Dieser Beitrag enthält nicht nur ein Rezept für Butter Café de Paris, sondern auch unbezahlte Werbung: Das vorgestellte Buch ist ein Rezensionsexemplar des at-Verlags.
Es soll ja Menschen geben, die niemals Butter zuhause haben. Weil sie nur Müsli frühstücken, weil sie sich vegan ernähren oder weil der Kühlschrank generell gähnend leer ist. Bei mir ist das anders und Butter gehört zu den Grundzutaten, die wirklich immer im Haus sind. Deshalb ist es auch gar kein Problem, 200 Gramm davon in eine Café-de-Paris-Butter zu verwandeln – und OMG ist das gut! Ob klassisch zum Steak, zu Fisch oder als Grundlage etwa für Rührei, diese Butter kann zaubern und macht alles besser. Kein Wunder, denn darin stecken viele richtig leckere Zutaten. Jetzt habe ich nicht nur immer Butter, sondern öfter auch Butter Café de Paris im Kühlschrank – und verrate dir, wie du sie ganz einfach selbst vorbereiten kannst. Macht sich auch bestens beim nächsten Brunch oder der nächsten Grillparty.

Zu verdanken haben wir das Rezept Lukas Grossmann und dem Kochbuch „Fett schmeckt„*. Das ist eine Ansage und vielleicht auch eine Ehrenrettung für Butter, Öl, Speck, dicke Milch, fette Fische oder auch Nüsse & Saaten. Denn all diese Lebensmittel schmecken uns nicht zufällig so gut, sondern weil auch weil in ihnen Fett steckt. Und das ist bekanntermaßen ein Geschmacksträger. Kein Wunder, dass klassische Köche Unmengen davon in einem Kartoffelpüree versenken. Doch die Rezepte in dem Kochbuch, das eine angenehme Abwechslung ist in Zeiten des Protein-Hypes, sind nicht einfach nur fettig. Sondern sie zeigen, wie Genuss und Geschmack Hand in Hand gehen. Ein wenig Gönnung ist auch dabei.
Butter ist (zumindest für viele Menschen in Deutschland) alltäglich und sogar zunehmend gefragt: Jeder Deutsche isst pro Jahr im Schnitt 5,6 Kilogramm, das ist ein Päckchen á 250 Gramm mehr als im Vorjahr (Quelle). Womöglich hat der Preis dazu beigetragen, denn nach wahren Höhenflügen in den vergangenen Jahren sind die Butterpreise wieder etwas gesunken. Dann fällt die Entscheidung noch leichter, eine leckere Würzbutter draus zu machen. Die sind momentan ganz schön beliebt (wie dieser Instagram-Account zeigt), und Butter Café de Paris ist mein absoluter Favorit. Es ist das perfekte Rezept, um sich etwas besonders Leckeres zu gönnen.


Der Name hat eine besondere Bedeutung, denn es ist eine Referenz auf das Restaurant „Café de Paris“ in Genf. Dort wurde die originale Würzbutter serviert, wie das Restaurant selbst festhält. Erfunden wurde sie 1930 vom damaligen Inhaber des „Restaurant du Coq d’Or“ und ins „Café de Paris“ kam das Rezept über die Tochter des Erfinders, die in eben jenes Restaurant einheiratete. Verfeinert mit zahlreichen Kräutern und Gewürzen sei die Würzbutter, zu gegrilltem Rindfleisch serviert, schnell ein durchschlagender Erfolg gewesen. Kein Wunder, wenn es ähnlich gut schmeckt wie das Rezept, das Lukas Grossmann festgehalten hat.
Ich halte es mit der Ernährung ja ähnlich wie mit der Politik: ohne Extreme. Deshalb schaue ich es mir erstmal an, wenn eine bestimmte Ernährungsform übermäßig gehyped wird. So geschehen mit Proteinen (momentan) und Ballaststoffen (künftig, was wetten wir?). Zu einer ausgewogenen Ernährung gehört aber mehr, und dazu gehören auch Fette. Deshalb kommt das Buch „Fett schmeckt“* genau richtig.


Ein Buch, das gegen jeden Gesundheitstrend, einfach mal GÖNN DIR schreit!
Denn sein wir doch mal ehrlich – ein bisschen Butter hier, ein wenig Olivenöl da, mal schööön die Räucherforelle aufs Brot und Erdnussbutter ja sowieso – wir alle lieben FETT! Und wir brauchen Fett ja auch.
Fürs (Über-) Leben und für den wirklich guten Geschmack!


Im Fall von Butter hebt der Autor hervor: „Heute wird Butter mal gefeiert, mal gehatet. In der Küche bleibt sie trotzdem eines der wichtigsten Tools: Sie brät, bindet, montiert, karamelliseirt und veredelt.“ Deshalb sollte man Butter Café de Paris unbedingt ausprobieren.
Seit bald 100 Jahren ein Klassiker und weiterhin unschlagbar lecker: Butter Café de Paris ist die perfekte Würzbutter zu Fleisch und Fisch.
einfach| 200 g | Butter |
| 1 | kleine Schalotte |
| 1 | Knoblauchzehe |
| 1 TL | Kapern |
| 6 | Zweige Blattpetersilie |
| 2 | Sardellenfilets |
| 1 TL | Paprikapulver |
| 1 TL | Currypulver |
| 1 TL | Dijon-Senf (am besten mit Estragon) |
| 1 | Zitrone bzw. deren Schale |
| 2 TL | Worcestershiresauce |
Tipp: Butter lässt sich auch einfrieren.
Dann verlinke @uebersee.maedchen auf Instagram.
*Affiliate-Link
Die Zutatenliste ist lang, doch viele Dinge hat man ohnehin zuhause, oder? Laut Wikipedia verwenden manche Rezepte noch Tomatenpürre und Cognac oder Madeira. Da das Originalrezept weiterhin unbekannt ist, ist es immer eine Annäherung und diese hier schmeckt verdammt gut.


Das Rezept für Butter Café de Paris hat nur einen Stolperstein: Es bräuchte eigentlich noch drei Zweige Estragon. Doch die sind ziemlich schwer zu bekommen, wenn man nicht gerade in der Nähe eines Feinkostladens lebt, daher habe ich mir mit diesem Estragon-Senf* geholfen. Ich könnte schwören, dass ich im französischen Supermarkt nicht so viel dafür bezahlt habe…
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