Food/ Kuchen und mehr/ Minikuchen/ Rührkuchen

Gefüllte Mini-Gugl á la Berliner

Berliner sind Berliner und Pfannkuchen sind Pfannkuchen? Von wegen! Denn ich kenne jetzt jemanden, der zu dem, was ich Berliner nenne, Pfannkuchen sagt. Und was für mich ein Pfannkuchen ist, ist für ihn ein Berliner. Was hier im Süden so klar ist, ist einige hundert Kilometer weiter offensichtlich ganz anders. Dabei meinen wir eigentlich das gleiche: Leckere, süße Dinge. Die einen nur etwas fluffiger als die anderen. Kaum Verständigungsschwierigkeiten gibt es bei diesen Mini-Gugl, die sind wie ein gefüllter Berliner. Da kann man sich einfach aussuchen, wie man sie nennen mag: Gefüllte Berliner als Mini-Gugl, Mini-Berliner, Mini-Gugl die schmecken wie Berliner… Was gleich bleibt: Diese kleinen süßen Dinger schmecken richtig gut und sind auch einigermaßen figurfreundlich, weil sie nicht frittiert werden. Außerdem sind sie schnell und einfach gemacht, machen dafür aber viel Eindruck. Ich muss es wissen, denn ich habe sie meinen Kollegen zum Einstand mitgebracht.

Gefüllte Mini-Gugl, die aussehen und schmecken wie Berliner ohne Frittieren. Rezept vom ÜberSee-Mädchen der Foodblog vom Bodensee

Der aufmerksame Leser ahnt: Mein Einstand ist schon ein paar Monate her. Doch seitdem schwirren mir diese gefüllten Mini-Gugl im Kopf herum, das Rezept von Sarah war einfach zu gut. Deshalb hole ich es gerne hier auf meinen Blog und begrüße damit sowohl das neue Jahr als auch die Fasnacht. Wer wissen möchte, was es hier mit der Fasnacht (auch als fünfte Jahreszeit, Fasnet oder Fastnacht bekannt) auf sich hat, dem habe ich hier schon einmal einen Einblick gegeben.

Und zur Fasnacht gibt es traditionell Berliner in allen möglichen Variationen: Klassisch mit Puderzucker und Marmelade, so wie bei diesem Rezept für gefüllte Mini-Gugl, oder mit EIerlikör, Schokolade… Der Fantasie sind da kaum Grenzen gesetzt. Doch für den ersten selbstgemachten Berliner im Mini-Format soll es der Klassiker sein.

Zutaten für ein Blech gefüllte Mini-Gugl á la Berliner

220g Mehl, 160g brauner Zucker, 120ml Buttermilch, 90g Butter, 80g flüssige Butter, ein Ei, 4 EL Vanillezucker, 2 TL Backpulver, 1 TL Natron, eine Prise Salz. Und Marmelade nach Belieben, ich habe Himbeerkonfitüre genommen.

Für dieses Rezept für gefüllte Mini-Gugl braucht es eine extra Form. Ich nehme eine aus Silikon, aus der sich die Mini-Gugl dann leicht lösen lassen* (Amazon Affiliate-Link mit einer Provision für mich ohne Mehrkosten für dich). Es gibt aber auch Varianten mit Metall*, falls dir das lieber ist. Von der Form hängt auch die Zahl der Mini-Gugl ab, die du mit diesem Rezept backen wirst: Bei mir waren es 25, wenn ich richtig gezählt habe. Außerdem braucht es eine gute Spritztülle*, um die Marmelade in die Mini-Gugl zu bringen. Das Ursprungs-Rezept stammt übrigens von hier, ein uneingeschränkt empfehlenswerter Blog mit sehr vielen Leckereien und traumhaft schönen Bildern.

Den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen und die Gugl-Form leicht fetten. Dann den Teig zubereiten: 90g weiche Butter (nicht die flüssige!) mit 80g braunem Zucker und 2 EL Vanillezucker schaumig schlagen. Ei zufügen und weiter rühren. Die trockenen Zutaten vermischen: Mehl, Backpulver, Natron und Salz. Ebenfalls hinzugeben und mit der Buttermilch vermischen. Den Teig mit einem Teelöffel in die Mini-Gugl-Form füllen. Für acht bis zwölf Minuten backen, bis sie schön gelbgold sind. Anschließend abkühlen lassen.

Für die Füllung die Konfitüre glatt rühren. Einen Spritzbeutel mit dünner Lochtülle vorbereiten, Marmelade einfüllen und die Mini-Gugl an zwei Stellen füllen. Das geht überraschend einfach, muss aber nicht sein wenn die Zeit knapp ist. Dank der Buttermilch im Teig sind die Mini-Gugl ohnehin herrlich saftig.

Damit die gefüllten Mini-Gugl dann auch optisch an Berliner erinnern, werden sie noch in einer Zucker-Mischung gewälzt. Dafür die restliche Butter schmelzen und die Gugl rundherum damit bestreichen. Den restlichen (80g) braunen Zucker und Vanillezucker vermischen. Darin die Gugl wälzen und beiseite stellen.

Fertig sind die gefüllten Mini-Gugl á la Berliner. Falls du nun Gefallen an Mini-Gugl gefunden hast, habe ich noch einige Rezepte mehr in petto, damit sich die Form auch lohnt: Mit Marzipan, mit Eierlikör, mit Mohn oder mit Spekulatius, Biscoffcreme und Kirschen. Außerdem verrate ich hier neben dem Rezept für Marmor-Gugl auch, wie die perfekte Schokoladenglasur gelingt. Und das klappt auch bei größeren Kuchen.

Gefüllte Mini-Gugl wie ein Berliner

Süßes
Von ÜberSee-Mädchen Serves: 25
Vorbereitungszeit: 30 Minuten Kochzeit: 8-12 Minuten Total Time: 40 Minuten

Mini-Gugl, die schmecken wie Berliner - nur ohne Frittieren. Einfaches Rezept für mit Marmelade gefüllte Mini-Gugl in Vanillezucker.

Zutaten

  • 220g Mehl
  • 160g brauner Zucker
  • 120ml Buttermilch
  • 90g Butter
  • 80g flüssige Butter
  • 1 Ei
  • 4 EL Vanillezucker
  • 2 TL Backpulver
  • 1 TL Natron
  • 1 Prise Salz
  • Marmelade zum Füllen

Zubereitung

1

Den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen und die Gugl-Form leicht fetten.

2

90g weiche Butter mit 80g braunem Zucker und 2 EL Vanillezucker schaumig schlagen. Ei zufügen und weiter rühren.

3

220g Mehl, 2 TL Backpulver, 1 TL Natron und Salz verrühren, hinzugeben und mit der Buttermilch vermischen.

4

Den Teig mit einem Teelöffel in die Mini-Gugl-Form füllen. Für acht bis zwölf Minuten backen. Anschließend abkühlen lassen.

5

Für die Füllung die Konfitüre glatt rühren. Einen Spritzbeutel mit dünner Lochtülle vorbereiten, Marmelade einfüllen und die Mini-Gugl an zwei Stellen füllen.

6

Die restlichen 80g Butter schmelzen und die Gugl rundherum damit bestreichen. Den restlichen (80g) braunen Zucker und 2 EL Vanillezucker vermischen. Darin die Gugl wälzen.

Das könnte dir auch gefallen

2 Kommentare

  • Antworten
    Tanjas bunte Welt
    19. Januar 2020 um 08:21

    Ja schon verrückt wie unterschiedlich die Bezeichnung für ein und das selbe ist. Bei uns heißen Berliner Krapfen, Pfannkuchen sind Palatschinken aber egal wie es jeder nennt, sie sind lecker. Deine Mini Teile sehen verführerisch lecker aus
    Liebe Grüße

    • Antworten
      ÜberSee-Mädchen
      20. Januar 2020 um 21:56

      Stimmt, Krapfen und Palatschinken gibt es auch noch als Bezeichnungen. Schön, wieder von dir zu lesen, liebe Tanja <3

    Hinterlasse einen Kommentar