Es ist einer der besten Momente in der Küche, wenn man eine Avocado öffnet und merkt: Die ist es. Sie ist perfekt, cremig und nicht zu weich, aber auch nicht zu hart. Ohne braune Stellen. Das beste Rezept damit liegt auf der Hand: Guacamole. Schon die alten Azteken sollen aus Avocados und ein paar wenigen weiteren Zutaten eine leckere, grüne Creme zubereitet haben und bis heute ist Guacamole in Mexiko ein Muss. In Kalifornien aber auch, dort habe ich richtig gute Guacamole kennengelernt – sie wird im mexikanischen Supermarkt frisch zubereitet und ist auch sonst überall richtig lecker zu bekommen. Kein Wunder, denn hier leben sehr viele Mexikaner. Ich habe mir in Los Angeles genau angeschaut, wie sie zubereitet wird, und das Rezept mitgebracht. Viele Zutaten braucht eine Guacamole nicht, aber gute. Und für das Original sollte man Koriander mögen.

Was man mit der Guacamole dann anstellt, ist Geschmackssache. Ich liebe sie als Dips zu Nachos, als eine wesentliche Zutat für leckere Tacos, aber auch klassisch auf Toast. Avocado-Toast zum Frühstück ist einfach was Tolles, dazu noch ein Ei und der Tag kann kommen. Das ist kein Zufall: Avocado gilt als Superfood und punktet unter anderem mit ungesättigten Fettsäuren. Genau die machen Avocado auch gehaltvoll, eine mittelgroße Frucht enthält 320 Kalorien, doch weil sie den Stoffwechsel unterstützen, gelten sie weiterhin als gesund.
Der Anbau ist allerdings nicht unproblematisch, da er massenweise Wasser verschlingt. Umso wichtiger, dass wir Avocado bewusst genießen – und uns nicht mit harten, geschmacklosen Exemplaren herumärgern, sondern wenn dann richtig leckere erwischen. Und daraus dann leckere Dinge wie Guacamole machen.
Beim Discounter gibt es häufig zwei Avocados in einer Pappbox zu kaufen und die sind erfahrungsgemäß richtig gut. So können die Früchte perfekt gereift auf Kunden warten, ohne dass diese sie ständig antatschen und somit Druckstellen entstehen. Diese Avocados schmecken tatsächlich direkt sehr gut, ansonsten lasse ich Avocados gerne noch ein, zwei Tage liegen und etwas nachreifen. Ansonsten gibt es diverse Tricks, um Avocados reifen zu lassen – doch ich kaufe sie am liebsten so, dass das gar nicht nötig ist. Ein weiterer Tipp dafür ist, unter den Stielansatz zu schauen. Dort sollte Avocado schön hellgrün sein. Wenn sie braun oder grau wirkt, ist sie schon drüber. Und dann hilft höchstens noch, großzügig Fruchtfleisch wegzuschneiden.


Wenn die Hauptzutat Avocado stimmt, ist der Rest einer Guacamole schnell passiert. Denn wir müssen nur Zwiebeln und Koriander klein schneiden, bevor sie mit der Avocado vermischt werden. Ich mache das am liebsten mit einer Gabel, mit der ich das Fruchtfleisch der Avocado grob zerkleinern kann. Dann mit Zitronensaft, etwas Chili sowie Salz und Pfeffer abschmecken, fertig. Klingt einfach und ist es auch, daher gibt es kaum einen Grund, fertige Guacamole zu kaufen – denn die ist niemals so lecker.
Was im Original nicht drinsteckt, ist übrigens Knoblauch. Wenn du magst, kannst du aber natürlich noch eine Zehe klein schneiden und zufügen.
Eine gute Guacamole braucht nur fünf Zutaten – und Knoblauch ist keine davon. Mit diesem Rezept schmeckt der Dip lecker wie in Mexiko.
einfach| 1.5 | Avocado (du kannst auch zwei nehmen) |
| 0.5 | rote Zwiebel |
| 0.5 | Limette |
| 2 EL | frischer Koriander, gehackt |
| 1 TL | Chiliflocken (alternativ kannst du auch 0,5 frische Schote verwenden) |
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Frische Guacamole hält sich problemlos für mehrere Stunden und sogar ein bis zwei Tage. Wichtig ist nur, dass du sie abdeckst, damit sie ihre schöne grüne Farbe behält. Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten: Mit einer Frischhaltefolie auf der Oberfläche kommt keine Luft an die Oberfläche. Einen ähnlichen Effekt hat es, wenn du die Guacamole glatt streichst und mit etwas Wasser oder etwas Zitronensaft bedeckst – das kannst du dann vor dem Verzehr abgießen. Wenig Effekt wird dem Trick zugesprochen, einen Avocadokern auf die Guacamole zu legen.
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