Zitronenkuchen vegan: einfach, lecker und ultra zitroniger Kastenkuchen

11. Februar 2026
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Dieser Beitrag enthält nicht nur ein Rezept für veganen einfachen Zitronenkuchen, sondern auch unbezahlte Werbung: Das vorgestellte Buch ist ein Rezensionsexemplar des at-Verlags.

Viele Dinge sind zufällig vegan, weil sie schon immer ohne tierische Produkte auskommen oder mit einem Handgriff veganisiert werden können. Beim einfachen veganen Zitronenkuchen ist das anders, denn er kommt absichtlich ohne Eier, Butter oder Milch aus – und das geht ganz einfach mit Produkten aus jedem Supermarkt. Statt Butter nehmen wir Öl, statt Kuhmilch nehmen wir Mandelmilch und Eier braucht es gar nicht. Nach 30 Minuten Vorbereitung und einer Stunde im Backofen haben wir einen herrlich fluffigen, ultra zitronigen Kastenkuchen, der tagelang frisch bleibt und sich auch im Büro bestens macht. Dort hat der Kuchen sogar den Kollegen überzeugt, der von veganen Backrezepten normalerweise viel Abstand hält.

Zitronenkuchen vegan Rezept aus Elements of Baking von ÜberSee-Mädchen Foodblog vom Bodensee

Ich muss zugeben, dass auch ich bei veganen Rezepten manchmal skeptisch bin. Eine Freundin hat sich lange vegan und glutenfrei ernährt und durch zahlreiche Backrezepte probiert, bis sie den Dreh raus hatte. Der Weg dahin war steinig, manchmal wortwörtlich. Und nicht zuletzt bei meiner Rezeptsammlung zum Veganuary habe ich gemerkt, dass Backen ohne tierische Produkte dann doch etwas tricky sein kann. Ein Glück, dass dieser Zitronenkuchen einfach vegan ist. Und dass es mit Katarina Cermelj eine Autorin gibt, die uns die Elemente des Backens so nahebringt, dass wir jedes Rezept glutenfrei, ohne Milch, ohne Eier oder vegan machen können.

Zitronenkuchen einfach vegan backen: das Grundlagenrezept

Falls dir der Name der Autorin nichts sagt, kommt dir ihr Instagram-Kanal womöglich bekannt vor: Als „The Loopy Whisk“ teilt sie schon lange besondere Rezepte. Dazu gehört auch ein Blog. Die Fotos udn Rezepte sehen so klasse aus, dass auf den ersten Blick gar nicht auffällt, dass sie ohne Gluten, Milch, Eier oder sämtliche tierische Produkte auskommen. Und das macht sie perfekt, denn man hat gar nicht erst das Gefühl, dass etwas fehlt. Weil nichts fehlt.

So ist es auch beim veganen Zitronenkuchen. Aus simplen Zutaten wird im Handumdrehen ein Teig, der in der Kastenkuchenform so lange gebacken wird, bis er goldbraun ist. Dann kommt nur noch eine ordentliche Menge Zitronenguss drüber.

Beim Lesen des Backbuchs „Elements of Baking„* merkt man direkt den wissenschaftlichen Ansatz der Autorin. Kein Wunder, denn Katarina Cermelj ist Chemikerin. Deshalb kann sie auch ziemlich gut erklären, wie ein Backwerk gelingen und Zutaten ersetzt werden können. Zu den Rezepten ohne bestimmte Zutaten kam sie übrigens aus eigener Not und Erfahrung, denn sie musste 2015 Gluten und Milchprodukte aus ihrer Ernährung streichen. Seitdem hat sie so viel Wissen und so viel leckere Rezepte gesammelt.

Blick ins Kochbuch: „Elements of Baking„* von Katarina Cermelj 

  • Optik und Aufbau: Schon der Blick auf die Instagram-Seite zeigt, was für tolle Bilder Kat macht, und das setzt sich in „Elements of Baking„* fort. Jedes Rezept ist mit einem Foto versehen, egal in welchem der zehn Kapitel. Unterteilt ist das Backbuch in Grundlagen, Wissenschaft und Regeln, gefolgt von Fallstudien. Das macht über 250 Seiten aus! Und die Fallstudien sind wahnsinnig interessant, weil anhand von 14 Beispielen gezeigt wird, wie ein Rezept auf verschiedenste Weise gelingt – und aussieht. Das ist in den Fotos hier* ganz gut zu sehen. Dann folgen die Rezepte, erst glutenfrei, dann milchfrei, eifrei sowie vegan und glutenfrei-vegan. Abschließend gibt es Rezepte für Glasuren, Güsse und Cremes – da gibt es ein herkömmliches, aber auch Rezepte ohne Milch, Ei oder vegan.
  • Inhalt: Von Pancake bis Cookie, von Schoko-Haselnuss-Crepetorte bis zum Zitronenkuchen vegan: Die Auswahl ist riesig und reicht von einfachen bis ambitionierten Backwerken. Auch einige herzhafte Gerichte sind dabei. Dank eines klasse Zutatenregisters findet man schnell alle Rezepte beispielsweise mit Schokolade oder Mandeln. Und dank der gut erklärten Zubereitung gelingt das Rezept dann auf Anhieb. Die Zeiten sind realistisch, die Portionen auch. Und Anmerkungen geben nützliche Tipps. Beim Zitronenkuchen wird in vier Anmerkungen etwa auf Kokosmilch (besser nicht verwenden), Backpulver (wird durch Zitronensaft verstärkt), Mandelmehl (macht es üppiger und die Kruste zarter) sowie den Guss (lieber etwas dicker anrühren) eingegangen. Was will man mehr.
  • Fazit: Das Backbuch „Elements of Baking„* ist ein wahres Standardwerk auch für Menschen, die sich nicht vegan, glutenfrei, laktosefrei oder ohne Ei ernähren. Denn es hilft, einen tiefen Einblick zu gewinnen, wie Backen gelingt und warum. Und es zeigt, wie viele Wege nach Rom – oder besser zum leckeren Backrezept! – führen. Die Autorin verspricht ein Buch und unzählige Rezepte, doch sie bietet noch viel mehr. Der Preis ist zwar happig, doch für diese geballte Expertise und die schöne Aufbereitung angemessen. Denn mit den Elementen des Backens kann man jede Menge Zeit verbringen. Deshalb gebe ich 4,5 von 5 Sternen.

Zitronenkuchen vegan aus der Kastenform

Nicht zufällig vegan, aber wahnsinnig lecker: So gelingt Zitronenkuchen vegan ganz einfach mit Zutaten aus dem Supermarkt. Mit Backbuch-Tipp.

einfach
  • Vorbereitungszeit:
    30 Minuten
  • Backzeit:
    1 Stunden
  • Gesamtzeit:
    1 Stunden 30 Minuten

Zutaten

23 x 13 cm quadratische Backform
Zitronenkuchen vegan
300 g Mehl
200 g Zucker
180 ml Mandelmilch
120 ml Sonnenblumenöl
3 Bio-Zitronen bzw. deren Schale
4 EL Zitronensaft (entspricht 60 ml)
25 g gemahlene Mandeln
3 TL Backpulver
1 TL Vanilleextrakt selbstgemacht oder gekauft*
0.5 TL Salz
Zitronenguss
120 g Puderzucker
6 TL Zitronensaft, ggf. etwas mehr

Utensilien

Zubereitung

  1. Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Rost auf die mittlere Schiene schieben.
  2. Zitronenschale abreiben. Zucker in einer großen Schüssel damit verreiben.
  3. Mandelmilch mit Öl, Zitronensaft und Vanille zum Zitronenzucker geben und verquirlen.
  4. In einer zweiten Schüssel die trockenen Zutaten vermischen, also Mehl, Mandeln, Backpulver und Salz.
  5. Die flüssigen zu den trockenen Zutaten geben und gut verrühren, bis ein glatter Teig entsteht. Aber nicht übertreiben und nicht zu lange rühren.
  6. Backform fetten und bemehlen. Teig hineingeben und verteilen.
  7. Für eine Stunde backen, bis der Zitronenkuchen oben goldbraun ist und ein Zahnstocher sauber herauskommt. Falls der Kuchen zu dunkel werden sollte, während der letzten 10-15 Minuten mit einer Alufolie abdecken.
  8. Kuchen aus dem Ofen nehmen und nach zehn Minuten aus der Form nehmen, dann vollständig abkühlen lassen.
  9. Für den Zitronenguss den Puderzucker nach und nach mit dem Zitronensaft vermischen. Am besten geht das mit einem Löffel, mit dem du auch mögliche Klumpen zerdrücken kannst. Es sollte ein dickflüssiger Guss entstehen, daher nicht mit zu viel Zitronensaft starten!
  10. Den Zuckerguss auf dem ausgekühlten Kuchen verteilen. Nach 30 Minuten wird er langsam fest, dann aufschneiden und servieren.

Wie findest du das Rezept?

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*Affiliate-Link

Was den Zitronenkuchen ultra zitronig macht, ist nicht allein der Zitronensaft. Es ist die Zitronenschale, die abgerieben und dann mit dem Zucker verrieben wird. So gibt die Schale viel ihrer leckeren Öle ab und der Kuchen wird noch besser. Ein Tipp, den man sich auch für alle anderen Rezepte mit Zitrone merken kann.

Tipp: Der Zitronenkuchen schmeckt auch mit 20 g Mohn im Teig, dann ist der Teig schön gepunktet. Und wenn du Lust auf noch mehr Zitrone hast, probier doch Lemon Curd. Damit kann man zum Beispiel hervorragend Cupcakes füllen.

Über mich

Hallo, ich bin Isabelle, 34 Jahre alt und lebe in Konstanz am schönen Bodensee. Auf meinem Blog ÜberSee-Mädchen.de zeige ich vor allem einfache Rezepte für leckeres Essen. Meine Kochkarriere begann mit der Sehnsucht nach Heimatküche wie Grießklöschensuppe oder schwäbischen Wurstspätzle. Seitdem habe ich viele Stunden in der Küche verbracht und allerlei Köstlichkeiten ausprobiert. Sieh dich ein wenig um und lass es dir schmecken.

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