Knusprige Kartoffel-Pavé: Kartoffelgratin trifft Pommes als Beilage

4. Februar 2026
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Sie sind rechteckig, praktisch und so gut: Kartoffel-Pavé. Das muss dir nichts sagen, doch du solltest es dir unbedingt schmecken lassen, denn die Kartoffel-Türmchen sind außen knusprig und innen cremig. Eine Symbiose aus Kartoffelgratin und Pommes. Deshalb haben sie mich neulich direkt begeistert, als sie bei einem Kochkurs als Appetizer serviert wurden. Ein Glück, dass sie mit etwas Zeit auch zuhause gelingen: Erst werden Kartoffelscheiben hübsch geschichtet und in einer würzigen Sahne gegart, dann dürfen sie ruhen und werden am nächsten Tag knusprig ausgebacken. Das schmeckt genauso gut, wie es klingt. Mindestens.

Kartoffel-Pavé Rezept perfekte feine Beilage von ÜberSee-Mädchen Foodblog vom Bodensee Konstanz

Diese Form der Kartoffelbeilage war vor einigen Jahren offenbar ein Instagram-Trend, weil die Kartoffel-Pavé so hübsch aussehen. Schade, dass der Trend so schnell vorbei war, denn die Kartoffel-Türmchen haben mehr Aufmerksamkeit verdient! Sie haben außerdem eine lange Tradition und wurden schon verköstigt, bevor es Instagram gab. Denn Kartoffel-Pavé kommen aus der französischen Haute cuisine und werden offenbar regelmäßig in Sternerestaurants serviert.

Nun werden Kartoffel-Pavé auch bei mir zur Tradition, denn sie sind die perfekte Beilage für Gäste. Und sie lassen sich bestens vorbereiten. Das ist auch der größte Nachteil: Man muss etwas warten, denn die Kartoffelmasse muss über Nacht abkühlen. Doch das machen die Kartoffel-Pavee mit vielen Vorteilen wett.

Koch mein Rezept: Kartoffel-Pavé

Dass ich das heutige Rezept zeigen kann, ist Manuela zu verdanken. Sie teilt auf ihrem Blog „Vive la Réduction!“ seit vielen Jahren leckere Inspiration und hat den Trend damals schneller entdeckt. Ihr Rezept ging nämlich schon 2021 online, als sie die Kartoffel-Türmchen zusammen mit Spargel zeigte. Als ich mich im Zuge der Aktion „Koch mein Rezept“ auf dem Blog umgesehen habe, haben mich die Pavé direkt angelacht. Doch die Auswahl fiel schwer, auch Kürbisgnocchi oder Pudding-Flan klingen zu gut. Doch dann kam der Kochkurs und ich habe die Türmchen probiert, also mussten es unbedingt diese sein.

Man muss sich ein wenig Durchklicken, doch dann findet man in vielen Beiträgen sogar mehrere Rezepte und so viele Ideen, was man als nächstes kochen oder backen könnte. Es sind auch einige Grundlagenrezepte darunter, etwa zur asiatischen Küche – schon mal Sriracha-Sauce gemacht? Die Kartoffel-Pavé habe ich bei den Sättigungsbeilagen gefunden. Genau für dieses Stöbern und Ausprobieren liebe ich die Blogaktion und bin von Anfang an dabei, die gesammelten Rezepte findest du hier.

Kartoffel-Türmchen sind die perfekte Beilage: Gratin + Pommes vereint

Pavé ist übrigens nicht nur irgendeine fancy französische Bezeichnung, sondern bedeutet übersetzt Pflasterstein. Das ist auch ein guter Hinweis darauf, was mit den Kartoffelscheiben nach dem Garen geschieht: Sie werden gepresst, so kommen die Schichten eng zusammen. Denn in der Küche beschreibt Pavé eine gleichmäßige, kompakte Form, die dann sauber geschnitten werden kann. Davor muss die Masse nur über Nacht auskühlen. Und danach werden die Kartoffel-Pavé in einer Pfanne ausgebacken.

Diese sorgfältige Zubereitung ist möglicherweise der Grund, warum die Kartoffel-Türmchen in der französischen Küche so beliebt sind. Das beginnt schon vor dem Pressen: Die Knollen werden in dünne Scheiben gehobelt, in Sahne gebadet und dann hübsch geschichtet. Dafür bietet sich eine eckige Form an, entweder eine Kastenform* – dann werden die Türmchen relativ hoch wie bei mir – oder eine Brownie-Form*.

Die Zutaten allerdings sind sehr überschaubar und günstig, du brauchst nur Kartoffeln, Sahne, Butter, Butterschmalz und Gewürze. Und Zeit sowie Muße.

Kartoffel-Pavé knusprige Beilage

Besser geht Kartoffel nicht: Für Kartoffel-Pavé werden hauchdünne Scheiben zu Gratin und ausgebacken. Rezept für die perfekte, feine Beilage.

mittel
  • Vorbereitungszeit:
    40 Minuten
  • Kochzeit:
    20 Minuten
  • Backzeit:
    1 Stunden 30 Minuten
  • Gesamtzeit:
    2 Stunden 30 Minuten

Zutaten

4 Portionen
1 kg vorwiegend festkochende Kartoffeln
250 ml Schlagsahne
30 g Butter
40 g Butterschmalz
1 TL Thymian sowie Salz und Pfeffer
1 Knoblauchzehe

Utensilien

Zubereitung

  1. Sahne in eine große Schüssel füllen und mit Thymian, Salz und Pfeffer würzen. Knoblauchzehe hineinreiben.
  2. Kartoffeln je nach Geschmack waschen oder schälen. Anschließend dünn hobeln, ich habe dafür den V-Hobel* verwendet. Dabei darauf achten, dass du möglichst runde, komplette Kartoffelscheiben erhältst. Die Scheiben direkt in die Sahne tauchen, dafür gut vermischen.
  3. Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  4. Kastenform mit Backpapier auslegen – es sollte oben noch Backpapier überstehen, damit wir die Form später damit schließen und abdecken können. Kartoffelscheiben Lage für Lage sorgfältig darin schichten. Die Scheiben sollten sich etwas überlappen, aber nicht zu sehr. Immer mal wieder Butterstückchen zwischen die Schichten geben.
  5. Sobald keine Kartoffelscheiben mehr übrig sind, das Backpapier zufalten, sodass die Form bedeckt ist. Für 90 Minuten backen.
  6. Anschließend aus dem Ofen holen, gleichmäßig beschweren und auskühlen lassen. Tipp: Bei meiner Kastenform macht sich ein Tetrapack mit Milch oder Apfelsaft perfekt zum Beschweren.
  7. Über Nacht beschwert im Kühlschrank lagern.
  8. Die kalte Kartoffelmasse aus der Form holen, dafür einfach samt Backpapier hochheben und dieses entfernen. Die Kanten gerade abschneiden, die Abschnitte kannst du später auch anbraten. Masse in gleichmäßig Quadrate schneiden, ich mag längliche Kartoffel-Türmchen.
  9. Backofen auf 150 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Dort kannst du die Kartoffel-Pavé lagern, während du die zweite Charge ausbrätst.
  10. Eine große Pfanne mit Butterschmalz erwärmen, die Kartoffel-Türmchen darin von allen Seiten anbraten, bis sie gebräunt und knusprig sind. Das dauert etwa zwei Minuten pro Seite – je nach Dicke deiner Pavé! Anschließend auf einem Teller im Backofen warm halten, während du die zweite Fuhre ausbackst. Anschließend servieren.

Notizen

Es bleibt etwas Sahne übrig, die du perfekt in eine Nudelsauce verwandeln kannst.

Wie findest du das Rezept?

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Tipp: Am besten servierst du die Kartoffel-Pavé mit etwas Limettenmayo. Dafür einfach die Schale einer Limette mit 3 EL Mayonnaise verrühren. Besonders lecker wird es mit Senf-Mayo wie dieser.

Es gibt übrigens die verschiedensten Rezepte für Kartoffel-Pavé und manche machen es noch komplizierter, indem sie beispielsweise jede Kartoffelscheibe erstmal trocknen, bevor sie geschichtet werden. Bei dieser Zubereitung wird die Form dann mit Sahne aufgefüllt. Doch ich habe mich an dem Rezept von Manuela orientiert, das die Kartoffelscheiben direkt in Sahne badet – und das ist so viel einfacher. Dafür habe ich mir hier beispielsweise die Kartoffelmenge abgeschaut und in diesem Video das genaue Vorgehen.

Wozu esse ich Kartoffel-Pavé am besten? Beilage

Die Kartoffel-Türmchen sind die perfekte Beilage und schmecken zu jedem Gericht, das du sonst mit Kartoffelgratin servieren würdest. Also am besten zu etwas Fleisch oder Fisch, aber auch gegartem Gemüse oder nur einem leckerem Salat. Denn die Pavé machen sich auch bestens in einer knusprig-cremigen Hauptrolle, serviert mit ein paar Klecksen Limettenmayo. Und als Appetizer, wie bei meinem Kochkurs, trumpfen sie auch. Du hast also die Qual der Wahl, Hauptsache du probierst sie aus!

Über mich

Hallo, ich bin Isabelle, 34 Jahre alt und lebe in Konstanz am schönen Bodensee. Auf meinem Blog ÜberSee-Mädchen.de zeige ich vor allem einfache Rezepte für leckeres Essen. Meine Kochkarriere begann mit der Sehnsucht nach Heimatküche wie Grießklöschensuppe oder schwäbischen Wurstspätzle. Seitdem habe ich viele Stunden in der Küche verbracht und allerlei Köstlichkeiten ausprobiert. Sieh dich ein wenig um und lass es dir schmecken.

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