Grossmann hat dafür eine fabelhafte Auswahl getroffen. Rezepte, die ich so noch nicht gesehen habe, udn von denen ich ganz viele ausprobieren möchte. Ich gebe 5 von 5 Sternen, absolute Empfehlung.

Im Fall von Butter hebt der Autor hervor: „Heute wird Butter mal gefeiert, mal gehatet. In der Küche bleibt sie trotzdem eines der wichtigsten Tools: Sie brät, bindet, montiert, karamelliseirt und veredelt.“ Deshalb sollte man Butter Café de Paris unbedingt ausprobieren.

Butter Café de Paris

Seit bald 100 Jahren ein Klassiker und weiterhin unschlagbar lecker: Butter Café de Paris ist die perfekte Würzbutter zu Fleisch und Fisch.

einfach
  • Zubereitungszeit:
    15 Minuten
  • Gesamtzeit:
    15 Minuten

Zutaten

1 Stück
200 g Butter
1 kleine Schalotte
1 Knoblauchzehe
1 TL Kapern
6 Zweige Blattpetersilie
2 Sardellenfilets
1 TL Paprikapulver
1 TL Currypulver
1 TL Dijon-Senf (am besten mit Estragon)
1 Zitrone bzw. deren Schale
2 TL Worcestershiresauce

Zubereitung

  1. Die Butter rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen, denn sie sollte weich sein.
  2. Schalotte und Knoblauch sehr fein hacken. Kapern fein schneiden. Petersilienblätter von den Stielen ziehen und fein hacken. Zitronenschale abreiben.
  3. Butter mit allen anderen Zutaten vermischen. Das geht am einfachsten in einem Blitzhacker, gelingt aber auch ohne.
  4. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Anschließend entweder direkt servieren oder im Kühlschrank aufbewahren. Hübsch wird es, wenn du die Butter Café de Paris in Frischhaltefolie einrollst.

Notizen

Tipp: Butter lässt sich auch einfrieren.

Wie findest du das Rezept?

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*Affiliate-Link

Die Zutatenliste ist lang, doch viele Dinge hat man ohnehin zuhause, oder? Laut Wikipedia verwenden manche Rezepte noch Tomatenpürre und Cognac oder Madeira. Da das Originalrezept weiterhin unbekannt ist, ist es immer eine Annäherung und diese hier schmeckt verdammt gut.

Das Rezept für Butter Café de Paris hat nur einen Stolperstein: Es bräuchte eigentlich noch drei Zweige Estragon. Doch die sind ziemlich schwer zu bekommen, wenn man nicht gerade in der Nähe eines Feinkostladens lebt, daher habe ich mir mit diesem Estragon-Senf* geholfen. Ich könnte schwören, dass ich im französischen Supermarkt nicht so viel dafür bezahlt habe…

Über mich

Hallo, ich bin Isabelle, 34 Jahre alt und lebe in Konstanz am schönen Bodensee. Auf meinem Blog ÜberSee-Mädchen.de zeige ich vor allem einfache Rezepte für leckeres Essen. Meine Kochkarriere begann mit der Sehnsucht nach Heimatküche wie Grießklöschensuppe oder schwäbischen Wurstspätzle. Seitdem habe ich viele Stunden in der Küche verbracht und allerlei Köstlichkeiten ausprobiert. Sieh dich ein wenig um und lass es dir schmecken.

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