Eingelegte rote Zwiebeln: Mit diesem Rezept gelingen sie selbstgemacht

8. April 2026
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Dieser Beitrag enthält nicht nur ein Rezept für eingelegte rote Zwiebeln, sondern auch unbezahlte Werbung: Das vorgestellte Buch "Etwas Gutes: Rezepte und Rituale für dich und deine Liebsten" von Samin Nosrat ist ein Rezensionsexemplar des Kunstmann-Verlags.

Wer einmal dieses Rezept ausprobiert hat, wird eingelegte Zwiebeln nie wieder kaufen. Denn selbstgemacht sind sie besser und unschlagbar günstig, außerdem geht das ganz einfach! Die Zutaten für gepickelte Zwiebeln sind denkbar einfach: Außer roten Zwiebeln braucht es nicht viel. Entscheidend ist ein warmer Sud aus Essig, Wasser und Zucker, mit dem die rohen Zwiebeln in einem Glas baden dürfen. Dadurch werden sie weicher, noch geschmacksvoller, weniger scharf – und das hat gleich zwei Vorteile. Eingelegte rote Zwiebeln schmecken köstlich und sie ersparen einen zwiebeligen Atem, denn wer hat den schon gerne.

Eingelegte rote Zwiebeln Samin Nosrat Rezept von ÜberSee-Mädchen Foodblog vom Bodensee

Es gibt verschiedene Rezepte für eingelegte rote Zwiebeln, von einfach mit drei oder vier Zutaten bis etwas ausgefallener. Ich habe schon diverse probiert, nachdem ich schon bei Gurken gemerkt habe, wie einfach man selbst Gemüse einlegen kann. Das Rezept von Samin Nosrat ist beides: einfach und doch ausgefallen. Denn außer Essig, Wasser, Zucker und etwas Salz brauchen wir nur noch ein Lorbeerblatt und Chili. Damit wird das, was in einem Glas im Kühlschrank schlummert noch besser. Apropos: Gepickelte Zwiebeln machen so viel besser! Jeden Salat, jedes Sandwich und Samin Nosrat schwört darauf auch für Tacos und Reisgerichte.

Rote Zwiebeln einlegen: das beste Grundlagen-Rezept

Sauer eingelegte Zwiebeln sind eines der ersten Rezepte in Samin Nosrats neuem Kochbuch „Etwas Gutes: Rezepte und Rituale für dich und deine Liebsten„*, denn sie beginnt nach einleitenden Worten und Faustregeln direkt mit Basics, die etwas Gutes noch besser machen. Eingelegte rote Zwiebeln sind genau sowas, denn sie sind mazeriert. Ich musste das Wort auch mehrmals lesen und die Bedeutung nachschlagen.

Der Trick, wie Zwiebeln bekömmlicher werden: mazerieren

Mazerieren bei Zwiebeln bedeutet, die Zwiebelringe oder -würfel in einer Flüssigkeit einzulegen. Es dient dazu, den intensiven, oft scharfen Geschmack roher Zwiebeln zu mildern und sie bekömmlicher zu machen.

Dafür genügt es theoretisch, Zwiebeln 15 bis 20 Minuten vor dem Verzehr in Essig oder Zitronensaft einzulegen, das habe ich zum Beispiel bei der Falafel-Bowl oder dem griechischen Nudelsalat gemacht. Ähnlich lange dauert es, die Zwiebeln einzulegen. Und dann haben wir ein Glas davon immer griffbereit im Kühlschrank, yay. Eingelegte rote Zwiebeln lassen sich übrigens auch bestens verschenken.

Blick ins Kochbuch: „Etwas Gutes: Rezepte und Rituale für dich und deine Liebsten„* von Samin Nosrat

Dieses Glas haben wir Samin Nosrat zu verdanken, wie schon die grüne Sauce und manch anderes Knaller-Rezept. Dabei wollte die US-Amerikanerin eigentlich gar keine Rezepte veröffentlichen, wie sie eingangs erwähnt. „Ich hasse Rezepte“, habe sie ihrer Freundin gesagt, die ihr vorschlug, ein Kochbuch mit ihren persönlichen Lieblingsrezepten zu schreiben. Schließlich diente ihr Erstlingswerk „Salz. Fett. Säure. Hitze„* samt der zugehörigen Netflix-Reihe dazu, Köchinnen und Köche aus der Zwangsjacke von Rezepten zu befreien und ihnen ganz viel Grundlagenwissen mitzugeben. Doch das eine schließt das andere ja nicht aus – wie schön, dass wir nun doch in Samins Rezeptschatz stöbern dürfen.

„Ich biete dir diese Rezepte in der aufrichtigen Hoffnung an, dass sie dir beim Nachkochen ebenso viel Freude bereiten werden, wie sie in mein Leben gebracht haben.“

  • Optik und Aufbau: Schon auf den ersten Blick ist das Kochbuch „Etwas Gutes: Rezepte und Rituale für dich und deine Liebsten„* ein Schwergewicht, denn zwischen dem schlicht gestalteten Buchrücken stecken fast 500 Seiten voller Inspiration. Unterteilt ist das Buch in zehn Kapitel von einigen Faustregeln und Basics bis zu sieben Dressings mit je drei Verwendungsmöglichkeiten, Vorräten, saisonalem Obst und Gemüse, Hühnchen oder süßen Rezepten. Zu fast jedem gibt es ein ansprechendes Bild, wobei es etwa bei Obst&Gemüse einige Grundlagenrezepte ohne extra Bild gibt. Immer wieder gibt es eine sogenannte Matrix, um beispielsweise gekochtes Frühlinsggemüse optimal zu kombinieren. Ein Lesebändchen hilft bei der Orientierung.
  • Inhalt: Dank der klaren Aufteilung kann man gut einsteigen und viele köstliche Dinge entdecken. Ausprobiert habe ich neben der grünen Sauce, den eingelegten roten Zwiebeln und geröstetem Gemüse auf Tahin-Creme beispielsweise auch das Bananenbrot mit Zimtknusper – und es war alles köstlich. Denn Samin Nosrat trifft genau die richtige Mischung aus persönlicher Botschaft, Kochwissen und klassischem Rezept. Manche Zutaten sind nicht in jedem Supermarkt so einfach zu bekommen, ich musste nach den kalabrischen Chilis im türkischen Supermarkt suchen, doch häufig gibt es einen einfachen Ersatz. Die Ergebnisse sind vielseitig und dank der guten Beschreibung gelingsicher, sodass ich neben den Dressings unter anderem noch Weißkohl aus dem Ofen, Hühnerschnitzel und Flan mit Vanille ausprobieren möchte. Denn es wird auch gebacken und süß! Toll ist auch, dass manche Rezepte aufeinander aufbauen, sodass man in einen kompletten Geschmackskosmos eintauchen kann.
  • Fazit: Samin Nosrat bietet viel mehr als ein klassisches Kochbuch, es ist nach ihrem Erstlingswerk* ein zweites Standardwerk mit nützlichen Erklärungen und jeder Menge leckerer Ideen. Die eingelegten roten Zwiebeln sind das beste Beispiel, wie aus einfachen Zutaten etwas Gutes entsteht. Das Standardwerk hat mit 44 Euro seinen Preis, ist es aber sehr wert. 5 von 5 Sternen

Eingelegte rote Zwiebeln: super schnell, einfach und lecker

Eingelegte rote Zwiebeln machen alles extra lecker. Mit diesem Rezept sind sie super schnell und einfach selbstgemacht, probier es unbedingt!

einfach
  • Zubereitungszeit:
    20 Minuten
  • Gesamtzeit:
    20 Minuten

Zutaten

2 Stücke
350 g rote Zwiebeln
210 ml Apfelessig
67 ml Wasser
25 g Zucker
1 EL Salz
1 Lorbeerblatt
1 Chilischote (am besten kalabrisch klein)

Utensilien

  • V-Hobel* für gleichmäßige Zwiebelhalbringe(optional)
  • 2 Einmachgläser (ich verwende gerne diese* alten Marmeladengläser oder solche*)

Zubereitung

  1. Zwiebeln halbieren, schälen und in dünne Halbringe schneiden. Das gelingt am besten mit einem V-Hobel*, aber auch mit einem scharfen Messer. In den beiden Gläsern dicht schichten. Chili und Lorbeerblatt jeweils halbieren und dazu geben.
  2. Für den Sud in einem kleinen Topf den Essig mit Wasser, Zucker, Salz, Lorbeerblatt und Chili vermischen. Bei mittlerer Hitze erwärmen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Dabei regelmäßig umrühren.
  3. Kochende Flüssigkeit in die Gläser gießen lassen und abkühlen lassen. Dann verschließen und im Kühlschrank lagern. Vor der ersten Verwendung eine Nacht ruhen lassen, danach halten sich die eingelegten roten Zwiebeln problemlos mehrere Wochen.

Notizen

Beim Entnehmen nur sauberes Besteck verwenden, damit die Zwiebeln nicht verunreinigt werden.

Wie findest du das Rezept?

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*Affiliate-Link

Falls du keinen Apfelessig hast, kannst du auch einfach Weißweinessig verwenden. Dass wir für eingelegte Zwiebeln am liebsten rote Exemplare verwenden, hat übrigens zwei Gründe:

  1. Die Optik, denn rote Zwiebeln werden beim Einlegen schön rosa-pink und damit auch optisch ein Hingucker.
  2. Den Geschmack, denn rote Zwiebeln sind etwas milder als weiße Zwiebeln.

Nur über die Größe US-amerikanischer Zwiebeln müssen wir nochmal reden: Samin Nosrat verwendet für die doppelte Menge des Rezepts offenbar nur drei rote Zwiebeln. Zum Glück hat sie die Menge in Gramm dazugeschrieben, denn bei mir haben sieben Zwiebeln (!) gerade mal die Hälfte des Gewichts. Doch da hilft neben Abwiegen auch etwas Gelassenheit, so sind wir wieder bei Samin Nosrats weisen Worten:

„Beim Kochen geht es nicht um gedankenlose Wiederholung. Es geht vielmehr darum, sich ganz auf die Erfahrung und den Prozess einzulassen.“

Weitere Beiträge mit:

Apfelessig Chili Essig Lorbeer Zwiebeln
Über mich

Hallo, ich bin Isabelle, 34 Jahre alt und lebe in Konstanz am schönen Bodensee. Auf meinem Blog ÜberSee-Mädchen.de zeige ich vor allem einfache Rezepte für leckeres Essen. Meine Kochkarriere begann mit der Sehnsucht nach Heimatküche wie Grießklöschensuppe oder schwäbischen Wurstspätzle. Seitdem habe ich viele Stunden in der Küche verbracht und allerlei Köstlichkeiten ausprobiert. Sieh dich ein wenig um und lass es dir schmecken.

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