Diese grüne Sauce hat mit der Frankfurter grünen Sauce so gar nichts zu tun, denn sie enthält keines der sieben klassischen Kräuter. Dafür spendieren wir jede Menge Koriander und mixen es mit Knoblauch, Chili, Olivenöl und wenigen weiteren Zutaten zu einer absolut köstlichen Sauce, die sich bestens zu allen asiatischen oder orientalischen Rezepten macht. Ob Sandwich, Falafel oder gebratenes Fleisch: Probier es mit grüner Sauce! Sie soll sogar Pizza, Reis und Nudelgerichte noch leckerer machen und schmeckt würzig, cremig, ein bisschen scharf. Eine wahre Allzweckwaffe, die sich problemlos einige Tage im Kühlschrank hält.

Wir reisen mit diesem Rezept wesentlich weiter weg als nach Frankfurt: Samin Nosrat hat das Rezept beim Cheeseboard Collective in Berkeley, Kalifornien ergattert. Das ist offenbar ein sehr gut bewertetes Restaurant, das für Pizza und eine zitronige Koriandersauce bekannt ist – grüne Sauce also. Samin Nosrat kennen wir vom Kochbuch „Salz. Fett. Säure. Hitze.: Die vier Elemente guten Kochens“ *, das 2018 für Begeisterung gesorgt hat (zu Recht, samt Netflix-Serie). Ich habe ihr neuestes Werk „Etwas Gutes: Rezepte und Rituale für dich und deine Liebsten“ * als Rezensionsexemplar zugeschickt bekommen und das Probekochen war durchweg lecker. Eine ausführliche Rezension folgt mit einem weiteren Knallerrezept. Doch erstmal gibt es ein schnelles, einfaches Rezept für zwischendurch.
Für dieses Rezept brauchst du nur ein paar Zutaten und am wichtigsten ist Koriander. Es soll ja Menschen geben, die dieses Kraut so gar nicht mögen – dann ist die grüne Sauce tatsächlich nicht optimal. Wer Koriander mag, wird mit den kleinen Päckchen aus dem Supermarkt vielleicht nicht ganz glücklich, denn wir brauchen vier Handvoll davon. Ich empfehle den Discounter oder einen türkischen oder asiatischen Supermarkt, denn da gibt es Koriander in rauen Mengen und das auch noch bezahlbar. Im asiatischen Supermarkt bekommst du auch Reisessig, den kannst du aber auch einfach online bestellen*.


Die restlichen Zutaten gibt es wiederum überall problemlos. Samin Nosrat verwendet zwar Serrano-Chilis oder eingelegte Thai-Chili, doch es schmeckt auch mit normaler roter Chilischote bestens.
Bleibt die Frage, wie aus den Zutaten so eine würzige, cremige grüne Sauce wird. Mit dem Pürierstab! Dabei bewährt sich einmal mehr mein Lieblingsteil in der Küche*, damit bleiben nämlich keine Stückchen. Und der Senf ist ein kleiner Trick und Kniff, um die Konsistenz perfekt zu machen.
Würzig und ein bisschen scharf macht grüne Sauce orientalische und asiatische Rezepte besonders lecker. Mit einem Trick wird’s extra cremig.
einfach| 4 | handvoll Koriander (entspricht 2 großen Bund) |
| 125 ml | Olivenöl |
| 60 ml | Reisessig |
| 3 EL | Zitronensaft, frisch gepresst |
| 1 EL | Dijonsenf |
| 1 EL | Zucker |
| 1 TL | Salz |
| 2 | Knoblauchzehen |
| 1 | rote Chilischote |
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Dieses Rezept war übrigens der erste Einsatz für die Quetschflasche*, die ich schon vor Monaten beim Möbelschweden eingepackt habe. Und die Anwendung war so praktisch! Darin lässt sich die Sauce super lagern und vor der Verwendung einfach kurz aufschütteln.


Die grüne Sauce verwandelt verschiedenste Gerichte im Handumdrehen zu etwas besonders Leckerem. Ich habe damit Falafel getoppt, Pollo fino auf einem Joghurt-Gemüse-Bett gewürzt und eine Taco-Bowl noch besser gemacht. Irgendwann war die Saucenflasche leider leer, doch Nachschub ist mit diesem Rezept garantiert. Und die Kombination aus Koriander, Zitrone, Chili und Knoblauch ist einfach unschlagbar gut.
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