Wer am Bodensee wohnt, isst vielleicht den ein oder anderen Apfel mehr als Menschen im Rest Deutschlands. Schließlich wachsen hier die verschiedensten Früchte in Griffnähe. Der Bodensee ist nach dem Alten Land die größte Anbauregion für Äpfel und dank moderner Lagerung sind sie ganzjährig verfügbar. Französischer Apfelkuchen vom Blech ist die perfekte Gelegenheit, extra viele Äpfel zu essen. Denn in dem Blechkuchen stecken überraschend viele davon! Dazu braucht es nur noch etwas Mehl, Butter, Zucker und Mandeln. Und statt saurer Sahne wie im Originalrezept verwenden wir griechischen Joghurt. Das Ergebnis ist ein super saftiger, fruchtiger Apfelkuchen. Perfekt auch zum Mitnehmen ins Büro oder zum Familienessen, denn er bleibt lange frisch.

Das Rezept, an dem ich mich orientiert habe, stammt nicht aus Frankreich, sondern aus den USA. Und ist es nicht klasse, dass dank sozialer Medien die Rezepte weltweit kursieren? So kann man die leckersten Gerichte aus aller Welt selbst ausprobieren.
Eine kurze Google-Recherche zeigt dann, dass es tatsächlich typisch französisch ist, viele Apfelscheiben in einem Kuchenteig zu versenken. Deshalb heißt der Kuchen womöglich auch unsichtbarer Apfelkuchen (Gâteau invisible aux pommes), denn die Apfelscheiben stecken darin und sind von außen kaum zu sehen. Außerdem verschmelzen die Äpfel beim Backen, sodass der ohnehin geringe Teig beinahe unsichtbar wird. Ein Träumchen von einem Kuchen, so einfach und schnell gemacht!
Was dieses Rezept so besonders macht, ist die Menge an Äpfeln, denn auf 180 Gramm Mehl kommen stattliche 600 Gramm Äpfel. Sie sorgen auch dafür, dass der Kuchen so saftig ist – zusammen mit dem Teig. Der erinnert an Pfannkuchen und enthält auch Milch und griechischen Joghurt. Dieser griechische Joghurt mausert sich immer mehr zur Allzweckwaffe, denn er verwandelt Dips und Aufstriche ebenso wie herzhafte oder süße Gerichte. Deshalb habe ich inzwischen immer eine Packung davon zuhause. Für extra Geschmack sorgt bei diesem Kuchenrezept Zimt, doch du kannst auch Vanille verwenden. Alles ziemlich grundlegende Zutaten, die man in jedem Supermarkt bekommt.


Genau genommen ist es übrigens kein Blechkuchen, da französischer Apfelkuchen in einer quadratischen Brownieform* gebacken wird. Doch die Menge lässt sich mit dem Umrechner sicher anpassen, sodass du damit ein ganzes Backblech füllst. Denn wenn der Kuchen einmal auf dem Tisch steht, ist er auch ganz schnell aufgegessen: Bei meinem Ausstand gab es ihn als Dessert nach der mediterranen Quiche.
Dieser französische Apfelkuchen hört übrigens auf den Namen Gâteau invisible aux pommes und ist nicht zu verwechseln mit Tarte tatin. Die enthält zwar auch viele Äpfel, funktioniert aber ganz anders. Denn bei Tarte tatin wird die Form mit Butter ausgestrichen und mit Zucker bestreut, bevor Äpfel darauf verteilt werden und ein Teig darauf kommt – serviert wird der Kuchen dann aber kopfüber, sodass die Äpfel oben sind. Was die beiden Kuchen gemeinsam haben, sind die wesentlichen Zutaten und dass beide ganz hervorragend pur, aber auch mit einer Kugel Vanilleeis schmecken.


Saftig, einfach, mega lecker: Französischer Apfelkuchen musst du ausprobieren, wenn du Blechkuchen magst. Bewährtes Rezept.
einfach| 600 g | knackige Äpfel |
| 180 g | Weizenmehl |
| 150 g | Zucker (+ 2 EL zum Bedecken) |
| 115 g | weiche Butter |
| 80 g | griechischer Joghurt |
| 60 ml | Milch |
| 2 | große Eier |
| 1 TL | Backpulver |
| 1 TL | Vanilleextrakt |
| 0.5 TL | Zimtpulver |
| 2 EL | Mandelblättchen |
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Bei meinem Apfelkuchen sind übrigens doch ein paar Äpfel obenauf zu sehen, denn ich wollte sie schön auffächern. Dann kommen noch ein paar Mandelblättchen darauf und viel mehr braucht es nicht. Wer mag, kann noch Puderzucker darüber streuen.
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