Apfelkuchen ist schon lecker und Apple Pie nach amerikanischem Vorbild ist auch ein Genuss. Doch im Miniformat aus der Muffinform sind die Apple Pies unschlagbar gut. Denn sie sind einfach gebacken, optisch ein Hingucker und genau die richtige Portion, um sich etwas Süßes schmecken zu lassen. Dank Zimt und einem Schuss Likör wird die Füllung herrlich herbstlich. Das schmeckt derzeit besonders gut, aber dank der guten Lagerung von Äpfeln auch das ganze Jahr über. Ein weiterer Vorteil: Du wirst ziemlich sicher alle, oder zumindest die meisten Zutaten, für Mini Apple Pies aus der Muffinform schon zuhause haben. Erst kneten wir einen einfachen Mürbeteig zusammen, dann bereiten wir die Füllung vor und schließlich wird daraus im Backofen etwas ganz, ganz Köstliches.

Mit Apple Pie ist es wie mit jedem gedeckten Kuchen: Es macht ein wenig mehr Arbeit, den Teig nicht nur unter der Füllung zu verteilen, sondern auch darüber. Doch das lohnt sich, denn so ein Pie schmeckt und sieht gut aus. Die Mini Apple Pies aus der Muffinform sind ein Vorgeschmack auf all die Exemplare, die noch kommen werden. Denn ich habe mir im USA-Urlaub ein Buch gekauft, das sich ausschließlich Pie widmet: „The Book on Pie„* stand schon lange auf meiner Wunschliste. Da gibt es durchaus Unterschiede, was Teig, Füllung, Kruste und deren Form angeht und ich freue mich darauf, mich hineinzufuchsen. Apple Pie ist ein Klassiker, der auch in dem Buch vorgestellt wird, doch Mini Pies habe ich darin nicht entdeckt.
Für Mini Apple Pies brauchst du nicht mehr als für einen normalen Apfelmuffin auch: eine Backform* und Muffin-Backförmchen*. Bei den Förmchen macht es wirklich einen Unterschied, welche man nutzt! Die verlinkten Muffinförmchen sind (anders als die dünnen Papierdinger aus dem Supermarkt) formstabiler und dicht, sodass man die Apple Pies darin einfach backen und danach genießen kann.


Apropos genießen: Der Apfelkuchen aus der Muffinform punktet nicht nur mit der unschlagbaren Kombination aus Apfel und Zimt. Ich habe dafür übrigens knackige Elstar-Äpfel verwendet. Das Rezept punktet auch mit ein bisschen Likör. Das Rezept, das mich inspiriert hat, verwendet Sherry, doch ich habe Karamelllikör genutzt. Denn damit werden Apfel und Zimt zum perfekten Trio. Diesen Likör* hatte ich schon länger auf einer Messe probiert, er ist mild und lecker. Rum würde auch gut passen. Und wer keinen Alkohol mag, kann tatsächlichen Karamell oder einfach etwas mehr Flüssigkeit (Wasser, Zitronensaft oder Apfelsaft) verwenden.
Die Idee und das Rezept habe ich mir bei Regina und ihrem Blog Bistroglobal abgeschaut, dort habe ich mich im Zuge der Aktion „Koch mein Rezept“ umgesehen. Und da gibt es nicht nur jede Menge leckerer Inspiration, sondern auch viele Reisebeiträge. Eine schöne Mischung aus all dem, was man machen und genießen möchte – und Regina hat viel Zeit dafür, weil sie in Rente ist. Ich sage meiner Mama schon lange, dass ich die Erfahrungen dieser Generation (also Menschen wie ihr!) gerne auch online lese, und Regina lässt uns genau daran teilhaben. Dass sie aus dem Schwabenländle, Tübingen, kommt, macht sie noch sympathischer.


Die Liste der Rezepte, die mich beim Blättern durch ihr Archiv direkt angesprochen haben, ist lang. Fleischbällchen in Kirsch-Bier-Sauce und Lebkuchengugelhupf waren in der engsten Auswahl. Dass es Mini Apple Pies aus der Muffinform geworden sind, liegt an der Jahreszeit, denn ich freue mich riesig auf den Herbst. Regina war übrigens auch schon bei meinem Blog zu Gast und hat die Königsberger Klopse probiert. Und auch bei Aktionen wie der Foodblogbilanz kreuzten sich unsere digitalen Wege, wie schön.
Wie ein Apple Pie, aber im Miniformat aus der Muffinform: Einfaches Rezept mit Mürbeteig und köstlicher Karamell-Zimt-Füllung.
einfach| Mürbeteig | |
|---|---|
| 250 g | Weizenmehl |
| 125 g | Butter |
| 100 g | Zucker |
| 1 | Ei |
| Apfelfüllung | |
| 500 g | Apfel (gerechnet ohne Gehäuse, entspricht drei bis vier Äpfeln) |
| 40 g | brauner Zucker |
| 1 TL | Zimt |
| 20 ml | Wasser |
| 20 ml | Karamelllikör*, ersatzweise Rum, Apfelsaft oder Zitronensaft |
| 1 EL | Stärke |
| 2 EL | Milch |
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Es gibt wenig Schöneres, als Mini Pies mit Apfel-Zimt-Füllung aus dem Ofen zu holen. Die ganze Küche duftet, die karamellige Füllung blubbert noch ein wenig vor sich hin… Es kann sein, dass sie etwas über die Förmchen hinaus blubbert, doch das lässt sich leicht beheben. Und es ist völlig normal, wenn die Füllung etwas zusammengesackt ist, schließlich sind die Apfelstückchen gegart und haben damit weniger Volumen. Das ist nicht nur okay, sondern auch sehr lecker.


Wie praktisch, dass sich der Mini-Apfelkuchen aus der Muffinform direkt in die Hand nehmen lässt. Und fast schade, wenn er dann mit wenigen Bissen verspeist ist. Den Kollegen-Test im Büro haben sie jedenfalls direkt bestanden.
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