Dieser Beitrag enthält nicht nur ein Rezept für ultra saftigen Orangenkuchen, sondern auch unbezahlte Werbung: Das vorgestellte Buch "Backen & der Sinn des Lebens" von Helen Goh ist ein Rezensionsexemplar des DK-Verlags.
Hast du schon einmal ganze Orangen in einem Rührkuchen versenkt? Ich meine nicht die Schale und gegebenenfalls noch den Saft, sondern wirklich die komplette Frucht. Damit macht Helen Goh ihren Orangenkuchen besonders saftig und zum weltbesten Orangenkuchen, wie ein Journalist ihn mal gelobt hat. Helen Goh kennt man vom Kochbuch Sweets, das sie mit Yotam Ottolenghi geschrieben hat, und als jahrelange Konditorin an seiner Seite. Und den Orangenkuchen, den muss man unbedingt kennenlernen, denn der ist wirklich gut. Dafür werden Orangen eine Stunde lang gekocht, dann püriert und zu einem Rührteig verarbeitet. So einfach, aber so gut.

Das Kochen der Orangen hat den schönen Nebeneffekt, dass die gesamte Wohnung duftet wie Frankreich zur Zeit der Orangenblüte. Damit wir anschließend die ganze Orange verwenden können, muss es sich natürlich um ungespritzte Bio-Früchte handeln. Außerdem brauchst du einen Pürierstab oder Foodprocessor, ich habe dafür mein liebstes Küchengerät* verwendet. Am besten bereitest du direkt etwas mehr Orangenpüree zu, damit du für das nächste Backen gewappnet bist. Die restliche Zubereitung ist, wie so oft, dann im Handumdrehen geschehen und die restlichen Zutaten hat man meist im Vorrat.
Denn der Orangenkuchen besteht sonst aus einem einfachen Rührteig. Dafür werden Butter und Zucker aufgeschlagen, Eier untergerührt und dann das Orangenpüree zugegeben. Abschließend kommen im Wechsel eine Mehl-Mischung und Milch hinzu, fertig. Die meiste Arbeit übernehmen der Herd, denn die Orangen müssen etwa eine Stunde weich köcheln, und der Ofen, in dem der Rührkuchen dann für 70 Minuten verschwindet.


Als der DK-Verlag sein Frühjahrsprogramm angekündigt hat, konnte ich mich kaum entscheiden angesichts so vieler toller Neuerscheinungen. Denn da kündigten auch Ali Güngörmüs und Martha Stewart ihre neuen Werke an, doch mir hat es direkt Helen Goh angetan. Denn ihr Werk Sweet*, das 2017 mit Ottolenghi erschien, ist wirklich toll und alles, was ich daraus ausprobiert habe, ist köstlich gelungen. „Backen und der Sinn des Lebens“ knüpft daran auf fantastische Weise an, ist aber noch gehaltvoller. Und damit meine ich nicht (nur) die mehrheitlich süßen Rezepte, sondern auch die zugehörigen Texte. Denn Helen Goh ist auch Psychologin und verrät uns Hintergründe zur kulturellen Praxis des Backens.
Helen Goh„Jeder Mensch, der, und sei es nur einmal im Leben, schon mal aus freien Stücken gebacken hat … tat das, weil der Akt des Backens auf irgendeine Art und Weise bedeutsam für ihn war. Ob Sie ein Backnovize sind oder eine erfahrene Kuchenbäckerin, wenn Sie die Ärmel hochkrempeln und die Rührschüsseln hervorholen, tun Sie das, weil es mehr ist als das bloße Herstellen eines Lebensmittels.“




Saftig, einfach und doch besonders: In diesem Orangenkuchen werden ganze Orangen versenkt, Konditorin Helen Goh verrät ihr begehrtes Rezept.
einfach| Rührteig | |
|---|---|
| 2 | Bio-Orangen (wir brauchen 250 g gekochtes Fruchtfleisch) |
| 330 g | Mehl |
| 250 g | Zucker |
| 170 g | Butter |
| 170 ml | Milch |
| 3 | große zimmerwarme Eier |
| 2 TL | Backpulver |
| 0.5 TL | Speisenatron |
| 0.5 TL | feines Meersalz |
| Frosting | |
| 180 g | Puderzucker |
| 60 g | Butter |
| 20 ml | Milch |
| 0.5 TL | Vanilleextrakt (selbstgemacht oder gekauft*) |
| 1 | Bio-Orange bzw. deren Schale |
Dann verlinke @uebersee.maedchen auf Instagram.
*Affiliate-Link
PS: Ich habe das ursprüngliche Rezept um 80 Gramm Zucker reduziert – genauso viel Zucker wie Mehl ist dann doch etwas arg. Schließlich kommt ja noch das Frosting drauf.
PPS: Helen Goh ist übrigens auch bei Ottolenghis aktuellem Buch Comfort beteiligt, das ich mit dem saftigsten Marmorkuchen vorgestellt habe.


Ich habe den Orangenkuchen aus ganzen Orangen übrigens genutzt, um meinen Kollegen im Büro eine Freude zu machen – und zwar ganz schön vielen. Denn der saftige Rührkuchen ist tatsächlich relativ mächtig, deshalb genügt ein kleines Stück fürs Kuchenglück. „Das Frosting hat fast gar keine Kalorien, oder?“, witzelte mein Chef.“Der ist schon verdammt lecker“, urteilte mein Team. Und ich freute mich einmal mehr, Abnehmer für leckere Backwerke zu haben.
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